Straßenkinder im Mittelpunkt des „Day of the African Child“

Müll, Deponie, Kinderarbeit

Bild: © n.v. -

Am heutigen „Day of the African Child“ stehen die Bedürfnisse der afrikanischen Straßenkinder im Mittelpunkt der Veranstaltungen: Unter dem Motto „All together for urgent action in favour of street children“ finden in der Woche vorher und am Haupttag, dem 16. Juni, zahlreiche Veranstaltungen statt, in Sambia beispielsweise feiern die Kinder mit Ballons und Spielen, Straßenperformances und Gruppenaktivitäten. Dazu gibt es Kampagnen für den Schutz von Kinderrechten wie zum Beispiel Bildung und Gesundheit, Hauptaugenmerkt liegt dieses Jahr bei den Rechten von Straßenkindern: Von den weltweit 80 – 100 Millionen Kinder zwischen sechs und 16 Jahren, die auf der Straße leben und arbeiten, sind geschätzte 30 Millionen Straßenkinder aus Afrika. Die meisten von ihnen leben in Südafrika, 4.000 von ihnen allein in Johannesburg. In Nigeria leben 43% der fünf- bis 14-jägrigen auf der Straße und arbeiten als Bettler, Straßenverkäufer oder als Bedienste.

Der „Day of the African Child“ wurde 1991 von der Organisation of African Unity ins Leben gerufen und wird seitdem jedes Jahr am 16. Juni gefeiert. Zum einen soll den Opfern der Proteste in Soweto (Südafrika) 1976 gedacht werden: am 16. Juni waren tausende Schüler auf die Straße gegangen, um gegen die schlechte Lehre und für einen Unterricht in ihrer Sprache zu demonstrieren – 700 der friedlich protestierenden Kinder wurden durch das Apartheidsregime getötet. Zum anderen soll auf die Situation der afrikanischen Kinder heute aufmerksam gemacht werden: noch immer liegt ihre Lebenserwartung bei gerade einmal 50 Jahren, 50% der afrikanischen Familien leben von 1,25 US-Dollar am Tag. Viele Mädchen werden in die Prostitution gezwungen, die Jungen vor allem als Kindersoldaten missbraucht. Die Grundschule besuchen zwar 66% der Kinder, auf weiterführende Schulen gehen aber lediglich 20%.  Auch Kinderarbeit ist weiterhin ein großes Problem in Afrika: in der Landwirtschaft, in Goldminen, in der Fischerei und im Servicebereich werden Kinder ab fünf Jahren zur Arbeit gezwungen.

 

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Über bernadette / EarthLink

Nach meinem Studium an der Universität Regensburg (Bachelor in Politikwissenschaft mit den Nebenfächern Öffentliches Recht und VWL) habe ich Land und Leute in Australien kennen gelernt und bin jetzt für ein zweimonatiges Praktikum bei EarthLink gelandet. Hier schreibe ich hauptsächlich Einträge für den Blog der Kampagne "Aktiv gegen Kinderarbeit" und beteilige mich am Projekt "Drogen Macht Welt Schmerz".
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