Thailand: UNO kritisiert mangelnde Initiative gegen Kinderprostitution und Sextourismus

Bild: © n.v. - Wikimedia Commons

Die UNO-Sondervertreterin für Menschenhandel Joy Ngozi Ezeilo kritisierte diese Woche die thailändische Regierung für seine geringe Initiative gegen Kinderprostitution und den Sextourismus im Land.

Ezeilo gab dies nach einer 12-tägigen Untersuchung in Thailand bekannt. Sie fügte hinzu, dass die sexuelle Ausbeutung, wie zum Beispiel Kinderprostitution, Pornographie und Sextourismus immer noch sehr verbreitet im Land seien.

Dieses Jahr verabschiedete Thailand ein Gesetz gegen den Menschenhandel. Dieses Gesetz wird jedoch von der UNO als unzureichend angesehen, da es nicht richtig und vollständig umgesetzt wird.

Laut Ezeilo liege die Herausforderung jetzt darin, das Gesetz in Zukunft richtig umzusetzen. Die Regierung müsse zum Beispiel mehr Kontrollen durchführen.

Die Vereinigten Staaten stufen Thailand in die Gruppe 2 der Länder ein, die Gesetze gegen Menschenhandel nicht richtig umsetzen. Bemühungen den Problemen entgegenzuwirken gäbe es jedoch.

Die thailändische Regierung ist mit dieser Klassifizierung nicht einverstanden, auch wenn von offizieller Seite eingeräumt wird, dass man noch mehr gegen dieses Problem unternehmen könne. Ein Regierungssprecher betonte, dass Kontrollen im Land immer willkommen seien und die Regierung dazu bereit sei, nötige Schritte zu unternehmen, um den Menschenhandel zu bekämpfen.


Link zum Artikel (Englisch):

Über Nadine / EarthLink

Ich studiere momentan im 5. Semester Sozialwissenschaften mit Schwerpunkt Interkulturelle Beziehungen in Fulda. Im Rahmen dieses Studiums absolviere ich nun ein 8-wöchiges Praktikum hier bei EarthLink. Ich schreibe vor allem Blog-Einträge zum Thema Kinderarbeit und Drogen, recherchiere für die Kampagne Facing Finance und mache bei der Radiosendung zum selben Thema mit.

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2 Kommentare zu Thailand: UNO kritisiert mangelnde Initiative gegen Kinderprostitution und Sextourismus

  1. RobaFresca sagt:

    Wie so oft lese ich auch hier leider zu viel Unfug. Pornografie z.B. ist in Thailand komplett verboten, darf nicht produziert, angeboten, gehandelt und ein- oder ausgeführt werden. Die Strafen sind drakonisch. Selbst die Dunkelziffer reicht nicht einmal ansatzweise and die Pornografie heran, die in den UNO Mitgliedsländern die mit dem längsten Finger auf Thailand zeigen unter unmenschlichen Bedingungen und ganz legal produziert wird, wie z.B. USA, BRD, NL, B, F, A…u.s.w. Sollen sich doch die hiesigen Gutmenschen zunächst einmal um die Probleme vor der eigenen Haustüre kümmern !

    • nikoletta / EarthLink sagt:

      Hallo,
      wir verstehen Ihre Entrüstung, aber in unserem Blogbeitrag geht es nicht um KinderPORNOGRAFIE in Thailand, sondern in erster Linie um Kinderprostitution, Sextourismus und Menschenhandel und die Frage, ob die nationale thailändische Gesetzgebung in konkrete Maßnahmen umgesetzt werden und diesen Problemen nachhaltig begegnen kann. Es hat niemand bestritten, dass das Problem der Kinderpornografie auch in den westlichen Ländern gravierend ist. Dazu finden Sie Blogbeiträge in unserem Archiv.
      Für Kritik und Anregungen sind wir prinzipiell immer offen, wir bräuchten jedoch konkrete Zahlen und seriöse Quellenangaben beispielsweise zu der von Ihnen genannten Dunkelziffer.

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