Indonesien: Bewegung gegen Kinderarbeit

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Die indonesische Regierung hat eine nationale Bewegung zur Abschaffung der schlimmsten Formen von Kinderarbeit ins Leben gerufen. Der Minister für Umsiedlung und Arbeitskräfte Muhaimin Iskandar bezeichnet Kinder als die Zukunft der Nation, deren Recht auf Wachstum und Entwicklung in jedem Fall geschützt werden müsse. Er bekennt zudem, dass Kinderarbeit in Indonesien weiterhin ein großes und komplexes Problem darstellt. Vor allem durch die Armut lastet ein großer Druck auf den Kindern.
Gerade deshalb soll der Kampf jetzt institutionalisiert werden. Denn zur erfolgreichen Bekämpfung der Kinderarbeit ist es nötig, dass die zentrale Regierung, regionale Regierungen, Betriebe und Industrie sowie andere wirtschaftliche Interessensgruppen mitwirken. Auch wurde der private Sektor dazu aufgerufen, den Kampf gegen Kinderarbeit in ihre CSR-Programme (Corporate Social Responsibility) einzubinden. Zudem arbeitet das Ministerium mit dem Verband der indonesischen Arbeitgeber (Apindo) zusammen, um Programme zur Lösung des Problems der Kinderarbeit zu formulieren. Allerdings ist das vorhandene Budget beschränkt, so dass nach Berechung des Ministeriums pro Jahr nur etwa 11.000 Kindern eine Verbesserung der Lebensbedingungen ermöglicht werden kann. Die neue nationale Bewegung sieht vor, dass bei einer eingehenden Benachrichtigung eines Falles von Kinderarbeit die Behörden diese Kinder in Obhut nehmen und ihnen eine formale Bildung ermöglichen.
Bereits im Jahr 2000 wurde die ILO-Konvention 182, die die schlimmsten Formen der Kinderarbeit definiert, in das indonesische Rechtssystem aufgenommen. Dazu gehören die Sklaverei, die sexuelle Ausbeutung von Kindern (Prostitution, Pornographie, etc.), der Drogenhandel und jegliche Form der Arbeit, die die Gesundheit, Sicherheit oder Sittlichkeit von Kindern schädigen kann.

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