Kinderarbeit in Fischereibetrieben: Neuer Leitlinienentwurf

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Am 23.12.12 veröffentlichten die Food and Agriculture Organization of the United States (FAO) und die International Labour Organization (ILO) einen gemeinschaftlichen Entwurf, der in Zukunft Politikern und Regierungsbehörden Richtlinien für den Umgang mit Kinderarbeit in Fischereibetrieben geben soll. Dass Kinderarbeit in Fischereibetrieben ein erhebliches Problem darstellt, ist bekannt. Dennoch fehlen spezifische Zahlen und Statistiken zum Thema, vor allem auch da die von Kindern ausgeführten Aufgaben vielfältig sind und von aktiver Fischerei bis zum Kochen auf den Fischerbooten reichen können. Aus diesem Grund versucht das neue FAO-ILO Richtliniendokument zwischen Arbeit, die von Kindern ausgeführt wird und Kinderarbeit zu unterscheiden, denn während manche Arbeit die Gesundheit und Bildung von Kindern schädigt, können andere Tätigkeiten sich sogar positiv auf die Entwicklung von Kindern eines bestimmten Alters auswirken. Ziel des Dokuments ist es, sowohl das Ausmaß und die Auswirkungen von Kinderarbeit im Aquakultursektor zu erfassen und Regierungen und Entwicklungsorganisationen bei der richtigen Identifikation von Kinderarbeit zu helfen, als auch konkrete Strategien zur Lösung des Problems vorzuschlagen. Als wichtigsten Aspekt zur nachhaltigen Bekämpfung der Kinderarbeit sehen hier die FAO und ILO die Prävention von Kinderarbeit, also die Konzentration auf die Grundursachen der Kinderarbeit, sodass sie gar nicht erst entsteht. Demnach spielen im Kampf gegen die Kinderarbeit vor allem armutsorientierte Programme sowie Bildungsförderung eine tragende Rolle.

Das FAO-ILO Leitliniendokument zur Kinderarbeit in Fischereibetrieben und Aquakultur steht momentan zur öffentlichen Diskussion bereit, sodass eine endgültige Version des Dokuments voraussichtlich zu einem späteren Zeitpunkt dieses Jahr veröffentlicht werden wird.

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