Kambodscha: Kinderarbeit in Landwirtschaft immer noch großes Problem

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In Kambodscha sind weiterhin sehr viele Kinder unerlaubt beschäftigt. Die meisten von ihnen sind jünger als 16 Jahre. Grund für die Kinderarbeit sind zum einen die Armut der Familien und zum anderen, vor allem in den ländlichen Gebieten, das schlechte Schulsystem.

Ein Großteil der Kinderarbeiter, etwa 400.000 bis 500.000, ist in der Landwirtschaft tätig, denn der primäre Sektor ist in Kambodscha der wichtigste Wirtschaftssektor. Sie sind dort Gefahren wie giftigen Pestiziden, Verletzungen durch Maschinen oder Bissen und Tritten von Vieh ausgesetzt und müssen zudem schwer tragen. Zudem wird ihr Immunsystem durch Unterernährung und Erschöpfung geschwächt, was sie anfälliger für Krankheiten macht.

Kaing Khim vom Ministerium für Landwirtschaft, Forstwirtschaft und Fischerei sagte auf der Konferenz zur „Unterstützung der Bemühungen zur Beseitigung der schlimmsten Form von Kinderarbeit in der Landwirtschaft in Kambodscha“, dass vor allem finanzielle Beschränkungen das Vorgehen gegen Kinderarbeit behindern würden. Die Gelder, die sie vom Staat erhalten, reichten nicht aus und deshalb würden sie auf weitere Geldmittel von NGOs hoffen, erklärte sie.

Zunächst einmal wären $50.000 bis $100.000 nötig, damit Beamten in die Provinzen reisen könnten, um dort die Kinderarbeit zu untersuchen und Aufklärung zu betreiben. Denn auf dem Land ist es oft üblich, dass die Kinder den Eltern in der Landwirtschaft helfen.

Das Ministerium hofft, die Zahl der Kinderarbeiter bis 2019 auf unter 300.000 senken zu können. Die Kinder wären eine „sehr wichtige Ressource“ für das Land, die besser zur Schule gehen sollten, als zu arbeiten, meinte Khim.

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2 Kommentare zu Kambodscha: Kinderarbeit in Landwirtschaft immer noch großes Problem

  1. edward Rüdiger sagt:

    wie helft ihr außer durch aufklärung

    • nikoletta / EarthLink sagt:

      Hallo Edward,

      mit unserer entwicklungspolitischen Info-Kampagne „Aktiv-gegen-Kinderarbeit“ sind wir nicht direkt an Hilfsprojekten beteiligt. Wir wollen kritische Konsumenten aufklären und über Missstände bezüglich ausbeuterischer Kinderarbeit in vielen Produktionsländern und bei namhaften Unternehmen informieren sowie Positiv-Beispiele herausstellen. Durch Information kann ein aufgeklärtes Konsumverhalten angestoßen und dadurch indirekt viel erreicht werden. Beispielsweise, indem die Nachfrage nach zertifizierten Produkten, wie z.B. Fairtrade, weiter steigt. Jeder einzelne Verbraucher kann eigenverantwortlich dazu beitragen, dass sich die Produktionsbedingungen in den Zulieferländern langfristig andern, inderm er sich informiert, sein Kaufverhalten kritisch hinterfragt und ändert.

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