Indien: 13-jähriges Hausmädchen gerettet

Bild: © n.v. -

Ihre Schreie retteten ihr schließlich das Leben. Das 13-jährige Mädchen war in der Wohnung eines Ehepaars eingeschlossen worden, für welches sie als Hausmädchen arbeitete. Nur indem sie lautstark vom Balkon der Wohnung aus auf sich aufmerksam machte, konnte sie aus ihrem Gefängnis befreit werden.

Die Bedingungen, unter denen man das erschöpfte und ausgehungerte Kind in der Wohnung zurückgelassen hatte, waren erschreckend: das Ärzteehepaar aus Delhi, bei welchem sie beschäftigt war, war nach Thailand gereist und hatte die Haustüre von außen zugeschlossen. Zudem waren in der ganzen Wohnung Kameras zur Überwachung angebracht und dem Mädchen zur Einschüchterung Schläge angedroht worden. Das Paar hatte zwar für Essensrationen gesorgt, die allerdings bei weitem nicht für den Zeitraum der Abwesenheit ausreichten. Nach eigenen Angaben lebte das Mädchen ausschließlich von Wasser. Zusätzlich war es ihr verboten worden, Sitzmöglichkeiten zu benutzen – sie durfte sich nur auf dem Fußboden aufhalten.

Seit etwa acht Monaten war die Dreizehnjährige einem Martyrium aus Schlägen und Schikane ausgesetzt gewesen: das Paar hatte sie wiederholt mit einem Stock geschlagen, ihr Haare ausgerissen, nur trockene Brotfladen zu essen gegeben und sie seit ihrer Beschäftigung kein einziges Mal bezahlt. Nachbarn berichteten zudem, sie hätten oftmals Brandwunden im Gesicht des Kindes gesehen.

Das Mädchen stammt ursprünglich aus einem Dorf in Jahrkhand, im Osten Indiens. Ihr Onkel hatte ihr den Schulbesuch verweigert und sie an einen Menschenhändler vermittelt. Dieser hatte ihr dann die Stelle bei dem Ärztepaar aus Delhi beschafft.

Am Flughafen waren indes Polizisten stationiert worden, die das Paar bei dessen Rückkehr aus Thailand abfangen sollten. Nach Behördenangaben war jedoch niemand dort aufgetaucht.

 

Quellen:

Link zum Artikel von ndtv.com

Link zum Artikel von gulfnews.com

 

 

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