Gegen Kinderarbeit im ghanaischen Kakaoanbau

Bild: © n.v. -

Die „National Commission for Civic Education“ (NCCE) hat in Ghana eine Aufklärungs- und Bildungskampagne gestartet, die in vierzig kakaoanbauenden Kommunen im ganzen Land ein Bewusstsein für die Problematiken der Kinderarbeit schaffen möchte.1) Die von der ILO unterstütze Kampagne soll zahlreiche bestehende Initiativen gegen Kinderarbeit im Kakaoanbau ergänzen. Schon in der Vergangenheit waren NCCE und ILO gemeinsam gegen Kinderarbeit in der Fischerei und in Bergwerken vorgegangen. Die stellvertretende Vorsitzende der NCCE, Augustina Akumanyi betonte während der Vorstellung der neuen Kampagne die Relevanz der Schulbildung. Man müsse die Eltern über deren Bedeutung für die Zukunft ihrer Kinder aufklären, da Bildung der einzige Schlüssel zur Überwindung der Armut sei. Steven McClelland von der ILO ergänzte, dass Ghana eigentlich eine gute Gesetzgebung gegen Kinderarbeit habe, es scheitere jedoch an deren Realisierung.

Trotz wirtschaftlichem Aufschwung ist die Zahl arbeitender Kinder in Ghana steigend. Etwa 34% aller Kinder zwischen fünf und vierzehn Jahren arbeiten. Allein in der Hauptstadt Accra werden derzeit rund 54.000 Straßenkinder gezählt.2) Armut, AIDS und traditionelle Strukturen sind in Ghana die Hauptursachen für Kinderarbeit.

  1. Ghana News Agency: „NCCE launches awareness campaign on child labour in cocoa”, zuletzt abgerufen am 31.08.2012. []
  2. Blogeintrag: “Ghana: Kinderarbeit in den Straßen von Accra”, zuletzt abgerufen am 31.08.2012. []

Über Andreas / EarthLink

Praktikant bei EarthLink, studiert Geschichte mit Schwerpunkt Lateinamerika an der Universität Münster.

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