Samsung weist Vorwürfe der Kinderarbeit von sich

Bild: © Dave Gandy - Wikimedia Commons

Der südkoreanische Technologiekonzern Samsung weist die Vorwürfe der Kinderarbeit in den chinesischen Produktionsstätten seiner Zulieferer zurück.

Dem vorausgegangen war eine Klage dreier Nichtregierungsorganisationen aus Frankreich, die dem Großunternehmen „irreführende Geschäftpraktiken“ vorgeworfen hatten. Demzufolge werden in den chinesischen Fabriken, in denen Samsung produzieren lässt, die von dem Konzern selbst eingegangenen ethischen Selbstverpflichtungen verletzt, vor allem in Hinblick auf Kinderarbeit sowie Sicherheitsstandards. Samsung würde somit, nach Aussagen der Kläger Sherpa, Peuples Solidaires und Indecosa-CGT, den eigenen Ethikcode lediglich zu Marketingzwecken verwenden. Bei ihren Vorwürfen stützen sich die Organisationen auf Angaben der Arbeitsrechtsorganisation China Labour Watch (CLW). Obwohl der Ethikcode besagt, Samsung würde niemanden unter dem gesetzlichen Mindestalter einstellen, sollen in einer Fabrik zehn Kinder unter 16 Jahren beim Arbeiten angetroffen worden sein1).

Der Großkonzern hingegen konstatiert in Bezug auf die Vorwürfe der Kinderarbeit eine „Null-Toleranz-Politik“. Dennoch könne er dazu momentan noch keine detaillierte Stellungnahme abgeben. Gleichzeitig verspricht Samsung Verbesserungen im Bereich der Arbeitszeiten in Fabriken. Ziel sei es demnach, Arbeitstunden jenseits des „legalen Limits“ gegen Ende 2014 abzuschaffen2).

  1. Samsung droht Prozess in Europa wegen Kinderarbeit – Die Welt – aufgerufen am 04.03.2013 []
  2. Samsung rejects child labour allegations – Financial Times – aufgerufen am 04.03.2013 []
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