„Action!Kidz“ engagieren sich für Kinder in Peru

Bild: © v i p e z - Flickr

„Ich lebe in Cajamarca, einer lebhaften Stadt in den Bergen Perus ca. 800 km nördlich von Lima. Ich wohne mit meiner Mutter, meiner großen Schwester (15 Jahre) und meinem jüngeren Bruder (6 Jahre) in einem kleinen Haus. Meine Mutter kann nicht lesen und schreiben. Deshalb findet sie keine gut bezahlte Tätigkeit. Ich arbeite am Wochenende und nach der Schule in einer Ziegelei, um meine Familie zu unterstützen.“, erzählt die 9-jährige Margarita.1)

Margarita ist kein Einzelfall, denn in Peru arbeitet jedes dritte Kind ab einem Alter von fünf Jahren. Laut Gesetz ist es aber erst für Kinder ab 14 Jahren erlaubt.2) Aus diesem Grund unterstützt die diesjährige Action!Kidz Kampagne der Kindernothilfe arbeitende Kinder in Peru. Jedes Jahr legen sie den Fokus auf ein anderes Land. Seit 2007 waren sie schon in Indien, Bolivien, Haiti, Sambia, Indonesien und Äthiopien aktiv.3)

Genauso wie Margarita, arbeiten viele Kinder aus Cajamarca in umliegenden Ziegeleien. Dabei verrichten sie schwere körperliche Arbeit. Beispielsweise schlagen sie Kalksteine oben in den Bergen oder stapeln die ca. zwei Kilo schweren Ziegelsteine im Brennofen. Durch den vielen Staub brennen ihre Augen, ihre Hände schmerzen vom Ziegelschleppen und ihre Beine tun weh vom stundenlangen Herumlaufen. Doch diese Schmerzen nehmen sie in Kauf, damit sie am Ende eines halben Tages mit fünf Soles (ca. 1,60 €) nach Hause gehen können.4)

Die Kindernothilfe will diesen Kindern und ihren Familien helfen und ruft deswegen junge Menschen im Alter von 6 bis 14 Jahren in Deutschland auf, am 8. Wettbewerb „Action!Kidz – Kinder gegen Kinderarbeit“ teilzunehmen. Mithilfe von Lehrmaterialien und Fortbildungen zu den Themen Kinderrechte und Kinderarbeit möchte die Kindernothilfe sowohl Lehrkräfte als auch Gemeinden anregen, sich mit den verschiedenen Ursachen von Kinderarbeit auseinanderzusetzen und sie für soziales Engagement begeistern. Die Kinder beziehungsweise Jugendlichen lernen durch diese Aktion, einmal über den Tellerrand hinauszublicken und ihre Augen für Probleme anderer Kinder in anderen Ländern zu öffnen. Wie können Kinder aus Deutschland sich nun aktiv im Kampf gegen Kinderarbeit beteiligen? Durch freiwillige Arbeitseinsätze gegen Spenden im Familien- oder Freundeskreis, bei Nachbarn oder in einem Unternehmen. Den Kindern ist komplett selber überlassen, wo sie sich engagieren. Keller entrümpeln, Gassi gehen, Autos waschen oder Zäune streichen; alles ist möglich. Das dabei gesammelte Geld wird dann an das Projekt im Norden von Peru überwiesen.5)

Den besten Teams, aufgeteilt in zwei Altersgruppen, winken verschiedene Preise. Zum einen stellt die Bank für Kirche und Diakonie eG – KD-Bank Preisgelder in Höhe von 5.000 € zur Verfügung und zum anderen gewinnt das kreativste Team einen Graffiti-Workshop. Außerdem wird unter den erfolgreichsten Teams noch ein Meet&Greet mit der HipHop-Band Culcha Candela verlost.6)

Die Kindernothilfe gehört zu den größten christlichen Kinderhilfswerken in Europa. Weltweit sind sie in 29 Ländern aktiv und fördern insgesamt 1,5 Millionen Kinder. Am Action!Kidz-Wettbewerb haben bis heute knapp 40.000 junge Menschen teilgenommen und dabei mehr als 640.000 € gesammelt.5)

Wenn Ihr Interesse am Action!Kidz-Wettbewerb geweckt wurde, dann können Sie sich auf dieser Webseite ausführlicher informieren: www.actionkidz.de
Anmeldungen sind bis zum 31. Juli 2015 möglich!

  1. Action!Kidz: Mein Tagebuch – zuletzt aufgerufen am 04.09.2014 []
  2. Presseportal: Lernen mit viel Action – Einsatz gegen Kinderarbeit – zuletzt aufgerufen am 04.09.2014 []
  3. Action!Kidz: 2007-2013 – zuletzt aufgerufen am 04.09.2014 []
  4. Action!Kidz: Das Projekt 2014 – nicht mehr aufrufbar 24.2.15 []
  5. Presseportal: Lernen mit viel Action – Einsatz gegen Kinderarbeit – zuletzt aufgerufen am 04.09.2014 [] []
  6. Action!Kidz: Gewinnen – zuletzt aufgerufen am 04.09.2014 Link nicht verfügbar []

Über lena / earthlink

Hey, ich bin die Lena und studiere International Business in Nürnberg. Ich interessiere mich schon lange für Entwicklungspolitik und wollte nun mal in die Arbeit einer kleinen NGO hineinschnuppern. Deswegen mache ich ein 8-wöchiges Praktikum bei Earthlink e.V.

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