Wie der Islamische Staat Kinder für den Kampf rekrutiert und ausbildet

Bild: © Oleg Zabielin - Dreamstime.com

Wir alle haben vom Islamischen Staat gehört, seine Medienpräsenz ist kaum zu übersehen. Seit 2003 gibt es schon diese terroristische Organisation. Am 29. Juni letzten Jahres ernannte sie sich selbst als Kalifatstaat, mit dem IS-Anführer als Kalif, als Anführer der Muslime, als Nachfolger Mohammed. Wer den Titel Kalif trägt, ist das muslimische Oberhaupt in Politik und Religion. Jedoch wird er vom Großteil der muslimischen Gesellschaft abgelehnt, denn einem Moslem ist es verboten, auch wenn eine Kriegssituation herrscht, unschuldige Menschen anzugreifen und zu töten.1)
Doch um diesen Staat aufbauen zu können, braucht es Mitglieder, die mit verschiedenen Mitteln angeworben werden, zum Beispiel mit der Auslandsrekrutierung gezielt aus dem Westen. Vor allem werden Ärzte, Krankenpfleger, Ingenieure und Anwälte mit Geld überzeugt, den Kalifatstaat mit aufzubauen, sie kommen mit ihren Familien, in guter Hoffnung um zu helfen. Die Kinder bekommen Unterricht, die Jungen nur Religionsunterricht um ihnen die extremistischen Lehren des Islams zu lehren. Die Mädchen werden zusätzlich in Haushaltsführung unterrichtet, um ihre Pflichten als zukünftige Ehefrau zu erfüllen.2)
Zudem sucht der IS in seinen kontrollierten Gebieten gezielt nach Minderjährigen, um sie für den Kampf auszubilden. Kindersoldaten werden und wurden in Kriege geschickt. In Afrika (z.B. in Uganga) zum Beispiel werden Kinder in Milizen und Rebellenarmeen für den Krieg ausgebildet und in den Kampf geschickt. Kindern sollte allgemein Moral beigebracht werden, aber wenn  ihnen nicht gezeigt wird, wie sie mit Lebewesen und Umwelt umzugehen haben, können sie  gewalttätig und grausam werden. Die betroffenen Familien und Kinder sind blauäugig: Der IS verspricht ihnen Bildung, doch werden die Kinder dann in Ausbildungscamps geschickt.3)
Zudem steht in syrischen und irakischen Schulen die IS-Ideologie für die Beeinflussung der jungen Generation auf dem Lehrplan um sie als zukünftige Unterstützer zu nutzen.4) Der IS behauptet, dass wenn die Kinder in den Krieg ziehen, in den Himmel kommen. 5)
Das Wesentliche in der Ausbildung zum „Gotteskämpfer“ ist die systematische Entmenschlichung. Die Kinder werden an Waffen ausgebildet, sie lernen Selbstmordanschläge durchzuführen.3) Menschliche Enthauptung lernen die Kinder an Puppen, sie sehen bei Kreuzigungen zu.5)
Wenn sie nicht mitmachen wollen, werden sie missbraucht, geschlagen und gezwungen, Menschen zu töten. Im Unterricht werden Foltervideos gezeigt mit Enthauptungen. In den Städten gibt es direkten Kontakt mit Folter und Mord, Ehebrecher und Diebe werden auf öffentlichen Plätzen hingerichtet. Bei kleineren Vergehen werden ihnen Gliedmaßen abgetrennt oder sie werden gepeitscht. Bei all diesen Bestrafungen sind die Kinder live vor Ort, um sich das anzusehen. Gewalt soll etwas Alltägliches in ihrem Kopf werden, es soll Teil ihres Lebensstils werden. Die älteren Kinder müssen selbst Hinrichtungen durchführen.
Der IS versucht mit allen Mitteln, den Willen der Kinder zu brechen und sie zu entmenschlichen.
Ihnen wird zudem erzählt, das sie mit einer ganzen Welt von Feinden und Ungläubigen zu tun haben und nur mit der Waffe sich selbst und ihre Familie beschützen können.6)
Wenn die Kinder fertig sind mit ihrer Ausbildung, bekommen sie verschiedene Aufgaben, um dem IS zu dienen. Sie werden als Spitzel genutzt, zudem müssen sie Blut für andere Krieger spenden und sie kümmern sich um die Verwundeten.5) Andere kochen, putzen oder bewachen die Hauptquartiere. Die Kinder, die gut mit der Waffe umgehen können, werden in den Kampf geschickt: als Soldat oder Selbstmordattentäter.4) Zudem werden die Kinder auch als Henker genutzt.
Die Machenschaften des IS wird Folgen für Generationen haben, zum Beispiel wird die Entmenschlichung tiefgreifende Folgen haben. Neben der Moral, die in den Ländern in denen der IS herrscht, verloren geht, werden die Kindheit und das sittliche Empfinden der Kinder zerstört.5)
Die Kinder tragen psychische Schäden davon, die sie kaum loswerden können und sie somit zu einer Gefahr für sich selbst und für ihre Umgebung werden lassen.
Und um weiterhin genug Krieger zu bekommen, werden gefangen genommene Frauen vergewaltigt, um sie ausreichend Kämpfer für den IS gebären zu lassen.6)

  1. Wikipedia: Islamischer Staat – stand: 18.02.2015 []
  2. Parlament TV: Terrormiliz ISIS lockt mit Geld Familien aus dem Westen an um neue Kämpfer für Ihre Ziele zu finden – stand: 18.02.2015 []
  3. Zeit: Syrische Islamisten rekrutieren Kindersoldaten – stand: 18.02.2015 [] []
  4. N24: Die Kindersoldaten des Islamischen Staats – stand: 18.02.2015 [] []
  5. 20 min: Wie das Kalifat seine Kinder missbraucht – stand: 18.02.2015 [] [] [] []
  6. DW: IS missbraucht Kinder als Soldaten – stand: 18.02.2015 [] []

Über veronika / earthlink

Ich bin die Veronika und mache den Bundesfreiwilligendienst bei Eartlink e.V.. Die Gesellschaft kann nur vorwärts kommen wenn sie aufgeklärt wird!

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