Mythen rund um die Kinderarbeit

(Symbolbild) Bild: © Paop - Dreamstime.com

Schätzungsweise 168 Millionen Kinder sind von Kinderarbeit betroffen, dies ist ein Anteil von fast elf Prozent der Kinder weltweit. Seit 2000 sind die Zahlen von 215 Millionen auf 168 Millionen arbeitender Kinder gesunken.1) Doch es muss noch mehr getan werden, indem Menschen aufgeklärt werden. Es bestehen bestimmte Mythen zum Thema Kinderarbeit, die ich heute für euch aufdecken werde.

Die ILO definiert Kinderarbeit als Arbeit, die Kinder ihrer Kindheit, ihrem Potenzial und ihrer Würde beraubt und die schädlich für ihre körperliche und geistige Entwicklung ist.

Manche denken, dass jede Form von Kinderarbeit schlecht ist. Aber es hängt mit der Art der Arbeit zusammen, die das Kind verrichtet. Wenn zum Beispiel ein Kind oder ein Jugendlicher an wenigen Stunden in der Woche eine Arbeit verrichtet, die keine negativen gesundheitlichen oder psychischen Auswirkungen hat, oder das Kind vom Schulbesuch abhält, ist diese Arbeit als akzeptabel anzusehen. Es wird angenommen, dass diese Art von Arbeit einen positiven Einfluss auf die Kinder hat, indem sie der persönlichen Entwicklung dient.

Der Mythos besagt auch, dass die meisten Kinderarbeiter in Fabriken angestellt sind. Laut globalen Schätzungen der ILO zeigt sich, dass 58,6 Prozent in der Landwirtschaft tätig sind, 6,9 Prozent im Haushalt, 7,2 Prozent in der Industrie, einschließlich Bergbau, und 25,4 Prozent in Dienstleistungen. Viele verbinden mit Kinderarbeit Textilien, jedoch ist vor allem die Landwirtschaft stark durch Kinderarbeit geprägt.

Viele denken auch, dass es Kinderarbeit nur in armen Ländern gibt. Kinderarbeit ist ein globales Problem. Die größte Anzahl an Kinderarbeitern ist in Asien und im Pazifikgebiet  zu finden, mit 77,7 Millionen. In Afrika südlich der Sahara arbeiten prozentual gesehen am meisten Kinder, 21 Prozent der 5-12-Jährigen. Aber auch in Europa und den USA ist Kinderarbeit präsent –  auch in gefährlichen Bereichen.2)

Der letzte Mythos besagt, dass Kinderarbeit ein notwendiges Übel für die wachsende Volkswirtschaft sei. Große Volkswirtschaften basierten teilweise auf der Ausbeutung von Kindern und billigen Arbeitskräften, und billige Arbeitskräfte seien deshalb für die heutige aufstrebende Volkswirtschaft erforderlich.3) Die ILO argumentiert jedoch, dass eine wachsende Volkswirtschaft qualitativ hochwertige Bildung und qualifizierte Arbeitskräfte erfordere. Für viele Länder hat die Investition in Bildung zum Wirtschaftwachstum beigetragen, zum Beispiel in Ländern Asiens und Südamerikas.2)

  1. The Guardian: Child labour falls by a third to 168 million, says ILO – stand: 16.06.2015 []
  2. The Guardian: Five myths about child labour – stand: 16.06.2015 [] []
  3. Iran German Radio: Kein Wirtschaftswachstum auf dem Rücken der Kinder – stand: 16.06.2015 []

Über veronika / earthlink

Ich bin die Veronika und mache den Bundesfreiwilligendienst bei Eartlink e.V.. Die Gesellschaft kann nur vorwärts kommen wenn sie aufgeklärt wird!
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