Jedes zehnte Kind erlebt einen Krieg

Kindersoldat in Afrika

Ein Kindersoldat in Afrika zeigt seine Munition. Bild: © Pierre Holtz / UNICEF CAR [CC BY-SA 2.0] - wikimedia commons

Jedes zehnte Kind auf der Welt wächst in einem Krisengebiet auf. Darauf weist der Unicef-Report 2015 deutlich hin. Kinder und Jugendliche sind die Hauptopfer von Krisen und gewaltsamen Konflikten. Regierungen und Konfliktparteien werden durch den Report weltweit dazu aufgerufen, auf Kinder in Krisengebieten besser Acht zu geben.

Das Leben von rund 230 Millionen Mädchen und Jungen auf der ganzen Welt ist vor allem durch Gewalt, Unsicherheit und Hass geprägt.1) Seit dem zweiten Weltkrieg gab es nie so viele Konflikte wie heute. Es besteht die Gefahr, dass ganze Generationen von Kindern, die in Gewalt und Instabilität aufwachsen, denken, dass ist normal und Teil ihres Lebens.

Kinder in Krisenregionen sind Opfer von Menschenrechtsverletzungen. Viele Kinder sind nicht mit dem Nötigsten, einschließlich Nahrung, Wasser und medizinischer Hilfe versorgt. Die Kinder besuchen selten die Schule, wenn überhaupt. In Syrien, Irak, Süd-Sudan und der Zentralafrikanischen Republik, wo Bürgerkrieg herrscht, sind Kinder das Ziel schlimmster Formen des Missbrauchs.2) Durch die Konflikte und Kriege mussten 60 Millionen Menschen ihre Heimat verlassen. Die Hälfte davon sind Frauen und Kinder.1) Die Kinder im Krieg leiden unter schweren emotionalen Belastungsstörungen. Sie sind traumatisiert und können das Geschehene nur langsam und schwer verarbeiten. Albträume sind keine Seltenheit als Folge von Traumata, sowie Bettnässen und Angstzustände. Die Kinder haben Dinge gesehen und erlebt, die auch den belastbarsten Erwachsenen psychisch in die Knie zwingen würden.3)

Die Fakten zu Kindern in Krisengebieten
In Syrien, Irak, Süd-Sudan, Jemen und der Zentralafrikanischen Republik sind allein etwa 21 Millionen Kinder durch Krieg und Gewalt betroffen. Nach den Zahlen des Sicherheitsrats der Vereinten Nationen gab es im vergangenen Jahr 23 Konflikte in der Welt, in der Kinder Opfer von schweren Menschenrechtsverletzungen wurden. Kinder werden entführt, um speziell als Sexsklaven oder Kindersoldaten missbraucht zu werden. Als Selbstmordattentäter werden sie bewusst in den Tod geschickt. Gruppen wie der Islamische Staat in Syrien und dem Irak sowie Boko Haram in Nigeria wollen weltweit Aufmerksamkeit erregen, indem sie ausdrücklich die Völkerrechte außer Acht lassen und die Menschen unterdrücken. UNICEF berichtet, dass mehr als 62 Millionen Kinder im Jahr 2015 Hilfe benötigen, um Zugang zu Nahrung, Trinkwasser und medizinischer Versorgung zu gewinnen und vor allem, um sie vor Gewalt zu schützen.2)

Um Gesundheitsversorgung, Bildung und Schutz für Kinder, auch unter schwierigsten Bedingungen zu gewährleisten, muss nachhaltige Entwicklungshilfe zusätzlich zu humanitärer Hilfe zur Verfügung gestellt werden. Auch Humanitäre Hilfe muss langfristige Perspektiven für Kinder und Jugendliche schaffen.2)

Jedes Kind sollte, nein hat das Recht darauf, in Frieden aufzuwachsen, ein Zuhause zu haben, in die Schule zu gehen und eine Zukunft zu haben, die nicht von Angst und Gewalt geprägt ist. Das Blutvergießen hat keinen Sinn, es ist ein unnötiger Kreislauf der Gewalt.3)

  1. UNICEF: UNICEF-REPORT 2015 – stand: 07.07.2015 [] []
  2. Bundesregierung: Prospects for children in war zones – stand: 07.07.2015 [] [] []
  3. EPO: Mehrheit der Kinder fürchten sich vor einem weiteren Krieg – stand: 07.07.2015 [] []

Über veronika / earthlink

Ich bin die Veronika und mache den Bundesfreiwilligendienst bei Eartlink e.V.. Die Gesellschaft kann nur vorwärts kommen wenn sie aufgeklärt wird!

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