Bis 2025 sollen alle Formen der Kinderarbeit beseitigt sein

Bild: © n.v. - Wikimedia Commons

Das Ziel, den schlimmsten Formen der Kinderarbeit bis 2016 ein Ende zu setzen, wird voraussichtlich scheitern. Denn von ehemals 171 Millionen Kindern, die sich im Jahre 2000 in riskanten Arbeitsverhältnissen befanden, sind immer noch 85 Millionen Opfer ausbeuterischer Bedingungen.

Die ILO hat aber auch positives zu verzeichnen. Wie aktuelle Berichte zeigen, ist weltweit die Kinderarbeit um ein Drittel geschrumpft: von 246 Millionen auf 168 Millionen Kinderarbeiter. Dennoch sind diese hohen Zahlen an sich natürlich erschreckend. Fast jedes zehnte Kind muss arbeiten, um die Familie zu ernähren, um aus der extremen Armut zu entkommen und dem Hunger zu entfliehen.1)

Die Vereinten Nationen haben in diesem Jahr einen Bericht erarbeitet, der unter anderem die komplette Beseitigung von Kinderarbeit bis 2025 beinhaltet. Dieses und viele weitere Ziele – 17 an der Zahl – sind im Bericht „Sustainable Development Goals“ – kurz SGDs – zusammengefasst. Pünktlich zur 70-Jahres-Feier der Vereinten Nationen in New York sind die Ziele Anfang August veröffentlicht worden.

Um die Ziele zu realisieren, hat die UNO ihre Organe, die sämtliche Aufgabenbereiche abdecken. Angefangen von der Friedenssicherung durch den UN-Sicherheitsrat bis zur Schaffung von Schulen (UNICEF) und der Versorgung mit sauberem Trinkwasser, Sanitäranlagen, Toiletten etc. (UN-Water). Natürlich stehen die Vereinten Nationen auch in enger Kollaboration mit multinationalen Unternehmen und Regierungen, um Friedensprozesse voran zu treiben und entwicklungspolitische Projekte zu unterstützen.

Das achte Ziel der insgesamt 17 Ziele lautet, dass ein stetiges und nachhaltiges wirtschaftliches Wachstum und Vollbeschäftigung erreicht werden soll. Dieses Ziel soll zum Beispiel realisiert werden, indem die UN in die politischen Entscheidungen des Staates eingreift, sie Staaten berät, ihre Rohstoffe nicht ans Ausland zu verkaufen, sondern damit eine Industrie im eigenen Land aufzuziehen. Arbeitsplätze entstehen, die Wirtschaft wächst und somit der allgemeine Wohlstand. Kinder von nun besser verdienenden Familien, müssen nicht länger arbeiten, sondern können das Bildungsangebot wahr nehmen.2)

Die Idee ist es, den Kindern eine bessere Zukunft zu ermöglichen. Anstatt zu arbeiten, sollen sie in die Schule gehen, sollen lernen, sich bilden, eine gute Ausbildung genießen, einen Beruf finden – um schlussendlich den Kreislauf der Armut zu durchbrechen.

Kinder, die in jungen Jahren schon arbeiten mussten, sind später sehr viel anfälliger, ihre eigenen Kinder auch zur Arbeit zu schicken. Die Armut und der Kampf ums Überleben zwingt sie dazu. Auch fehlende Bildung ist ein Grund, warum dieser Kreislauf bestehen bleibt.

Das Ziel, Kinderarbeit bis 2025 komplett zu beseitigen, ist sehr ambitioniert.

 

  1. ILO: ILO says global number of child labourers down by a thrid since 2000 – aufgerufen am 22.09ö2015 []
  2. UN: Transforming our world: the 2030 Agenda for Sustainable Development – aufgerufen am 22.09.2015 []
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