Aldi

Unternehmenspolitik gegen Kinderarbeit
Kontrollen der Produktionsstätten
Vorwürfe bzgl. Kinderarbeit
Für "Aktiv gegen Kinderarbeit" relevante Produkte oder Vorprodukte:
Ananas - Bananen - Baumwolle - Baumwollsaatgut - Fisch - Gewürze - Kaffee - Kakao - Orangen - Reis - Shrimps - Tabak - Tee - Zucker - Salz - Textilien -
Branchenzuordnung: Lebensmittel - Waren- und Handelshäuser -

Produktionsorte

Woher kommen die Produkte, Vorprodukte oder Rohstoffe bzw. wo wird produziert?

  • International tätige Unternehmensgruppe.1) ALDI macht dazu keine Angabe.

Unternehmenspolitik

Wie ist die allgemeine Unternehmenspolitik bezüglich Kinderarbeit?

  • ALDI hat sich im Laufe des Jahres 2007 dazu entschieden, soziale und ökologische Standards in das unternehmerische Handeln dauerhaft zu implementieren und erklärte somit den Beitritt in die BSCI (Business Social Compliance Initiative). Das heißt, dass ALDI als Mitglied des BSCI unter anderem das Verbot von Kinderarbeit und Zwangsarbeit einhält.3)
  • ALDI wird seine Lieferanten aus den Bereichen Textilien, Schuhe und Spielzeug als neue Mitglieder in die BSCI einbringen.3)

Kontrollen

Wie wird die Einhaltung der Unternehmenspolitik oder Richtlinien kontrolliert?

  • Die Umsetzung des BSCI – Kodexes, der auf den ILO-Konventionen und dem Sozialstandard SA8000 basiert, wird von externen Unternehmen überprüft.3)

Vorwürfe

Gibt es Vorwürfe zu Kinderarbeit?

  • in China sollen Zulieferer von ALDI Kinder beschäftigt haben4)
  • Ebenso sollen in Indonesien illegal Jugendliche zwischen 15 und 18 Jahren beschäftigt worden sein5)
  • Im ÖKO-TEST-Ratgeber „Essen und Trinken 2013“ werden verschiedene Schokoladen darauf getestet, wie fair sie produziert werden. ÖKO-TEST bewertet eine Schokolade von Moser Roth (Aldi) mit „unfair“. Laut ÖKO-TEST bemüht sich das Unternehmen nicht missbräuchliche Kinderarbeit zu verhindern.6)

Reaktionen

Wie reagierte oder reagiert das Unternehmen auf Vorwürfe?

  • Vergleiche hierfür Punkt 7 in der Publikation von Südwind (2007); S. 73-75: Stellungnahme von ALDI und Kommentar von Südwind

Soziales Engagement

Engagiert sich das Unternehmen herausragend um ausbeuterischer Kinderarbeit entgegen zu wirken?

  • Es liegen uns hierzu keine aussagekräftigen Informationen vor.

Bemerkenswertes

Gibt es Erwähnenswertes (positiv oder negativ) über das Thema „ausbeuterische Kinderarbeit“ hinaus in Bezug auf die Arbeits- und Produktionsbedingungen?

  • Laut einer Südwind-Studie von 20097) wurden bei Aldi-Zulieferern aus China folgende Verstöße festgestellt: Arbeitszeiten von bis zu 91 Stunden die Woche, Verweigerungen schriftlicher Arbeitsverträge für die Beschäftigten und  fehlende Mutterschutzbestimmungen, Verhängung von Geldstrafen und fehlende Zahlung von Sozialversicherungsbeiträgen.

Links und Quellen

  1. Mitteilung von ALDI an EarthLink vom 19.11.2008 []
  2. vgl. Studie von Südwind 2007: All die Textilschnäppchen – nur recht und billig? []
  3. Mitteilung von ALDI an EarthLink vom 19.11.2008 [] [] []
  4. vgl. Südwind-Studie (2007) – S. 33 ff; Fallbeispiel 1: Arbeitsbedingungen in chinesischen Zulieferfabriken von ALDI []
  5. vgl. Südwind-Studie (2007) – S. 60 ff; Fallbeispiel 2: Arbeitsbedingungen in Zulieferfabriken der deutschen Firma Huber – eines ALDI Lieferanten in Indonesien []
  6. ÖKO-TEST-Zeitschrift „Ratgeber Essen und Trinken 2013“ – Genuss und Verdruss, S. 104/105 []
  7. Studie von Südwind 2009: Arbeits- und Frauenrechte im Discounter-Geschäft. Aldi Aktionswaren aus China, S. 25 []

Bedeutung der Farbpunkte

Unternehmenspolitik gegen Kinderarbeit

Firma hat Verhaltenskodex, der sich eindeutig gegen Kinderarbeit auch bei Lieferanten ausspricht, bzw. produziert ausschließlich unter Bedingungen, die Kinderarbeit strukturell ausschliessen.

Firma spricht sich gegen Kinderarbeit aus, hat aber keinen Verhaltenskodex oder ähnliches.

Firma hat weder Verhaltenskodex noch liegen uns andere Aussagen vor, in denen sie sich gegen Kinderarbeit ausspricht oder sie meint, dass die Problematik sie nicht betrifft (dies wird im Firmen-Detail erläutert).

Kontrollen der Produktionsstätten

Es gibt unabhängige Kontrollen in allen relevanten Produktionsstufen bzw. in allen relevanten Stufen der Lieferkette.

Es gibt nur interne,  nur teilweise (das heißt: nicht in allen relevanten Produktionsstufen bzw. nicht in allen relevanten Stufen der Lieferkette) externe bzw. unabhängige oder zweifelhafte externe Kontrollen.

Es gibt keine Kontrollen bzgl. Kinderarbeit oder die Firma macht dazu keine Angaben.

Vorwürfe bezüglich Kinderarbeit

Es gibt keine konkreten Vorwürfe oder es gab Vorwürfe, die aber glaubhaft widerlegt wurden oder sich nicht erhärteten.

Erhärteten Vorwürfen wurde nachgegangen und ‚positiv‘ reagiert. ‚Positiv‘ = Den betroffenen Kindern wird eine Alternative / Entschädigung geboten.

Es gibt ernstzunehmende Vorwürfe und es wird nicht oder ‚negativ‘ darauf reagiert. ‚Negativ‘ = Es gab nur interne Kontrollen, Vorwürfe wurden abgestritten oder die Geschäftsbeziehungen wurden einfach beendet.

Engagement gegen Kinderarbeit

Firma engagiert sich langfristig und aktiv gegen ausbeuterische Kinderarbeit, d.h. nicht nur mit Geldspenden.

Firma engagiert sich im sozialen Bereich, aber nicht direkt in Bezug auf Kinderarbeit oder lediglich mit Geld- oder Sachspenden.

Kein Farbpunkt: Uns liegen keine Informationen über relevantes soziales Engagement der Firma zur Verhinderung von ausbeuterischer Kinderarbeit vor.

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