Burberry

Unternehmenspolitik gegen Kinderarbeit
Kontrollen der Produktionsstätten
Vorwürfe bzgl. Kinderarbeit
Für "Aktiv gegen Kinderarbeit" relevante Produkte oder Vorprodukte:
Baumwolle - Baumwollsaatgut - Schuhe - Textilien -
Branchenzuordnung: Mode, Bekleidung, Textilien -
Das Unternehmen hat auf unsere Nachfrage an costumerservice@burberry.com am 14.08.2012 noch nicht geantwortet.

Produktionsorte

Woher kommen die Produkte, Vorprodukte oder Rohstoffe bzw. wo wird produziert?

Unternehmenspolitik

Wie ist die allgemeine Unternehmenspolitik bezüglich Kinderarbeit?

  • Burberry hat einen Code of Conduct, der für die gesamte Prduktionskette gilt. Dieser basiert auf dem Base Code der Ethical Trading Initiative (ETI), der Burberry auch als vollwertiges Mitglied angehört, den Menschenrechtskonventionen der Vereinten Nationen und auf den ILO-Konventionen. Hierzu gehört das generelle Verbot der Kinderarbeit. Kinder zwischen 16 und 18 Jahren dürfen keine gefährlichen Arbeiten verrichten, bzw. Nachschichten ableisten3) .

Kontrollen

Wie wird die Einhaltung der Unternehmenspolitik oder Richtlinien kontrolliert?

  • Vor Vertragsabschluss mit neuen Zulieferfirmen wird das Unternehmen (oft unangekündigt) daraufhin überprüft, ob es mit den Prinzipien des Code of Conducts von Burberry übereinstimmt.
  • Interne Kontrollen werden im Folgenden durch das Burberry Ethical Trading Team vorgenommen.
  • Externe Kontrollen werden durch unabhängige NGOs durchgeführt, diese beinhalten unter anderem Interviews mit der Belegschaft4) .
  • In einigen Zulieferbetrieben wurde der Zugang zu Telefonen ermöglicht, die den Arbeitern die Möglichkeit gibt, über eine Hotline Probleme an unabhängige NGOs weiterzugeben. Nach Firmenangaben haben bereits 18.000 Arbeiter weltweit Zugang zu diesen Hotlines5).

Vorwürfe

Gibt es Vorwürfe zu Kinderarbeit?

  • In direktem Bezug auf dieses Unternehmen bzw. diese Marke sind uns keine Vorwürfe zu Kinderarbeit bekannt.
  • Woher genau die Baumwolle in den Produkten des Unternehmens stammt, ist uns nicht bekannt. Ein Großteil der Baumwolle auf dem Weltmarkt stammt aus Indien, Pakistan, Usbekistan und Ägypten. Von hier sind ernsthafte Vorwürfe über ausbeuterische Kinderarbeit im Baumwollanbau und Baumwollernte bekannt geworden.
  • Die Textilien des Unternehmens wurden (womöglich) in asiatischen Ländern wie Indien und Bangladesh oder (womöglich) in südafrikanischen Ländern wie Lesotho oder Swasiland produziert. Aus diesen Ländern wird immer wieder über Kinderarbeit bei der Textilproduktion berichtet.
  • Ob das Unternehmen Produkte aus solchen Produktionsstätten oder Plantagen bezieht oder nicht, hat es uns nicht mitgeteilt. Soweit das Unternehmen keine wirksamen Kontrollen seiner eigenen Produktionsstätten und der seiner Vorlieferanten durchführen lässt, kann Kinderarbeit nicht ausgeschlossen werden.

Reaktionen

Wie reagierte oder reagiert das Unternehmen auf Vorwürfe?

  • Es liegen uns hierzu keine aussagekräftigen Informationen vor.

Soziales Engagement

Engagiert sich das Unternehmen herausragend um ausbeuterischer Kinderarbeit entgegen zu wirken?

  • Es liegen uns hierzu keine aussagekräftigen Informationen vor.

Bemerkenswertes

Gibt es Erwähnenswertes (positiv oder negativ) über das Thema „ausbeuterische Kinderarbeit“ hinaus in Bezug auf die Arbeits- und Produktionsbedingungen?

  • Burberry schloss 2007 einen Standort im walisischen Treorchy und verlagerte die Produktion nach China. Eine Kampagne, der sich mehrere englische Prominente anschlossen, forderte daraufhin von Burberry, nachzuweisen, dass die walisischen Arbeitsplätze nicht durch Kinderarbeit ersetzt werden.6) . Trotz der Proteste wurden die Arbeitsplätze nach China verlagert7) und Burberry verlor auch nicht, wie gefordert, seinen Status als königlicher Hoflieferant.

Links und Quellen

  1. The Guardian – The hypocrisy of Burberry’s ‚Made in Britain‘ appeal (16.Juli 2012, Englisch) []
  2. Burberry submission 2011- Link zum Artikel nicht mehr aufrufbar am 28. 02. 2014 []
  3. Burberry Code of Conduct []
  4. Burberry Ethical trading process []
  5. Burberry Geschäftsbericht 2011 []
  6. BBC news – Burberry royal status under fire []
  7. The Guardian – The hypocrisy of Burberry’s ‚Made in Britain‘ appeal (16. Juli 2012, Englisch []

Bedeutung der Farbpunkte

Unternehmenspolitik gegen Kinderarbeit

Firma hat Verhaltenskodex, der sich eindeutig gegen Kinderarbeit auch bei Lieferanten ausspricht, bzw. produziert ausschließlich unter Bedingungen, die Kinderarbeit strukturell ausschliessen.

Firma spricht sich gegen Kinderarbeit aus, hat aber keinen Verhaltenskodex oder ähnliches.

Firma hat weder Verhaltenskodex noch liegen uns andere Aussagen vor, in denen sie sich gegen Kinderarbeit ausspricht oder sie meint, dass die Problematik sie nicht betrifft (dies wird im Firmen-Detail erläutert).

Kontrollen der Produktionsstätten

Es gibt unabhängige Kontrollen in allen relevanten Produktionsstufen bzw. in allen relevanten Stufen der Lieferkette.

Es gibt nur interne,  nur teilweise (das heißt: nicht in allen relevanten Produktionsstufen bzw. nicht in allen relevanten Stufen der Lieferkette) externe bzw. unabhängige oder zweifelhafte externe Kontrollen.

Es gibt keine Kontrollen bzgl. Kinderarbeit oder die Firma macht dazu keine Angaben.

Vorwürfe bezüglich Kinderarbeit

Es gibt keine konkreten Vorwürfe oder es gab Vorwürfe, die aber glaubhaft widerlegt wurden oder sich nicht erhärteten.

Erhärteten Vorwürfen wurde nachgegangen und ‚positiv‘ reagiert. ‚Positiv‘ = Den betroffenen Kindern wird eine Alternative / Entschädigung geboten.

Es gibt ernstzunehmende Vorwürfe und es wird nicht oder ‚negativ‘ darauf reagiert. ‚Negativ‘ = Es gab nur interne Kontrollen, Vorwürfe wurden abgestritten oder die Geschäftsbeziehungen wurden einfach beendet.

Engagement gegen Kinderarbeit

Firma engagiert sich langfristig und aktiv gegen ausbeuterische Kinderarbeit, d.h. nicht nur mit Geldspenden.

Firma engagiert sich im sozialen Bereich, aber nicht direkt in Bezug auf Kinderarbeit oder lediglich mit Geld- oder Sachspenden.

Kein Farbpunkt: Uns liegen keine Informationen über relevantes soziales Engagement der Firma zur Verhinderung von ausbeuterischer Kinderarbeit vor.

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