Charles Vögele AG

Unternehmenspolitik gegen Kinderarbeit
Kontrollen der Produktionsstätten
Vorwürfe bzgl. Kinderarbeit
Für "Aktiv gegen Kinderarbeit" relevante Produkte oder Vorprodukte:
Baumwolle - Textilien -
Branchenzuordnung: Mode, Bekleidung, Textilien -

Produktionsorte

Woher kommen die Produkte, Vorprodukte oder Rohstoffe bzw. wo wird produziert?

Unternehmenspolitik

Wie ist die allgemeine Unternehmenspolitik bezüglich Kinderarbeit?

  • Das Unternehmen spricht sich gegen Kinderarbeit aus,4) hat unserem Kenntnisstand nach jedoch keinen eigenen Code of Conduct.
  • Die Charles Vögele Gruppe war 2004 Gründungsmitglied der Business and Social Compliance Initiative (BSCI).5) Deren Verhaltenskodex beinhaltet unter anderem das Verbot von Kinderarbeit nach Kriterien der entsprechenden ILO-Konventionen, der universellen Menschenrechtsdeklarationen der UN, der UN-Kinderrechtskonvention sowie dem UN Global Compact und den OECD-Richtlinien.  Diese Richtlinien sind fester Bestandteil aller Lieferantenverträge.6)4)

Kontrollen

Wie wird die Einhaltung der Unternehmenspolitik oder Richtlinien kontrolliert?

  • Eigenen Angaben zufolge führen eigene Factory Auditors regelmäßige Kontrollen bei den Lieferanten vor Ort durch.4)
  • Eine Mitgliedschaft bei der BSCI gibt vor, alle drei Jahre eine Kontrolle durchzuführen, bei der die Betriebsstätten besichtigt, die Unterlagen der Produzenten eingesehen und Interviews mit einigen Arbeitern geführt werden7). Die Kontrollen werden von unabhängigen, SAI zertifizierten Unternehmen durchgeführt. Die Lieferanten werden mit »good«, »improvement needed« und »critical« bewertet. Bei letzteren beiden werden Maßnahmen in die Wege geleitet, um die Standards zu erhöhen. Innerhalb eines Jahres findet dann eine erneute Kontrolle statt.6)
  • Laut Angaben der Erklärung von Bern wird lange nicht so gründlich kontrolliert, wie es der Fall sein sollte. So seien 2009 nur rund 10% der Lieferanten kontrolliert worden, nur 2% seien SA8000 zertifiziert.8)

Vorwürfe

Gibt es Vorwürfe zu Kinderarbeit?

  • Im Jahr 2000 wurde Charles Vögele beschuldigt, in Kinderarbeit in Indien involviert gewesen zu sein.9)
  • 2013 kam erneut Kritik an dem Unternehmen auf, da es Kleidung bei dem Zwischenhändler Rayontex in Bangladesh bestellte, bei dessen Zulieferern Kinderarbeit entdeckt wurde. An die Öffentlichkeit gelangten die Fälle nur, da eine andere Schweizer Firma die Zulieferer von der Fair Wear Foundation kontrollieren ließ. Bei drei Firmen mit rund 2800 Mitarbeitern wurden 49 Kinder unter 16 Jahren entdeckt.9)

Reaktionen

Wie reagierte oder reagiert das Unternehmen auf Vorwürfe?

  • Auf die Vorfälle im Jahr 2000 hat das Unternehmen laut eigenen Angaben umgehend reagiert, indem es die BSCI mitinitiiert hat.9)
  • Nach den Vorwürfen 2013 wurde eigenen Angaben zufolge „die Zusammenarbeit mit dem betreffenden Lieferanten mit sofortiger Wirkung beendet. Das interne Kontrollsystem wurde verschärft, eigene Spezialisten führen regelmässige Kontrollen bei Lieferanten durch.“4)

Soziales Engagement

Engagiert sich das Unternehmen herausragend um ausbeuterischer Kinderarbeit entgegen zu wirken?

  • Es liegen uns hierzu keine aussagekräftigen Informationen vor.

Bemerkenswertes

Gibt es Erwähnenswertes (positiv oder negativ) über das Thema „ausbeuterische Kinderarbeit“ hinaus in Bezug auf die Arbeits- und Produktionsbedingungen?

  • Charles Vögele unterstützt die Stiftung Zuversicht für Kinder, die sich für in Not geratene Kinder einsetzt. Das Hauptprojekt der Stiftung befindet sich in der zentralasiatischen Republik Kirgistan, wo sie ein eigenes medizinisches Projekt zur Behandlung von Kindern mit Lippen-Kiefer-Gaumenspalte aufgebaut hat.4)
  1. Clean Clothes: Firmenprofil – Charles Vögele Trading AG []
  2. Charles Vögele Website: Nachhaltigkeit – Ökologische Leistung; Aufgerufen am 05.03.2014 []
  3. E-Mail des Unternehmens an earthlink vom 13 Jun 2014 []
  4. E-Mail des Unternehmens an earthlink vom 13 Jun 2014 [] [] [] [] []
  5. BSCI Website: About BSCI – Participants – Participating companies; Aufgerufen am 11.03.2014 Link nicht verfügbar []
  6. Charles Vögele Website: Nachhaltigkeit – BSCI; Aufgerufen am 05.03.2014 [] []
  7. BSCI Website: Monitoring; Aufgerufen am 16.02.17 []
  8. Erklärung von Bern, 15.10.2010: 2010 Firmenbewertung – Firmen A-Z – Charles Vögele AG – Seite nicht mehr aufrufbar []
  9. Schweizer Radio und Fernsehen, 05.09.2013: Kinderarbeit für Schweizer Ladenketten; Aufgerufen am 06.03.2014 [] [] []

Bedeutung der Farbpunkte

Unternehmenspolitik gegen Kinderarbeit

Firma hat Verhaltenskodex, der sich eindeutig gegen Kinderarbeit auch bei Lieferanten ausspricht, bzw. produziert ausschließlich unter Bedingungen, die Kinderarbeit strukturell ausschliessen.

Firma spricht sich gegen Kinderarbeit aus, hat aber keinen Verhaltenskodex oder ähnliches.

Firma hat weder Verhaltenskodex noch liegen uns andere Aussagen vor, in denen sie sich gegen Kinderarbeit ausspricht oder sie meint, dass die Problematik sie nicht betrifft (dies wird im Firmen-Detail erläutert).

Kontrollen der Produktionsstätten

Es gibt unabhängige Kontrollen in allen relevanten Produktionsstufen bzw. in allen relevanten Stufen der Lieferkette.

Es gibt nur interne,  nur teilweise (das heißt: nicht in allen relevanten Produktionsstufen bzw. nicht in allen relevanten Stufen der Lieferkette) externe bzw. unabhängige oder zweifelhafte externe Kontrollen.

Es gibt keine Kontrollen bzgl. Kinderarbeit oder die Firma macht dazu keine Angaben.

Vorwürfe bezüglich Kinderarbeit

Es gibt keine konkreten Vorwürfe oder es gab Vorwürfe, die aber glaubhaft widerlegt wurden oder sich nicht erhärteten.

Erhärteten Vorwürfen wurde nachgegangen und ‚positiv‘ reagiert. ‚Positiv‘ = Den betroffenen Kindern wird eine Alternative / Entschädigung geboten.

Es gibt ernstzunehmende Vorwürfe und es wird nicht oder ‚negativ‘ darauf reagiert. ‚Negativ‘ = Es gab nur interne Kontrollen, Vorwürfe wurden abgestritten oder die Geschäftsbeziehungen wurden einfach beendet.

Engagement gegen Kinderarbeit

Firma engagiert sich langfristig und aktiv gegen ausbeuterische Kinderarbeit, d.h. nicht nur mit Geldspenden.

Firma engagiert sich im sozialen Bereich, aber nicht direkt in Bezug auf Kinderarbeit oder lediglich mit Geld- oder Sachspenden.

Kein Farbpunkt: Uns liegen keine Informationen über relevantes soziales Engagement der Firma zur Verhinderung von ausbeuterischer Kinderarbeit vor.

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