Chicorée Mode AG

Unternehmenspolitik gegen Kinderarbeit
Kontrollen der Produktionsstätten
Vorwürfe bzgl. Kinderarbeit
Für "Aktiv gegen Kinderarbeit" relevante Produkte oder Vorprodukte:
Baumwolle - Textilien -
Branchenzuordnung: Mode, Bekleidung, Textilien -

Produktionsorte

Woher kommen die Produkte, Vorprodukte oder Rohstoffe bzw. wo wird produziert?

  • Das Unternehmen kauft den Großteil seiner Kollektionen in Asien und Europa ein.1)2)

Unternehmenspolitik

Wie ist die allgemeine Unternehmenspolitik bezüglich Kinderarbeit?

  • Das Unternehmen hat einen eigenen Verhaltenskodex, in dem es sich gegen Kinderarbeit ausspricht. Der Kodex gilt für alle Lieferanten und Geschäftspartner des Unternehmens.Die Arbeitnehmer müssen dem Kodex nach mindestens 15 Jahre alt sein. Sollte die Gesetzgebung des jeweiligen Produktionslandes ein höheres Mindestalter vorsehen, so ist dies einzuhalten. „In einigen Ausnahmefällen von Entwicklungsländern gilt das Mindestalter von 14 Jahren.“3)4)

Kontrollen

Wie wird die Einhaltung der Unternehmenspolitik oder Richtlinien kontrolliert?

  • In seinem Verhaltenskodex schreibt das Unternehmen, dass es erwartet, „dass alle Lieferanten und Geschäftspartner die erwähnten Standards im Verhaltenskodex einhalten und sich um deren stetige Kontrolle bemühen.“5)
  • Chicorée besucht seine Lieferanten in regelmässigen Abständen mehrmals jährlich und führt Kontrollen direkt vor Ort durch. Bei Feststellen von Missbräuchen oder Nichteinhalten der Unternehmensrichtlinien in Kontrollen wird die Zusammenarbeit unverzüglich beendet. Zusätzlich werden bei den Lieferanten Kontrollen im Rahmen der BSCI und Fair Wear Foundation-Auditierungen durchgeführt.4)

Vorwürfe

Gibt es Vorwürfe zu Kinderarbeit?

  • Woher genau die Baumwolle in den Produkten des Unternehmens stammt, ist uns nicht bekannt. Ein Großteil der Baumwolle auf dem Weltmarkt stammt aus Indien, Pakistan, Usbekistan und Ägypten. Von hier sind ernsthafte Vorwürfe über ausbeuterische Kinderarbeit im Baumwollanbau und Baumwollernte bekannt geworden.
  • Laut eines TV-Berichtes von 2013 wurden in Bangladesh Fälle von Kinderarbeit entdeckt, in die mehrere Schweizer Firmen verstrickt gewesen sein sollen, darunter auch die Chicorée Mode AG. An die Öffentlichkeit gelangten die Fälle, da eine andere Schweizer Firma die Zulieferer von Fairwear kontrollieren ließ. Bei drei Firmen mit rund 2800 Mitarbeitern wurden 49 Kinder unter 16 Jahren entdeckt.6)

Reaktionen

Wie reagierte oder reagiert das Unternehmen auf Vorwürfe?

  • Als Antwort auf den Vorwurf bzgl. Rayontex hat Chicorée sämtliche Vergabe von Aufträgen an Drittfirmen mittels Subcontracting über den Zulieferanten umgehend untersagt.2)

Soziales Engagement

Engagiert sich das Unternehmen herausragend um ausbeuterischer Kinderarbeit entgegen zu wirken?

  • Chicorée engagiert sich in der „Phuket has been good to us Foundation“. Das Projekt setzt sich für bessere Ausbildungsmöglichkeiten und den Zugang zu Englischunterricht für Kinder ein. An zwei öffentlichen Schulen können die Kinder Englisch lernen, darunter auch Waisen und Kinder ohne ausreichende elterliche Betreuung.7)

Bemerkenswertes

Gibt es Erwähnenswertes (positiv oder negativ) über das Thema „ausbeuterische Kinderarbeit“ hinaus in Bezug auf die Arbeits- und Produktionsbedingungen?

  • Es liegen uns hierzu keine aussagekräftigen Informationen vor.

Stand: 24. März 2014

Links und Quellen

  1. Chicorée Website: Company – About; Aufgerufen am 10.03.2014 []
  2. E-Mail-Korrespondenz mit Chicorée, März 2014 [] []
  3. Chicorée.ch: Code of Conduct; Aufgerufen am 27.08.2015 []
  4. E-Mail-Korrespondenz mit Chicorée, März 2014 [] []
  5.   Chicorée.ch: Code of Conduct; Aufgerufen am 27.08.2015 []
  6. Schweizer Radio und Fernsehen, 05.09.2013: Kinderarbeit für Schweizer Ladenketten; Aufgerufen am 06.03.2014 []
  7. Chicorée Website: Company – Verantwortung; Aufgerufen am 10.03.2014 []

Bedeutung der Farbpunkte

Unternehmenspolitik gegen Kinderarbeit

Firma hat Verhaltenskodex, der sich eindeutig gegen Kinderarbeit auch bei Lieferanten ausspricht, bzw. produziert ausschließlich unter Bedingungen, die Kinderarbeit strukturell ausschliessen.

Firma spricht sich gegen Kinderarbeit aus, hat aber keinen Verhaltenskodex oder ähnliches.

Firma hat weder Verhaltenskodex noch liegen uns andere Aussagen vor, in denen sie sich gegen Kinderarbeit ausspricht oder sie meint, dass die Problematik sie nicht betrifft (dies wird im Firmen-Detail erläutert).

Kontrollen der Produktionsstätten

Es gibt unabhängige Kontrollen in allen relevanten Produktionsstufen bzw. in allen relevanten Stufen der Lieferkette.

Es gibt nur interne,  nur teilweise (das heißt: nicht in allen relevanten Produktionsstufen bzw. nicht in allen relevanten Stufen der Lieferkette) externe bzw. unabhängige oder zweifelhafte externe Kontrollen.

Es gibt keine Kontrollen bzgl. Kinderarbeit oder die Firma macht dazu keine Angaben.

Vorwürfe bezüglich Kinderarbeit

Es gibt keine konkreten Vorwürfe oder es gab Vorwürfe, die aber glaubhaft widerlegt wurden oder sich nicht erhärteten.

Erhärteten Vorwürfen wurde nachgegangen und ‚positiv‘ reagiert. ‚Positiv‘ = Den betroffenen Kindern wird eine Alternative / Entschädigung geboten.

Es gibt ernstzunehmende Vorwürfe und es wird nicht oder ‚negativ‘ darauf reagiert. ‚Negativ‘ = Es gab nur interne Kontrollen, Vorwürfe wurden abgestritten oder die Geschäftsbeziehungen wurden einfach beendet.

Engagement gegen Kinderarbeit

Firma engagiert sich langfristig und aktiv gegen ausbeuterische Kinderarbeit, d.h. nicht nur mit Geldspenden.

Firma engagiert sich im sozialen Bereich, aber nicht direkt in Bezug auf Kinderarbeit oder lediglich mit Geld- oder Sachspenden.

Kein Farbpunkt: Uns liegen keine Informationen über relevantes soziales Engagement der Firma zur Verhinderung von ausbeuterischer Kinderarbeit vor.

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