Faber-Castell

Unternehmenspolitik gegen Kinderarbeit
Kontrollen der Produktionsstätten
Vorwürfe bzgl. Kinderarbeit
Für "Aktiv gegen Kinderarbeit" relevante Produkte oder Vorprodukte:
Branchenzuordnung: Sonstiges -

Produktionsorte

Woher kommen die Produkte, Vorprodukte oder Rohstoffe bzw. wo wird produziert?

  • Das international arbeitende Unternehmen Faber-Castell beschäftigt 7000 Angestellte in 23 Vertriebsgesellschaften und 14 unternehmenseigenen Fertigungsstätten.1)

Unternehmenspolitik

Wie ist die allgemeine Unternehmenspolitik bezüglich Kinderarbeit?

  • Der Vorstandsvorsitzende Anton Wolfgang Graf von Faber-Castell unterzeichnete 2000 gemeinsam mit der Industriegewerkschaft Metall eine weltweit gültige „Sozialcharta“. Das Unternehmen verpflichtet sich damit freiwillig, den Arbeitnehmern in allen Produktionsstätten die Beschäftigungs- und Arbeitsbedingungen zu gewährleisten, wie sie von der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) empfohlen werden. Das bedeutet auch ein Verbot von Kinderarbeit in allen Betrieben weltweit.3)
  • Außerdem ist es das erklärte Ziel der Firma langfristig nur mit Lieferanten zusammenzuarbeiten, die die Inhalte der Sozialcharta und die Anforderungen der ILO als bindend akzeptieren.

Kontrollen

Wie wird die Einhaltung der Unternehmenspolitik oder Richtlinien kontrolliert?

  • Die Überwachung der sozialen Standards in den Werken erfolgt über ein dreistufiges Kontrollsystem.
  • Zuerst wird von allen Werken eine Selbstauskunft verlangt. In einem zeweiten Schritt wird die Einhaltung durch firmeninterne Audits überprüft. Ein externes Monitoringteam, an dem unter anderem IG Metall, BWI und Gewerkschaftsvertreter der jeweiligen Produktionsstätten beteiligt sind, prüfen darüber hinaus alle zwei Jahre die Einhaltung der Charta und empfielt Strategien zur Verbesserung der Arbeitsbedingungen4)
  • Auf lange Frist soll ein ähnliches Kontrollsystem auch für Zuliefererbertiebe eingeführt werden. Aktuell erfolgt eine Kontrolle hier lediglich über eine freiwillige Selbstauskunft der Lieferanten.4)

Vorwürfe

Gibt es Vorwürfe zu Kinderarbeit?

  • In direktem Bezug auf dieses Unternehmen bzw. diese Marke sind uns keine Vorwürfe zu Kinderarbeit bekannt.

Reaktionen

Wie reagierte oder reagiert das Unternehmen auf Vorwürfe?

Soziales Engagement

Engagiert sich das Unternehmen herausragend um ausbeuterischer Kinderarbeit entgegen zu wirken?

  • Faber-Castell fördert durch interne und externe Schulungen die Weiterbildung seiner Mitarbeiter. In Projekten in Brasilien werden so beispielsweise Alphabetisierungs-, Sprach- und EDV-Kurse angeboten.4)
  • Im Zuge des Programa Voluntários unterstützen Faber-Mitarbeiter karitative Aktionen in Gemeinden inder Umgebung der Werke, häufig handelt es sich um den Aufbau von Schulen.4)
  • Die von 2001 gegründete Graf von Faber Children’s Fund Fundation unterstützt weltweit den Bau von Kindergärten, Schulen, Kinderkrankenhäusern und Waisenhäusern. Besonderer Schwerpunkt der Bemühungen liegt dabei auf Indonesien, Indien, Peru und Brasilien.5)
  • Seit seinem 242-jährigen Bestehen engagiert sich das Unternehmen in besonderer Weise für Mitarbeiter, Gemeinden und für die Umwelt. Faber-Castell ist als eines der ersten deutschen mittelständischen Unternehmen dem „Global Compact“ der Vereinten Nationen beigetreten. So nimmt Faber-Castell die sozialen, wirtschaftlichen und ökologischen Herausforderungen an, die die Globalisierung an das Unternehmen stellt.6)
  • Auf Grund des vorbildlichen Engagements wurde Graf von Faber-Castell 2007 mit dem Deutschen Fairness Preis ausgezeichnet.7) Desweiteren wurde Faber-Castell in den letzen vier Jahren in Folge für den Mittelstandspreis für die erfolgreiche Sicherung von Arbeitsplätzen und die Positionierung einer Qualitätsmarke in Deutschland ausgezeichnet.8) Des Weiteren wurde das Unternehmen 2004 für seine nachhaltigkeitsorientierte Unternehmensführung mit dem Preis für Unternehmensethik und dem Sonderpreis „Global vernetzt – lokal aktiv“ des BMZ gewürdigt.9)
  • Die internationale Initiative für nachhaltige Waldbewirtschaftung („Forest Stewardship Council“) verlieh das Umweltsiegel für „umweltgerechte, sozial verträgliche und nachhaltige Waldbewirtschaftung“ an Faber-Castell. Um die natürlichen Ressourcen zu schonen, wurde ein eigenes Holzversorgungsprogramm ins Leben gerufen. So werden jedes Jahr neue Setzlinge auf einer Plantage in Brasilien gepflanzt, um den Bedarf zu decken. Das Holz der ca. 10.000 Hektar großen Pinienplantagen ist der Rohstoff für jährlich 1,8 Milliarden Stifte.10)

Quellen

  1. Faber-Castell []
  2. Faber-Castell []
  3. Faber-Castell – Sozialcharta []
  4. Nachhaltigkeitsbericht 2011 [] [] [] []
  5. Children’s Fund Fondation []
  6. Faber-Castell – globale Verantwortung []
  7. Fairness-Stiftung []
  8. Mittelstandspreis []
  9. Eine Welt Nachrichten []
  10. Faber-Castell – globale Verantwortung []

Bedeutung der Farbpunkte

Unternehmenspolitik gegen Kinderarbeit

Firma hat Verhaltenskodex, der sich eindeutig gegen Kinderarbeit auch bei Lieferanten ausspricht, bzw. produziert ausschließlich unter Bedingungen, die Kinderarbeit strukturell ausschliessen.

Firma spricht sich gegen Kinderarbeit aus, hat aber keinen Verhaltenskodex oder ähnliches.

Firma hat weder Verhaltenskodex noch liegen uns andere Aussagen vor, in denen sie sich gegen Kinderarbeit ausspricht oder sie meint, dass die Problematik sie nicht betrifft (dies wird im Firmen-Detail erläutert).

Kontrollen der Produktionsstätten

Es gibt unabhängige Kontrollen in allen relevanten Produktionsstufen bzw. in allen relevanten Stufen der Lieferkette.

Es gibt nur interne,  nur teilweise (das heißt: nicht in allen relevanten Produktionsstufen bzw. nicht in allen relevanten Stufen der Lieferkette) externe bzw. unabhängige oder zweifelhafte externe Kontrollen.

Es gibt keine Kontrollen bzgl. Kinderarbeit oder die Firma macht dazu keine Angaben.

Vorwürfe bezüglich Kinderarbeit

Es gibt keine konkreten Vorwürfe oder es gab Vorwürfe, die aber glaubhaft widerlegt wurden oder sich nicht erhärteten.

Erhärteten Vorwürfen wurde nachgegangen und ‚positiv‘ reagiert. ‚Positiv‘ = Den betroffenen Kindern wird eine Alternative / Entschädigung geboten.

Es gibt ernstzunehmende Vorwürfe und es wird nicht oder ‚negativ‘ darauf reagiert. ‚Negativ‘ = Es gab nur interne Kontrollen, Vorwürfe wurden abgestritten oder die Geschäftsbeziehungen wurden einfach beendet.

Engagement gegen Kinderarbeit

Firma engagiert sich langfristig und aktiv gegen ausbeuterische Kinderarbeit, d.h. nicht nur mit Geldspenden.

Firma engagiert sich im sozialen Bereich, aber nicht direkt in Bezug auf Kinderarbeit oder lediglich mit Geld- oder Sachspenden.

Kein Farbpunkt: Uns liegen keine Informationen über relevantes soziales Engagement der Firma zur Verhinderung von ausbeuterischer Kinderarbeit vor.

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