Hasbro

Unternehmenspolitik gegen Kinderarbeit
Kontrollen der Produktionsstätten
Vorwürfe bzgl. Kinderarbeit
Für "Aktiv gegen Kinderarbeit" relevante Produkte oder Vorprodukte:
Spielzeug -
Branchenzuordnung: Spielwaren -

Produktionsorte

Woher kommen die Produkte, Vorprodukte oder Rohstoffe bzw. wo wird produziert?

  • Hasbro unterhält zwei eigene Produktionsstätten in den USA und in Irland. Die restlichen Produkte kommen von nicht firmeneigenen Fabriken in Asien (u.a. Guangdong Province: China). Deren Namen und Adressen werden geheimgehalten, wie es heißt aus „wettbewerbstechnischen“ Gründen.

Unternehmenspolitik

Wie ist die allgemeine Unternehmenspolitik bezüglich Kinderarbeit?

  • Hasbro ist Mitglied im International Council of Toy Industries.
  • Vor 15 Jahren wurden die Hasbro Global Business Ethik Principles konzipiert, die auf ILO-Normen basieren. Demnach ist Kinderarbeit verboten. Es dürfen keine Arbeiter beschäftigt werden, die jünger als 16 Jahre alt sind. Auch die Zuliefererfirmen müssen sich zu diesen Grundsetzten verpflichten.1)

Kontrollen

Wie wird die Einhaltung der Unternehmenspolitik oder Richtlinien kontrolliert?

  • Hasbro schreibt auf seiner Webseite, dass die Arbeitsbedingungen in den asiatischen Fabriken seit Anfang der 1990er Jahre regelmäßig von einer unabhängigen Firma kontrolliert werden. Welche Firma dies jedoch ist, wird nicht veröffentlicht. Hasbro gibt zu, dass es „Probleme“ besonders mit fehlerhafter Buchführung in den asiatischen Fabriken gebe, wodurch es schwierig sei, die tatsächlichen Arbeitsstunden und angemessene Löhne zu bestimmen. Gleichzeitig hätten viele Fabriken Schwierigkeiten, die strengen Gesundheits- und Sicherheitsbestimmungen umzusetzen. Falls bei Kontrollen Verstöße gegen die Prinzipien des Konzerns festgestellt würden, werden Maßnahmen zur Verbesserung beraten. Dabei sollen die Arbeiter möglichst wenig Nachteil haben. Nur wenn eine Fabrik definitiv die Bestimmungen nicht einhalten kann oder will, wird der Vertrag gekündigt.
  • Das österreichische Testmagazin „Konsument“ führt regelmäßige Ethiktests verschiedener Produkte durch. Im Winter 2004 wurde unter anderem Hasbro genauer betrachtet. Der Verein für Konsumenteninformation kam zu dem Ergebnis, dass die gesellschaftliche Verantwortung des Unternehmens nicht immer ganz den Versprechungen in ihrem eigenen Verhaltenskodices und dem Kodex der ICTI entspricht. Die Arbeitsbedingungen in allen Betrieben seien schlecht Auch zeigte das Unternehmen großen Widerwillen gegenüber den Besichtigungen der Betriebsstätten. Jedoch gab es keine Anhaltspunkte für Kinderarbeit.2)

Vorwürfe

Gibt es Vorwürfe zu Kinderarbeit?

  • Im Juli 2008 erhob das National Labor Committee Vorwürfe gegen die von Hasbro international vertriebene Marke K’nex. Chinesische Minderjährige sollen in einer chinesichen Fabrik unter menschenunwürdigen Umständen Spielzeug montiert haben. Sie sollen aus einer südchinesischen Provinz in die Millionenstadt Shenzhen geschmuggelt worden sein.3)

Reaktionen

Wie reagierte oder reagiert das Unternehmen auf Vorwürfe?

  • Die Erwähnung des Markennamen Hasbro auf der Rückseite der Spielzeugverpackungen sei ein normaler Aufdruck auf allen hergestellten Artikeln. Hasbro würde diese speziellen Artikel nicht vertreiben, so ein Pressesprecher der Firma.3)

Soziales Engagement

Engagiert sich das Unternehmen herausragend um ausbeuterischer Kinderarbeit entgegen zu wirken?

  • Es liegen uns hierzu keine aussagekräftigen Informationen vor.

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15.07.2008 10/13

Quellen

  1. Hasbro CSR []
  2. Konsument Magazin []
  3. National Labor Committee [] []

Bedeutung der Farbpunkte

Unternehmenspolitik gegen Kinderarbeit

Firma hat Verhaltenskodex, der sich eindeutig gegen Kinderarbeit auch bei Lieferanten ausspricht, bzw. produziert ausschließlich unter Bedingungen, die Kinderarbeit strukturell ausschliessen.

Firma spricht sich gegen Kinderarbeit aus, hat aber keinen Verhaltenskodex oder ähnliches.

Firma hat weder Verhaltenskodex noch liegen uns andere Aussagen vor, in denen sie sich gegen Kinderarbeit ausspricht oder sie meint, dass die Problematik sie nicht betrifft (dies wird im Firmen-Detail erläutert).

Kontrollen der Produktionsstätten

Es gibt unabhängige Kontrollen in allen relevanten Produktionsstufen bzw. in allen relevanten Stufen der Lieferkette.

Es gibt nur interne,  nur teilweise (das heißt: nicht in allen relevanten Produktionsstufen bzw. nicht in allen relevanten Stufen der Lieferkette) externe bzw. unabhängige oder zweifelhafte externe Kontrollen.

Es gibt keine Kontrollen bzgl. Kinderarbeit oder die Firma macht dazu keine Angaben.

Vorwürfe bezüglich Kinderarbeit

Es gibt keine konkreten Vorwürfe oder es gab Vorwürfe, die aber glaubhaft widerlegt wurden oder sich nicht erhärteten.

Erhärteten Vorwürfen wurde nachgegangen und ‚positiv‘ reagiert. ‚Positiv‘ = Den betroffenen Kindern wird eine Alternative / Entschädigung geboten.

Es gibt ernstzunehmende Vorwürfe und es wird nicht oder ‚negativ‘ darauf reagiert. ‚Negativ‘ = Es gab nur interne Kontrollen, Vorwürfe wurden abgestritten oder die Geschäftsbeziehungen wurden einfach beendet.

Engagement gegen Kinderarbeit

Firma engagiert sich langfristig und aktiv gegen ausbeuterische Kinderarbeit, d.h. nicht nur mit Geldspenden.

Firma engagiert sich im sozialen Bereich, aber nicht direkt in Bezug auf Kinderarbeit oder lediglich mit Geld- oder Sachspenden.

Kein Farbpunkt: Uns liegen keine Informationen über relevantes soziales Engagement der Firma zur Verhinderung von ausbeuterischer Kinderarbeit vor.

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