HempAge

Unternehmenspolitik gegen Kinderarbeit
Kontrollen der Produktionsstätten
Vorwürfe bzgl. Kinderarbeit
Für "Aktiv gegen Kinderarbeit" relevante Produkte oder Vorprodukte:
Baumwolle - Textilien -
Branchenzuordnung: Mode, Bekleidung, Textilien -

Produktionsorte

Woher kommen die Produkte, Vorprodukte oder Rohstoffe bzw. wo wird produziert?

  • Die Produkte von HempAge werden in China, Polen und Ungarn produziert. Circa 90 Prozent der Rohstoffe und Vorprodukte stammen aus China. Die restlichen 10 Prozent werden aus Indien bezogen. Ein Großteil der indischen Waren setzt sich aus Biobaumwolle zusammen.1)

Unternehmenspolitik

Wie ist die allgemeine Unternehmenspolitik bezüglich Kinderarbeit?

  • HempAge ist seit 2009 Mitglied in der Fair Wear Foundation und verpflichtet sich damit zur Einhaltung deren Richtlinien, welche Kinderarbeit verbieten. Das Unternehmen besitzt dort einen „Leader“ Status, welcher einer Vorbildfunktion gleichkommt. Unternehmen mit diesem Status verhalten sich vorbildlich in Bereichen wie Sicherung des Existensminimums und Vereinigungsfreiheit.2)3)

Kontrollen

Wie wird die Einhaltung der Unternehmenspolitik oder Richtlinien kontrolliert?

  • Die Fair Wear Foundation (FWF) führt alle 2 Jahre angekündigte Audits in den Fabriken von HempAge durch, um sich von der Einhaltung der Richtlinien zu überzeugen oder gegebenenfalls auf Missstände aufmerksam zu machen. Darüber hinaus beschafft sich die FWF Informationen über HempAges Fabriken von NGOs, um sich ein umfassendes Bild der Arbeitsbedingungen zu machen. Die Ergebnisse dieser Recherche und der Audits sind auf der Homepage der Fair Wear Foundation in Form des Brand Performance Checks öffentlich einsehbar.2)
  • Bei der Auswahl von potenziellen Geschäftspartnern erkundigt sich zudem der Vorstandsvorsitzende und CEO von HempAge Robert Hertel hinsichtlich der Zustände in den Produktionsstätten. Dabei vertraut er zum einen auf seine langjährige Erfahrung in diesem Bereich, zum anderen auf die Unterstützung einer chinesischen Mitarbeiterin aus der Fabrik des Hauptproduzenten. Diese Mitarbeiterin hat bereits bei diversen Schulungen der FWF teilgenommen, um eine möglichst kompetente Beurteilung der Arbeitsbedingungen in den Fabriken vorzunehmen. Robert Hertel besucht mindestens zweimal jährlich jeden Produzenten, um sich von der Einhaltung der sozialen und ökologischen Standards zu überzeugen.2)
  • In den Fabriken von HempAge ist es üblich, dass von der Belegschaft ein Betriebsrat gewählt wird, welcher die Rechte der Angestellten vertritt und Verbesserungsvorschläge gegenüber des Arbeitgebers äußert.2)

Vorwürfe

Gibt es Vorwürfe zu Kinderarbeit?

  • In direktem Bezug auf dieses Unternehmen bzw. diese Marke sind uns keine Vorwürfe zu Kinderarbeit bekannt.
  • Woher genau die Baumwolle in den Produkten des Unternehmens stammt, ist uns nicht bekannt. Ein Großteil der Baumwolle auf dem Weltmarkt stammt aus Indien, Pakistan, Usbekistan und Ägypten. Von hier sind ernsthafte Vorwürfe über ausbeuterische Kinderarbeit im Baumwollanbau und Baumwollernte bekannt geworden.
  • Ob das Unternehmen Produkte aus solchen Produktionsstätten oder Plantagen bezieht oder nicht, hat es uns nicht mitgeteilt. Soweit das Unternehmen keine wirksamen Kontrollen seiner eigenen Produktionsstätten und der seiner Vorlieferanten durchführen lässt, kann Kinderarbeit nicht ausgeschlossen werden.

Reaktionen

Wie reagierte oder reagiert das Unternehmen auf Vorwürfe?

  • Das Unternehmen war bisher noch nie mit Vorwürfen konfrontiert.2)

Soziales Engagement

Engagiert sich das Unternehmen herausragend um ausbeuterischer Kinderarbeit entgegen zu wirken?

  • Fabrikmitarbeitern in den Spinnereien und deren Familien stehen Kindertagesstätten, Wohnungen, eine Schule sowie ein Krankenhaus zur Verfügung.2)
  • Zudem haben Mitglieder der FWF die Möglichkeit die Richtlinien mitzugestalten und somit die Arbeitsbedingungen sowohl in Gefahrenländern, als auch in den restlichen Produktionsstandorten aktiv zu verbessern.2)

Bemerkenswertes

Gibt es Erwähnenswertes (positiv oder negativ) über das Thema „ausbeuterische Kinderarbeit“ hinaus in Bezug auf die Arbeits- und Produktionsbedingungen?

  • Arbeitsbedingungen: Schichtarbeiter erhalten je nach Schichtzeiten regelmäßige
    Ruhezeiten, um eine ausreichende Regeneration zu gewährleisten.2)
  • Produktionsbedingungen: Das Färben der Textilien erfolgt nach GOTS- Richtlinien, d.h.
    es werden ausschließlich Hilfs- und Farbstoffe eingesetzt, die sowohl für die Umwelt, als
    auch für die Gesundheit der Arbeiter unbedenklich sind. Außerdem werden gesundheitsschädliche Produktionsmethoden, wie z.B. Sandstrahltechnik oder Schmirgeln vermieden.2)

Links und Quellen

  1. E-Mail des Unternehmens an earthlink.de vom 23.09.2014 []
  2. E-Mail des Unternehmens an earthlink.de vom 23.09.2014 [] [] [] [] [] [] [] [] []
  3. Fair Wear Foundation: More about Brand Perfomance Checks – zuletzt aufgerufen am 23.09.2014 []

Bedeutung der Farbpunkte

Unternehmenspolitik gegen Kinderarbeit

Firma hat Verhaltenskodex, der sich eindeutig gegen Kinderarbeit auch bei Lieferanten ausspricht, bzw. produziert ausschließlich unter Bedingungen, die Kinderarbeit strukturell ausschliessen.

Firma spricht sich gegen Kinderarbeit aus, hat aber keinen Verhaltenskodex oder ähnliches.

Firma hat weder Verhaltenskodex noch liegen uns andere Aussagen vor, in denen sie sich gegen Kinderarbeit ausspricht oder sie meint, dass die Problematik sie nicht betrifft (dies wird im Firmen-Detail erläutert).

Kontrollen der Produktionsstätten

Es gibt unabhängige Kontrollen in allen relevanten Produktionsstufen bzw. in allen relevanten Stufen der Lieferkette.

Es gibt nur interne,  nur teilweise (das heißt: nicht in allen relevanten Produktionsstufen bzw. nicht in allen relevanten Stufen der Lieferkette) externe bzw. unabhängige oder zweifelhafte externe Kontrollen.

Es gibt keine Kontrollen bzgl. Kinderarbeit oder die Firma macht dazu keine Angaben.

Vorwürfe bezüglich Kinderarbeit

Es gibt keine konkreten Vorwürfe oder es gab Vorwürfe, die aber glaubhaft widerlegt wurden oder sich nicht erhärteten.

Erhärteten Vorwürfen wurde nachgegangen und ‚positiv‘ reagiert. ‚Positiv‘ = Den betroffenen Kindern wird eine Alternative / Entschädigung geboten.

Es gibt ernstzunehmende Vorwürfe und es wird nicht oder ‚negativ‘ darauf reagiert. ‚Negativ‘ = Es gab nur interne Kontrollen, Vorwürfe wurden abgestritten oder die Geschäftsbeziehungen wurden einfach beendet.

Engagement gegen Kinderarbeit

Firma engagiert sich langfristig und aktiv gegen ausbeuterische Kinderarbeit, d.h. nicht nur mit Geldspenden.

Firma engagiert sich im sozialen Bereich, aber nicht direkt in Bezug auf Kinderarbeit oder lediglich mit Geld- oder Sachspenden.

Kein Farbpunkt: Uns liegen keine Informationen über relevantes soziales Engagement der Firma zur Verhinderung von ausbeuterischer Kinderarbeit vor.

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