Hessnatur

Unternehmenspolitik gegen Kinderarbeit
Kontrollen der Produktionsstätten
Vorwürfe bzgl. Kinderarbeit
Für "Aktiv gegen Kinderarbeit" relevante Produkte oder Vorprodukte:
Baumwolle - Baumwollsaatgut - Schuhe - Textilien -
Branchenzuordnung: Mode, Bekleidung, Textilien -

Produktionsorte

Woher kommen die Produkte, Vorprodukte oder Rohstoffe bzw. wo wird produziert?

  • 48% der Konfektionsbetriebe liegen in der Europäischen Union.2)

Unternehmenspolitik

Wie ist die allgemeine Unternehmenspolitik bezüglich Kinderarbeit?

  • Die Unternehmensphilosophie schreibt eine umweltverträgliche und sozial gerechte Produktion von Naturtextilien vor.3)
  • hessnatur hat unternehmenseigene Sozialstandards für alle Lieferanten erstellt, die auf den Kernarbeitsnormen der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) basieren. Dementsprechend wird auch Kinderarbeit explizit verboten.4)

Kontrollen

Wie wird die Einhaltung der Unternehmenspolitik oder Richtlinien kontrolliert?

  • hessnatur hat ein dreiteiliges Monitoring-System entwickelt:
  • Das Unternehmen informiert Lieferanten und Nähereien über die Sozialstandards und ihre Anforderungen und unterstützt diese aktiv bei deren Umsetzung. Dazu gehören auch die Einführung des Beschwerdesystems sowie das regelmäßige Durchführen von Betriebskontrollen durch das Unternehmen.
  • Bei Verstößen gegen die Vorgaben entwickelt hessnatur zusammen mit der Initiative Fair Wear Foundation einen Corrective Action Plan (CAP). hessnatur unterstützt den Betrieb bei der Umsetzung und prüft ob die vereinbarten Veränderungen auch umgesetzt wurden (Nachkontrolle).
  • Zusätzlich führt die Fair Wear Foundation einmal pro Jahr unabhängige Betriebskontrollen durch.
  • Jährlich veröffentlicht hessnatur einen Sozialbericht, in dem alle Daten hinsichtlich der Kontrollen und die wichtigsten Audit-Ergebnisse veröffentlicht werdent.5)

Vorwürfe

Gibt es Vorwürfe zu Kinderarbeit?

  • Es sind keine Vorwürfe gegen hessnatur bekannt.

Reaktionen

Wie reagierte oder reagiert das Unternehmen auf Vorwürfe?

Soziales Engagement

Engagiert sich das Unternehmen herausragend um ausbeuterischer Kinderarbeit entgegen zu wirken?

  • Im Rahmen des Projekts Grameen Knitwear zahlt hessnatur Arbeitern in einer Textilfabrik in Bangladesh einen etwa 50%igen Aufschlag. Dieser zusätzliche Anteil, wird von der Grameen Foundation für das „Shikka“-Projekt eingesetzt, das sich für die Ausbildung unterprivilegierter Mädchen und Frauen stark macht.6)

Bemerkenswertes

Gibt es Erwähnenswertes (positiv oder negativ) über das Thema „ausbeuterische Kinderarbeit“ hinaus in Bezug auf die Arbeits- und Produktionsbedingungen?

  • Für die Sendung „Kassensturz“, gesendet am 18.03.2008 im Schweizer Fernsehen, wurde in einer Umfrage das Engagement von insgesamt 50 Textilmarken gegen Kinderarbeit untersucht. Abgefragt wurde, ob die Unternehmen ihren Zulieferern Kinderarbeit verbieten, ob sie soziale Standards verlangen und ob in den Fabriken unabhängige Kontrollen durchgeführt werden. Zu den untersuchten Firmen zählte auch hessnatur. Als eines von insgesamt lediglich vier Unternehmen erhielt hessnatur dabei die Bewertung „sehr gut“.7)
  • Das Unternehmen engagiert sich in Zusammenarbeit mit dem Verein Nepra
    e.V. für Lepra-Kranke in Nepal und fördert somit die Resozialisierung
    der Betroffenen.8)
  • In Burkina Faso fördert das Unternehmen den umweltverträglichen und für
    die Arbeiter gesundheitsschonenden Bio-Baumwollanbau.9)

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30.03.2015

Links und Quellen

  1. Hessnatur – Stand 30.03.2015 []
  2. Hessnatur – Stand 30.03.2015 []
  3. Homepage: Unser Leitbild – Stand 30.03.2015 []
  4. Hessnatur – Stand 30.03.2015 []
  5. Hessnatur: Sozialbericht  []
  6. Homepage hessnatur – Nicht mehr aufrufbar 30.03.2015 []
  7. Schweizer Fernsehen: Sendung „Kassensturz“ []
  8. hessnatur – Stand 30.03.2015 []
  9.   hessnatur – Stand 30.03.2015 []

Bedeutung der Farbpunkte

Unternehmenspolitik gegen Kinderarbeit

Firma hat Verhaltenskodex, der sich eindeutig gegen Kinderarbeit auch bei Lieferanten ausspricht, bzw. produziert ausschließlich unter Bedingungen, die Kinderarbeit strukturell ausschliessen.

Firma spricht sich gegen Kinderarbeit aus, hat aber keinen Verhaltenskodex oder ähnliches.

Firma hat weder Verhaltenskodex noch liegen uns andere Aussagen vor, in denen sie sich gegen Kinderarbeit ausspricht oder sie meint, dass die Problematik sie nicht betrifft (dies wird im Firmen-Detail erläutert).

Kontrollen der Produktionsstätten

Es gibt unabhängige Kontrollen in allen relevanten Produktionsstufen bzw. in allen relevanten Stufen der Lieferkette.

Es gibt nur interne,  nur teilweise (das heißt: nicht in allen relevanten Produktionsstufen bzw. nicht in allen relevanten Stufen der Lieferkette) externe bzw. unabhängige oder zweifelhafte externe Kontrollen.

Es gibt keine Kontrollen bzgl. Kinderarbeit oder die Firma macht dazu keine Angaben.

Vorwürfe bezüglich Kinderarbeit

Es gibt keine konkreten Vorwürfe oder es gab Vorwürfe, die aber glaubhaft widerlegt wurden oder sich nicht erhärteten.

Erhärteten Vorwürfen wurde nachgegangen und ‚positiv‘ reagiert. ‚Positiv‘ = Den betroffenen Kindern wird eine Alternative / Entschädigung geboten.

Es gibt ernstzunehmende Vorwürfe und es wird nicht oder ‚negativ‘ darauf reagiert. ‚Negativ‘ = Es gab nur interne Kontrollen, Vorwürfe wurden abgestritten oder die Geschäftsbeziehungen wurden einfach beendet.

Engagement gegen Kinderarbeit

Firma engagiert sich langfristig und aktiv gegen ausbeuterische Kinderarbeit, d.h. nicht nur mit Geldspenden.

Firma engagiert sich im sozialen Bereich, aber nicht direkt in Bezug auf Kinderarbeit oder lediglich mit Geld- oder Sachspenden.

Kein Farbpunkt: Uns liegen keine Informationen über relevantes soziales Engagement der Firma zur Verhinderung von ausbeuterischer Kinderarbeit vor.

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