Lego

Unternehmenspolitik gegen Kinderarbeit
Kontrollen der Produktionsstätten
Vorwürfe bzgl. Kinderarbeit
Für "Aktiv gegen Kinderarbeit" relevante Produkte oder Vorprodukte:
Baumwolle - Baumwollsaatgut - Spielzeug - Textilien -
Branchenzuordnung: Spielwaren -

Produktionsorte

Woher kommen die Produkte, Vorprodukte oder Rohstoffe bzw. wo wird produziert?

Unternehmenspolitik

Wie ist die allgemeine Unternehmenspolitik bezüglich Kinderarbeit?

  • Die LEGO Company hat einen Verhaltenskodex für das eigene Unternehmen und deren Zulieferer erstellt. Alle Unternehmen die Produkte mit dem LEGO Logo oder Teile dafür produzieren oder liefern sind dazu verpflichtet diesen einzuhalten. Die LEGO Gruppe fordert von ihnen eine schriftliche Erklärung, die die Einhaltung der Standards garantiert und die dem LEGO Konzern jederzeit das Recht einräumt Kontrollen vor Ort vorzunehmen.2)
  • Im Jahre 2003 bekam die LEGO Company den Titel „guter Kauf“ von der englischen Verbraucherorganisation „Ethical Consumer“ verliehen. Das Unternehmen bekam die Note 7 auf einer Skala bis 8 für die Umsetzung des Verhaltenskodex.3)
  • Lego ist Mitglied ICTI CARE Process, einer Initiative des Weltverbands der Spielzeugindustrie (ICTI). Es handelt sich dabei um ein ethisches Herstellungsprogramm mit dem Ziel, faire Arbeitnehmerbehandlung und sichere Arbeitsbedingungen zu gewährleisten.4)
  • Die LEGO Group ist Unterzeichner des UN Global Compact.5) LEGO verpflichtet sich zu wesentlichen Leitlinien des Global Compacts.

Kontrollen

Wie wird die Einhaltung der Unternehmenspolitik oder Richtlinien kontrolliert?

  • Alle Unternehmen die für die LEGO Company produzieren oder sie beliefern werden von unabhängigen Prüfern der CSCC ( Cal Safety Compliance Corporation ) überwacht. Im Moment sind davon allerdings Skandinavien und die USA ausgenommen.
  • Gemäß des Code of Conduct verpflichtet LEGO alle Zulieferer Kontrollen in Form eines Auditierungsprogrammes durch LEGO zuzulassen.2)6) Des Weiteren wurde ein neues Beurteilungssystem eingeführt, um Informationen über zukünftige Lieferanten zu erhalten.3)
  • Stellt sich bei der Überprüfung heraus, dass die Betriebe die vereinbarten Richtlinien nicht einhalten, müssen die Hersteller in Zusammenarbeit mit der LEGO Company einen Aktions- und Zeitplan erstellen, um die aufgedeckten Missstände zu beseitigen. Später erfolgt ein Wiederholungsbesuch um die Umsetzung der Aktionen zu begutachten. Wenn z.B. die Prüfer bei einem Besuch keinen Zutritt zu einem Produzenten erhalten, werden die Geschäftbeziehungen beendet. Die LEGO Gruppe selbst unterzieht sich alle zwei Jahre einer externen Prüfung durch Geschäftspartner. Alle Geschäftspartner können Prüfberichte anfordern.
  • Das österreichische Testmagazin „Konsument“ führt regelmäßige Ethiktests verschiedener Produkte durch. Im Winter 2004 wurden sechs Spielzeugmarkenhersteller, die ihre Produktion nach China ausgelagert haben, genauer betrachtet. Der Verein für Konsumenteninformation kam zu dem Ergebnis, dass die gesellschaftliche Verantwortung der Unternehmen nicht immer ganz den Versprechungen in ihren eigenen Verhaltenskodices entspricht. Viele Konzerne halten die vereinbarten sozialen Mindeststandards nicht ein. Alle Unternehmen – mit Ausnahme der LEGO Gruppe und einem anderen Konzern – zeigten großen Widerwillen gegenüber den Besichtigungen ihrer Betriebsstätten. Das Fazit der Untersuchungen ergab, dass die Arbeitsbedingungen in allen Betrieben schlecht seien. Jedoch gab es bei keinem der getesteten Produzenten Anhaltspunkte für Kinderarbeit. Die LEGO Company wurde am besten bewertet.7)

Vorwürfe

Gibt es Vorwürfe zu Kinderarbeit?

  • In direktem Bezug auf dieses Unternehmen bzw. diese Marke sind uns keine Vorwürfe zu Kinderarbeit bekannt.

Reaktionen

Wie reagierte oder reagiert das Unternehmen auf Vorwürfe?

Soziales Engagement

Engagiert sich das Unternehmen herausragend um ausbeuterischer Kinderarbeit entgegen zu wirken?

  • Die LEGO Gruppe hat sie sich als erster Spielzeughersteller dem „Global Compact“ angeschlossen.
  • Um das Hauptanliegen des Konzerns, das Recht von Kindern auf Spielen, zu verwirklichen, wurde eine Vereinbarung mit dem Danish Institute for Human Rights getroffen. Ein Teil des sozialen Engagements der LEGO Gruppe besteht aus der Zusammenarbeit mit dem Kinderschutzbund „Save the Children“. Gemeinsam sollen Schulen in Entwicklungsländern errichtet werden. Weiteres Engagement weist man mit der eigens gegründeten Stiftung „The Right to Play for All“ auf. Hier werden die nötigen finanziellen Mittel durch Spenden beschafft um gemeinnützige Projekte zu unterstützen. Im Jahre 2004 kooperierte LEGO mit der Organisation „National Children’s Home“ (NCH), der größten englischen Kinderhilfsorganisation.3)
  • LEGO unterstützt wohltätige Hilfsorganisationen und Vereine durch Spenden von Spielzeug.8)

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18/05/2007 23/11

Quellen

  • Auskunft eines Mitarbeiters des Unternehmens LEGO
  • s. unten

 

  1. Auskunft eines Mitarbeiters des Unternehmens LEGO []
  2. LEGO: Code of Conduct [] []
  3. Auskunft eines Mitarbeiters des Unternehmens LEGO [] [] []
  4. LEGO: ICTI Care Process []
  5. UN Global Compact: LEGO-Profil []
  6. LEGO: Erklärung zu Menschenrechten []
  7. konsument Magazin []
  8. LEGO []

Bedeutung der Farbpunkte

Unternehmenspolitik gegen Kinderarbeit

Firma hat Verhaltenskodex, der sich eindeutig gegen Kinderarbeit auch bei Lieferanten ausspricht, bzw. produziert ausschließlich unter Bedingungen, die Kinderarbeit strukturell ausschliessen.

Firma spricht sich gegen Kinderarbeit aus, hat aber keinen Verhaltenskodex oder ähnliches.

Firma hat weder Verhaltenskodex noch liegen uns andere Aussagen vor, in denen sie sich gegen Kinderarbeit ausspricht oder sie meint, dass die Problematik sie nicht betrifft (dies wird im Firmen-Detail erläutert).

Kontrollen der Produktionsstätten

Es gibt unabhängige Kontrollen in allen relevanten Produktionsstufen bzw. in allen relevanten Stufen der Lieferkette.

Es gibt nur interne,  nur teilweise (das heißt: nicht in allen relevanten Produktionsstufen bzw. nicht in allen relevanten Stufen der Lieferkette) externe bzw. unabhängige oder zweifelhafte externe Kontrollen.

Es gibt keine Kontrollen bzgl. Kinderarbeit oder die Firma macht dazu keine Angaben.

Vorwürfe bezüglich Kinderarbeit

Es gibt keine konkreten Vorwürfe oder es gab Vorwürfe, die aber glaubhaft widerlegt wurden oder sich nicht erhärteten.

Erhärteten Vorwürfen wurde nachgegangen und ‚positiv‘ reagiert. ‚Positiv‘ = Den betroffenen Kindern wird eine Alternative / Entschädigung geboten.

Es gibt ernstzunehmende Vorwürfe und es wird nicht oder ‚negativ‘ darauf reagiert. ‚Negativ‘ = Es gab nur interne Kontrollen, Vorwürfe wurden abgestritten oder die Geschäftsbeziehungen wurden einfach beendet.

Engagement gegen Kinderarbeit

Firma engagiert sich langfristig und aktiv gegen ausbeuterische Kinderarbeit, d.h. nicht nur mit Geldspenden.

Firma engagiert sich im sozialen Bereich, aber nicht direkt in Bezug auf Kinderarbeit oder lediglich mit Geld- oder Sachspenden.

Kein Farbpunkt: Uns liegen keine Informationen über relevantes soziales Engagement der Firma zur Verhinderung von ausbeuterischer Kinderarbeit vor.

2 Kommentare zu Lego

  1. Goedecke sagt:

    Guten Morgen,
    schließt das auch LEGO Wear mit ein? Ich kaufe extra diese Marke, da ich mir erhoffe das diese Kinderarbeit frei und Mitarbeiter fair produziert wurde.

    Mit freundlichen Grüßen
    Sandy Goedecke

    • nikoletta / EarthLink sagt:

      Hallo Sandy,
      vielen Dank für die Anfrage!
      Leider haben wir momentan nicht die personellen und finanziellen Kapazitäten, unsere Firmenliste zu erweitern und zu aktualisieren. Auf der Homepage des Unternehmens steht allerdings, dass es bei Lego Wear unabhängige Kontrollen der Zulieferer gibt und der Code of Conduct eingehalten werden soll:
      „LEGO® wear suppliers are subject to continuous 3rd party audits to eliminate the LEGO® wear Code of Conduct being violated.“
      http://www.miniland.nl/wear/wear%20eng.htm
      Und unter folgendem Link gibt es Informationen zu den Kontakten mit den Zulieferern: https://www.legowear.com/our-choices.aspx
      Es ist davon auszugehen, dass die Richtlinien zu Sozialverantwortung auch Lego Wear mit einschließen. Inwieweit diese umgesetzt werden, ist uns nicht bekannt. 100%ige Sicherheit gibt es leider bei keinem Textilunternehmen aufgrund der unübersichtlichen Wertschöpfungskette.
      Viele Grüße,
      das earthlink-Team

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