LOWA

Unternehmenspolitik gegen Kinderarbeit
Kontrollen der Produktionsstätten
Vorwürfe bzgl. Kinderarbeit
Für "Aktiv gegen Kinderarbeit" relevante Produkte oder Vorprodukte:
Kautschuk - Leder - Schuhe - Textilien -
Branchenzuordnung: Sportartikel und -bekleidung -

Produktionsorte

Woher kommen die Produkte, Vorprodukte oder Rohstoffe bzw. wo wird produziert?

  • Die Produkte für LOWA werden in Deutschland, Italien und in der Slowakei produziert. Im deutschen Jetzendorf werden vor allem Trekking- und Backpacking-Modelle hergestellt. In Italien liegt der Fokus auf Alpinenschuhen und in der Slowakei auf Multifunktionsschuhen. Die Rohstoffe werden hauptsächlich aus Deutschland und Italien bezogen, beziehungsweise aus Europa.1)

Unternehmenspolitik

Wie ist die allgemeine Unternehmenspolitik bezüglich Kinderarbeit?

  • Das Unternehmen besitzt einen Code of Conduct, welcher sich an internationalen Richtlinien orientiert. Dazu zählen: UN Menschenrechte sowie die Prinzipien des UN Global Compact, die Konventionen der ILO und die OECD-Richtlinien für multinationale Unternehmen. Grundsätzlich sind allgemeine gesetzliche Bestimmungen einzuhalten, wobei die jeweils strengste Anforderung gilt. Dieser Code of Conduct gilt auch für die Zulieferer und Sub-Zulieferer.2)
  • Laut der Bestimmungen der Vereinten Nationen und der ILO ist Kinderarbeit verboten, daran hält sich das Unternehmen. Das Mindestalter der Arbeiter darf das schulpflichtige Alter oder das Alter von 15 Jahren nicht unterschreiten. Wenn das Mindestalter in einem Land höher angesetzt ist, dann orientiert sich das Unternehmen am höheren Alter. Jugendliche dürfen maximal acht Stunden arbeiten am Tag und nicht in Nachtschichten eingesetzt werden.2)
  • Folgende ILO-Konventionen gelten: 79, 138, 142, 182 und Empfehlung 146.2)

Kontrollen

Wie wird die Einhaltung der Unternehmenspolitik oder Richtlinien kontrolliert?

  • Nach Angaben des Unternehmens werden sowohl interne als auch externe Kontrollen durchgeführt. Da nur in Europa produziert wird, werden die externen Kontrollen hauptsächlich von staatlichen Behörden übernommen. Die zuständigen Behörden, die sich um die Einhaltung der Vorschriften des Arbeits-, Umwelt- und Verbraucherschutzes kümmern, sind die Gewerbeaufsicht und die Berufsgenossenschaft. Diese beiden Institutionen gibt es in allen europäischen Ländern. Die Überprüfungen finden einmal jährlich statt.3)
  • Es gibt aber auch ein eigenes Corporate Social Responsibility Team von LOWA, welches mindestens einmal im Jahr stichprobenartige Kontrollen in den Produktionsstätten durchführt. Die Audits erfolgen unabhängig mittels Auditplan im Auftrag von LOWA. Nach der Überprüfung findet ein Feedback-Gespräch mit dem Lieferanten statt, in dem die Ergebnisse besprochen werden. Sollte es Verstöße gegeben haben, werden diese in einem Aktionsplan (Corrective Action Plan) festgehalten und müssen in einem angemessenen Zeitraum behoben werden. Dabei bekommen die Lieferanten Unterstützung von LOWA. Bei ernsthaften Verstößen wie Menschenrechtsverletzungen behält sich LOWA das Recht auf Beendigung der Geschäftsbeziehung vor.2)

Vorwürfe

Gibt es Vorwürfe zu Kinderarbeit?

  • In direktem Bezug auf dieses Unternehmen bzw. diese Marke sind uns keine Vorwürfe zu Kinderarbeit bekannt.

Reaktionen

Wie reagierte oder reagiert das Unternehmen auf Vorwürfe?

  • Da es noch keine Vorwürfe gab, war das Unternehmen noch nie in der Situation auf Vorwürfe zu reagieren.4)

Soziales Engagement

Engagiert sich das Unternehmen herausragend um ausbeuterischer Kinderarbeit entgegen zu wirken?

  • Durch den Entschluss von LOWA nur innerhalb Europas zu produzieren, wo Kinderarbeit gesetzlich verboten ist, setzt das Unternehmen bereits ein Signal.4)
  • Zudem hat das Unternehmen zwei Anlaufstellen eingerichtet, an die sich sowohl interne als auch externe Mitarbeiter mit Namen oder auch anonym wenden können, um Aktivitäten zu melden die nicht dem Code of Conduct entsprechen.4)

Bemerkenswertes

Gibt es Erwähnenswertes (positiv oder negativ) über das Thema „ausbeuterische Kinderarbeit“ hinaus in Bezug auf die Arbeits- und Produktionsbedingungen?

  • Laut Aussage des Unternehmens sind alle wichtigen und grundlegenden Voraussetzungen für eine partnerschaftliche Zusammenarbeit im Code of Conduct und im Corporate Social Responsability Report von LOWA festgelegt und müssen eingehalten werden.4)

Links und Quellen

  1. E-Mail des Unternehmens an earthlink.de vom 16.09.2014 []
  2. LOWA: Code of Conduct – zuletzt aufgerufen am 17.09.2014 [] [] [] []
  3. E-Mail des Unternehmens an earthlink.de vom 19.09.2014 []
  4. E-Mail des Unternehmens an earthlink.de vom 16.09.2014 [] [] [] []

Bedeutung der Farbpunkte

Unternehmenspolitik gegen Kinderarbeit

Firma hat Verhaltenskodex, der sich eindeutig gegen Kinderarbeit auch bei Lieferanten ausspricht, bzw. produziert ausschließlich unter Bedingungen, die Kinderarbeit strukturell ausschliessen.

Firma spricht sich gegen Kinderarbeit aus, hat aber keinen Verhaltenskodex oder ähnliches.

Firma hat weder Verhaltenskodex noch liegen uns andere Aussagen vor, in denen sie sich gegen Kinderarbeit ausspricht oder sie meint, dass die Problematik sie nicht betrifft (dies wird im Firmen-Detail erläutert).

Kontrollen der Produktionsstätten

Es gibt unabhängige Kontrollen in allen relevanten Produktionsstufen bzw. in allen relevanten Stufen der Lieferkette.

Es gibt nur interne,  nur teilweise (das heißt: nicht in allen relevanten Produktionsstufen bzw. nicht in allen relevanten Stufen der Lieferkette) externe bzw. unabhängige oder zweifelhafte externe Kontrollen.

Es gibt keine Kontrollen bzgl. Kinderarbeit oder die Firma macht dazu keine Angaben.

Vorwürfe bezüglich Kinderarbeit

Es gibt keine konkreten Vorwürfe oder es gab Vorwürfe, die aber glaubhaft widerlegt wurden oder sich nicht erhärteten.

Erhärteten Vorwürfen wurde nachgegangen und ‚positiv‘ reagiert. ‚Positiv‘ = Den betroffenen Kindern wird eine Alternative / Entschädigung geboten.

Es gibt ernstzunehmende Vorwürfe und es wird nicht oder ‚negativ‘ darauf reagiert. ‚Negativ‘ = Es gab nur interne Kontrollen, Vorwürfe wurden abgestritten oder die Geschäftsbeziehungen wurden einfach beendet.

Engagement gegen Kinderarbeit

Firma engagiert sich langfristig und aktiv gegen ausbeuterische Kinderarbeit, d.h. nicht nur mit Geldspenden.

Firma engagiert sich im sozialen Bereich, aber nicht direkt in Bezug auf Kinderarbeit oder lediglich mit Geld- oder Sachspenden.

Kein Farbpunkt: Uns liegen keine Informationen über relevantes soziales Engagement der Firma zur Verhinderung von ausbeuterischer Kinderarbeit vor.

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