Patagonia

Unternehmenspolitik gegen Kinderarbeit
Kontrollen der Produktionsstätten
Vorwürfe bzgl. Kinderarbeit
Für "Aktiv gegen Kinderarbeit" relevante Produkte oder Vorprodukte:
Baumwolle - Baumwollsaatgut - Textilien -

Produktionsorte

Woher kommen die Produkte, Vorprodukte oder Rohstoffe bzw. wo wird produziert?

Unternehmenspolitik

Wie ist die allgemeine Unternehmenspolitik bezüglich Kinderarbeit?

  • Patagonia spricht sich ausdrücklich gegen Kinderarbeit aus.Es besteht ein betrieblicher Verhaltenskodex (Code of Conduct), welcher die Beschäftigung von unter-15-Jährigen verbietet2) . Das Unternehmen folgt auch dem Leitbild der Corporate Social Responsibility, zu dessen Grundsätzen faire Arbeitsbedingen und Kontrolle aller mit dem Unternehmen in Zusammenhang stehenden Produktionsprozesse gehört.1)
  • Des Weiteren ist Patagonia Mitglied in der FLA (Fair Labor Association).3)

Kontrollen

Wie wird die Einhaltung der Unternehmenspolitik oder Richtlinien kontrolliert?

  • Patagonia wendet ein eigenes „Verfahren zur Bewertung von Vertragsfirmen” an. Für jede Vertragsfirma mit Patagonia wurde eine Bewertungsliste angelegt, um ihren Standard in verschiedenen Bereichen zu klassifizieren. Auch die Mitarbeiter des Unternehmens werden ausführlich geschult, um das Firmenprogramm zur Sozialverträglichkeit anwenden zu können.1)
  • Patagonia beschäftigt außerdem im Sinne der der Corporate Social Responsibility einen Social Responsibility Manager, der die Sozialverträglichkeit aller Produktionsstätten kontrolliert und auch mit der FLA zusammenarbeitet. Weiterhin werden unabhängige Prüfer (Level Works, ALGI, Global Standards und Insite Compliance)4) beschäftigt, die sich mit Firmen befassen sollen, mit denen Patagonia möglicherweise eine Zusammenarbeit anstrebt.

Vorwürfe

Gibt es Vorwürfe zu Kinderarbeit?

  • Woher genau die Baumwolle in den Produkten des Unternehmens stammt, ist uns nicht bekannt. Ein Großteil der Baumwolle auf dem Weltmarkt stammt aus Indien, Pakistan, Usbekistan und Ägypten. Von hier sind ernsthafte Vorwürfe über ausbeuterische Kinderarbeit im Baumwollanbau und Baumwollernte bekannt geworden.
  • Ob das Unternehmen Produkte aus solchen Produktionsstätten oder Plantagen bezieht oder nicht, hat es uns nicht mitgeteilt. Soweit das Unternehmen keine wirksamen Kontrollen seiner eigenen Produktionsstätten und der seiner Vorlieferanten durchführen lässt, kann Kinderarbeit nicht ausgeschlossen werden.

Reaktionen

Wie reagierte oder reagiert das Unternehmen auf Vorwürfe?

  • Es liegen uns hierzu keine aussagekräftigen Informationen vor.

Soziales Engagement

Engagiert sich das Unternehmen herausragend um ausbeuterischer Kinderarbeit entgegen zu wirken?

 

Bemerkenswertes

Gibt es Erwähnenswertes (positiv oder negativ) über das Thema „ausbeuterische Kinderarbeit“ hinaus in Bezug auf die Arbeits- und Produktionsbedingungen?

  • Patagonia legt großen Wert auf die Einhaltung und Kontrolle aller Vertragspartner und hohe Transparenz des gesamten Produktionsprozesses. Dazu arbeitet das Unternehmen auch weiterhin mit anderen engagierten Unternehmen zusammen, um die Industriestandards von Kontrollen, Verhaltensregeln und den Informationsaustausch zu verbessern.1)
  • Paragonia ist im Bereich Umweltschutz sehr aktiv. Das Unternehmen unterstützt durch Förderprogramme zahlreiche Kampagnen und Projekte zu diesem Thema, organisiert Konferenzen für Umweltschutzorganisationen und achtet bei der eigenen Produktion explizit auf Umweltverträglichkeit6) .
  • Ein spezielles Mittel, um den gesamten Produktionsprozess von Patagonia-Produkten möglichst genau unter ökologischen Aspekten nachzuvollziehen, sind die sog. „Footprint Chronicles“: Alle Einflüsse, die in das Produkt eingehen werden durch diesen ökologischen Fußabdruck dokumentiert und öffentlich gemacht. Partagonia versucht, dies mit möglichst vielen seiner Produkte zu ermöglichen,um die Transparenz der Produktion zu fördern7) .

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08.06.2010 14/54

Links und Quellen

  1. Patagonia – Corporate Responsibility [] [] [] []
  2. Code of Conduct []
  3. Patagonia – Fair Labor Association (FLA) []
  4. nach Angaben von Patagonia []
  5. Patagonia – Fabric: Organic Cotton []
  6. Patagonia – Environmental and Social Responsibility []
  7. Patagonia – Footprint Chronicles []

Bedeutung der Farbpunkte

Unternehmenspolitik gegen Kinderarbeit

Firma hat Verhaltenskodex, der sich eindeutig gegen Kinderarbeit auch bei Lieferanten ausspricht, bzw. produziert ausschließlich unter Bedingungen, die Kinderarbeit strukturell ausschliessen.

Firma spricht sich gegen Kinderarbeit aus, hat aber keinen Verhaltenskodex oder ähnliches.

Firma hat weder Verhaltenskodex noch liegen uns andere Aussagen vor, in denen sie sich gegen Kinderarbeit ausspricht oder sie meint, dass die Problematik sie nicht betrifft (dies wird im Firmen-Detail erläutert).

Kontrollen der Produktionsstätten

Es gibt unabhängige Kontrollen in allen relevanten Produktionsstufen bzw. in allen relevanten Stufen der Lieferkette.

Es gibt nur interne,  nur teilweise (das heißt: nicht in allen relevanten Produktionsstufen bzw. nicht in allen relevanten Stufen der Lieferkette) externe bzw. unabhängige oder zweifelhafte externe Kontrollen.

Es gibt keine Kontrollen bzgl. Kinderarbeit oder die Firma macht dazu keine Angaben.

Vorwürfe bezüglich Kinderarbeit

Es gibt keine konkreten Vorwürfe oder es gab Vorwürfe, die aber glaubhaft widerlegt wurden oder sich nicht erhärteten.

Erhärteten Vorwürfen wurde nachgegangen und ‚positiv‘ reagiert. ‚Positiv‘ = Den betroffenen Kindern wird eine Alternative / Entschädigung geboten.

Es gibt ernstzunehmende Vorwürfe und es wird nicht oder ‚negativ‘ darauf reagiert. ‚Negativ‘ = Es gab nur interne Kontrollen, Vorwürfe wurden abgestritten oder die Geschäftsbeziehungen wurden einfach beendet.

Engagement gegen Kinderarbeit

Firma engagiert sich langfristig und aktiv gegen ausbeuterische Kinderarbeit, d.h. nicht nur mit Geldspenden.

Firma engagiert sich im sozialen Bereich, aber nicht direkt in Bezug auf Kinderarbeit oder lediglich mit Geld- oder Sachspenden.

Kein Farbpunkt: Uns liegen keine Informationen über relevantes soziales Engagement der Firma zur Verhinderung von ausbeuterischer Kinderarbeit vor.

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