Puma

Unternehmenspolitik gegen Kinderarbeit
Kontrollen der Produktionsstätten
Vorwürfe bzgl. Kinderarbeit
Für "Aktiv gegen Kinderarbeit" relevante Produkte oder Vorprodukte:
Baumwolle - Baumwollsaatgut - Fußbälle - Textilien -
Branchenzuordnung: Sportartikel und -bekleidung -

Puma ist eine Tochtergesellschaft der Firma PPR.1)

Produktionsorte

Woher kommen die Produkte, Vorprodukte oder Rohstoffe bzw. wo wird produziert?

Unternehmenspolitik

Wie ist die allgemeine Unternehmenspolitik bezüglich Kinderarbeit?

  • Puma führt innerhalb seines Verhaltenskodex „PUMAVision“ einen Code of Conduct3) sowie einen Code of Ethics4). Puma verpflichtet sich, dass Kinder unter 15 Jahren nicht beschäftigt werden. Nationale Rechtsrahmen sowie eventuelle Schulpflichten haben Vorrang.

 

Kontrollen

Wie wird die Einhaltung der Unternehmenspolitik oder Richtlinien kontrolliert?

  • Puma ist seit 2004 Partner der Fair Labor Association (FLA).5) Die Mitgliedschaft in der FLA erlaubt jedem Individuum oder jeder Gruppe (Mitarbeitern, NGOs, usw.) eventuelle Verletzungen von Pumas Verhaltenskodex direkt an die FLA zu berichten. Im Rahmen angeforderter und unabhängiger Kontrollen durch die FLA konnten die Arbeitsbedingungen in Werken von Puma bereits verbessert werden.6)
  • Der Konzern führt eigenständige Auditierungsprogramme in Zulieferbetrieben durch und hat sich im Rahmen dieser Untersuchungen von Betrieben getrennt. Bei mangelhaften Ergebnissen in Einzelbetrieben werden wiederholte Untersuchungen angesetzt.6)

Vorwürfe

Gibt es Vorwürfe zu Kinderarbeit?

  • Es gab bereits Vorwürfe von der Clean Clothes Campaign zu den Arbeitsbedingungen, jedoch keine konkreten Vorwürfe zu Kinderarbeit.
  • Nach Angaben des National Labor Comittee erhielt Puma im Jahre 2006 Sportbekleidung, die von 11 bis 14 Jahre alten Kindern in Bangladesch hergestellt wurde. Die Sportbekleidung stammte vom Puma-Zulieferer Harvest Rich, von dem sich Puma kurz nach Bekanntwerden der Vorwürfe trennte.8)

Reaktionen

Wie reagierte oder reagiert das Unternehmen auf Vorwürfe?

  • Puma weist den Vorwurf der Kinderarbeit zurück. Zwar wären bestimmte Standards bei Harvest Rich nicht eingehalten worden, Kinderarbeit zähle aber nicht dazu. Regelmäßige Inspektionen von Puma-Mitarbeitern und mehrere unabhängige Kontrollen durch die Fair Labor Association (FLA) hätten dies ergeben. Puma verweist darauf, dass sich ein Vorwurf des National Labor Comittees schon einmal an anderer Stelle als unhaltbar erwies.
  • Gleichwohl trennte sich Puma von Harvest Rich, da hier trotz merhmaliger Hinweise keine Anstrengungen unternommen wurden, um die Missstände in der Produktion zu beseitigen.9)8)

Soziales Engagement

Engagiert sich das Unternehmen herausragend um ausbeuterischer Kinderarbeit entgegen zu wirken?

Bemerkenswertes

Gibt es Erwähnenswertes (positiv oder negativ) über das Thema „ausbeuterische Kinderarbeit“ hinaus in Bezug auf die Arbeits- und Produktionsbedingungen?

  • Im Rahmen von „PUMACreative“ und „PUMAPeace“ engagiert sich Puma im Bereich der Kunstförderung und Friedensstiftung.10)11)

18/05/2007 23/11

Quellen und Links

  • PUMA
  • Clean Clothes Campaign
  • National Labor Comittee
  1. PPR.com – zuletzt aufgerufen am 27.08.15 []
  2. Statista.de: Verteilung der Produktion von Puma weltweit nach Regionen im Jahr 2014 – zuletzt aufgerufen am 27.08.15 []
  3. aboutpuma.com: Verhaltenskodex – zuletzt aufgerufen am 27.08.15 []
  4. aboutpuma.com: Code of Ethics – zuletzt aufgerufen am 27.08.15 []
  5. FLA: Puma Firmenprofil – zuletzt aufgerufen am 27.08.15 []
  6. Puma: Nachhaltigkeitsbericht 2011 – zuletzt aufgerufen am 27.08.15 [] []
  7. aboutpuma.com: Zusammenarbeit mit Organisationen – zuletzt aufgerufen am 27.08.15 []
  8. Interview [] []
  9. Schriftliche Aussage eines Puma-Mitarbeiters []
  10. PUMACreative – Kampagne []
  11. PUMAPeace – Kampagne []

Bedeutung der Farbpunkte

Unternehmenspolitik gegen Kinderarbeit

Firma hat Verhaltenskodex, der sich eindeutig gegen Kinderarbeit auch bei Lieferanten ausspricht, bzw. produziert ausschließlich unter Bedingungen, die Kinderarbeit strukturell ausschliessen.

Firma spricht sich gegen Kinderarbeit aus, hat aber keinen Verhaltenskodex oder ähnliches.

Firma hat weder Verhaltenskodex noch liegen uns andere Aussagen vor, in denen sie sich gegen Kinderarbeit ausspricht oder sie meint, dass die Problematik sie nicht betrifft (dies wird im Firmen-Detail erläutert).

Kontrollen der Produktionsstätten

Es gibt unabhängige Kontrollen in allen relevanten Produktionsstufen bzw. in allen relevanten Stufen der Lieferkette.

Es gibt nur interne,  nur teilweise (das heißt: nicht in allen relevanten Produktionsstufen bzw. nicht in allen relevanten Stufen der Lieferkette) externe bzw. unabhängige oder zweifelhafte externe Kontrollen.

Es gibt keine Kontrollen bzgl. Kinderarbeit oder die Firma macht dazu keine Angaben.

Vorwürfe bezüglich Kinderarbeit

Es gibt keine konkreten Vorwürfe oder es gab Vorwürfe, die aber glaubhaft widerlegt wurden oder sich nicht erhärteten.

Erhärteten Vorwürfen wurde nachgegangen und ‚positiv‘ reagiert. ‚Positiv‘ = Den betroffenen Kindern wird eine Alternative / Entschädigung geboten.

Es gibt ernstzunehmende Vorwürfe und es wird nicht oder ‚negativ‘ darauf reagiert. ‚Negativ‘ = Es gab nur interne Kontrollen, Vorwürfe wurden abgestritten oder die Geschäftsbeziehungen wurden einfach beendet.

Engagement gegen Kinderarbeit

Firma engagiert sich langfristig und aktiv gegen ausbeuterische Kinderarbeit, d.h. nicht nur mit Geldspenden.

Firma engagiert sich im sozialen Bereich, aber nicht direkt in Bezug auf Kinderarbeit oder lediglich mit Geld- oder Sachspenden.

Kein Farbpunkt: Uns liegen keine Informationen über relevantes soziales Engagement der Firma zur Verhinderung von ausbeuterischer Kinderarbeit vor.

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