S.Oliver

Unternehmenspolitik gegen Kinderarbeit
Kontrollen der Produktionsstätten
Vorwürfe bzgl. Kinderarbeit
Für "Aktiv gegen Kinderarbeit" relevante Produkte oder Vorprodukte:
Baumwolle - Baumwollsaatgut - Schuhe - Textilien -

Die Schuhe von s.Oliver werden von der Wortmann Schuh-Holding KG hergestellt.

Produktionsorte

Woher kommen die Produkte, Vorprodukte oder Rohstoffe bzw. wo wird produziert?

  • s.Oliver besitzt keine eigenen Fabriken. Die von s.Oliver-Designern entworfene Mode wird von Lieferanten in Ländern wie Indien, Indonesien, Türkei, China und Bangladesh produziert.1)2)

Unternehmenspolitik

Wie ist die allgemeine Unternehmenspolitik bezüglich Kinderarbeit?

  • s.Oliver unterwirft sich dem CoC der BSCI und verpflichtet sich somit auch die Konventionen der ILO einzuhalten.
  • Alle Lieferanten werden vertraglich auf die Einhaltung sozialer Mindeststandards verpflichtet, die sich an der grundsätzlichen Achtung der Menschenrechte, den ILO-Konventionen, sowie an existierender nationaler Gesetzgebung orientieren.
  • Diese Mindeststandards hat s.Oliver in einem Code of Conduct festgeschrieben, der die grundlegenden Rahmenbedingungen für den Umgang mit allen Geschäftspartnern bildet und wesentlicher Bestandteil der Firmenphilosophie ist. Die Standards regeln unter anderem das klare Verbot von Kinder-, Zwangs- und Sklavenarbeit. s.Oliver akzeptiert keine Beschäftigungsverhältnisse, die in diese Kategorien fallen.3)

Kontrollen

Wie wird die Einhaltung der Unternehmenspolitik oder Richtlinien kontrolliert?

  • Die CoC-Anforderungen werden anhand regelmäßiger Überprüfungen, zu denen alle Geschäftspartner von s.Oliver weltweit verpflichtet sind, durch das unternehmenseigene Sustainability-Team sichergestellt.
  • Als BSCI-Mitglied lässt s.Oliver zudem seine Lieferanten durch externe, von der Business Social Compliance Initiative (BSCI) nominierte Auditierungs-Gesellschaften auditieren, welche auch das Thema Kinderarbeit im Fokus haben. Neben der Kontrolle der Lieferanten steht deren Schulung und Qualifizierung im Vordergrund. s.Oliver begleitet seine Lieferanten kontinuierlich bei der Umsetzung der Anforderungen.
  • Das Unternehmen kontrolliert (nach unserer Einschätzung) nicht alle relevanten Produktionsschritte. Um ausbeuterische Kinderarbeit für ein Endprodukt möglichst ausschließen zu können, müssen alle relevanten Produktionsschritte kontrolliert werden. Relevant sind Produktionsschritte in Ländern oder Regionen, für die bekannt ist, dass ausbeuterische Kinderarbeit in diesem Bereich regelmäßig vorkommt. Dies betrifft auch Vorprodukte über die gesamte Produktions- und Lieferkette hinweg, die das Unternehmen von Zulieferern bezieht.

Vorwürfe

Gibt es Vorwürfe zu Kinderarbeit?

  • Es sind keine Vorwürfe gegen s.Oliver bekannt.

Reaktionen

Wie reagierte oder reagiert das Unternehmen auf Vorwürfe?

  • Für den Fall, dass Kinderarbeit bei einem Lieferanten entdeckt wird, versucht s.Oliver eine Lösung zu finden, um die Weiterentwicklung der Kinder zu gewährleisten.3)
  • In Fällen der Nichteinhaltung des CoC wird die Geschäftsbeziehung mit dem betroffenen Lieferant in letzter Konsequenz beendet, sollte dieser notwendige Verbesserungsmaßnahmen nicht umsetzen.3)

Soziales Engagement

Engagiert sich das Unternehmen herausragend um ausbeuterischer Kinderarbeit entgegen zu wirken?

  • s.Oliver ist Partner der Kinderrechtsorganisation „Save the Children“ und leistet finanzielle Unterstützung im Projekt „Work2Learn Advanced“, welches Ausbildungsmöglichkeiten in der Textilindustrie fördert.4)
  • Das Unternehmen engagiert sich sowohl in Deutschland als auch in seinen Produktionsländern vorrangig durch Geld- und Sachspenden.3)

Bemerkenswertes

Gibt es Erwähnenswertes (positiv oder negativ) über das Thema „ausbeuterische Kinderarbeit“ hinaus in Bezug auf die Arbeits- und Produktionsbedingungen?

  • s.Oliver leistete den Opfern des Erdbebens im Mai 2006 in Indonesien Hilfe; dadurch wurde in einem Hilfsprogramm eine Schule mit Bibliothek und Spielplätzen für die Kinder vor Ort eingerichtet.3)

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06.04.2009 09/53

Links und Quellen

  1. E-mail von s.Oliver vom 3.4.09 []
  2. Helpster: Wo produziert S.Oliver? – zuletzt aufgerufen am 31.07.15 []
  3. E-mail von s.Oliver vom 3.4.09 [] [] [] [] []
  4. Partnerschaft s.Oliver – Save the Children vom 11.07.2012 []

Bedeutung der Farbpunkte

Unternehmenspolitik gegen Kinderarbeit

Firma hat Verhaltenskodex, der sich eindeutig gegen Kinderarbeit auch bei Lieferanten ausspricht, bzw. produziert ausschließlich unter Bedingungen, die Kinderarbeit strukturell ausschliessen.

Firma spricht sich gegen Kinderarbeit aus, hat aber keinen Verhaltenskodex oder ähnliches.

Firma hat weder Verhaltenskodex noch liegen uns andere Aussagen vor, in denen sie sich gegen Kinderarbeit ausspricht oder sie meint, dass die Problematik sie nicht betrifft (dies wird im Firmen-Detail erläutert).

Kontrollen der Produktionsstätten

Es gibt unabhängige Kontrollen in allen relevanten Produktionsstufen bzw. in allen relevanten Stufen der Lieferkette.

Es gibt nur interne,  nur teilweise (das heißt: nicht in allen relevanten Produktionsstufen bzw. nicht in allen relevanten Stufen der Lieferkette) externe bzw. unabhängige oder zweifelhafte externe Kontrollen.

Es gibt keine Kontrollen bzgl. Kinderarbeit oder die Firma macht dazu keine Angaben.

Vorwürfe bezüglich Kinderarbeit

Es gibt keine konkreten Vorwürfe oder es gab Vorwürfe, die aber glaubhaft widerlegt wurden oder sich nicht erhärteten.

Erhärteten Vorwürfen wurde nachgegangen und ‚positiv‘ reagiert. ‚Positiv‘ = Den betroffenen Kindern wird eine Alternative / Entschädigung geboten.

Es gibt ernstzunehmende Vorwürfe und es wird nicht oder ‚negativ‘ darauf reagiert. ‚Negativ‘ = Es gab nur interne Kontrollen, Vorwürfe wurden abgestritten oder die Geschäftsbeziehungen wurden einfach beendet.

Engagement gegen Kinderarbeit

Firma engagiert sich langfristig und aktiv gegen ausbeuterische Kinderarbeit, d.h. nicht nur mit Geldspenden.

Firma engagiert sich im sozialen Bereich, aber nicht direkt in Bezug auf Kinderarbeit oder lediglich mit Geld- oder Sachspenden.

Kein Farbpunkt: Uns liegen keine Informationen über relevantes soziales Engagement der Firma zur Verhinderung von ausbeuterischer Kinderarbeit vor.

3 Kommentare zu S.Oliver

  1. Ute sagt:

    Der Kaufwahnsinn in unserem Land ist enorm angestiegen. Ich weiß gar nicht, warum ein einzelner Mensch soviel Sachen benötigt? Die Menschen jedoch, welche die Sachen herstellen in den angegebenen Ländern bekommen dagegen einen Hungerlohn und müssen oftmals 10 Stunden arbeiten. Ich kann mir gut vorstellen, das diese Menschen nicht mal 1/4 soviel Kleidung in ihren Kleiderschränken haben. Vorausgesetzt sie besitzen überhaupt einen Schrank! Menschenunwürdige Verhältnisse, sage ich da nur! Habe erst kürzlich einen Bericht darüber gesehen. Das hat mich sehr geschockt. Seitdem überlege ich mir sehr genau,wo ich mir ein neues Kleidungsstück kaufe. Jeder von uns sollte einmal darüber nachdenken beim Kauf eines Kleidungsstückes, wo wurde das hergestellt! Leute übernehmt wieder mehr Eigenverantwortung!
    VG Ute

  2. Verena Wohlang sagt:

    Da ich soeben gelesen habe, dass auch s.oliver seine Kleidung in Ländern produzieren lässt, wo die Menschen derart ausgebeutet werden, werde ich keine Kleidung mehr von s.oliver kaufen, sondern eher von Unternehmen wie Deerberg , die Wert auf Nachhaltigeit und Fairness legen, meine Kleidung beziehen. Dafür bin ich auch bereit, einen höheren Preis zu zahlen.
    Viele Grüße
    Verena Wohlang

  3. Peter Peball sagt:

    Nun bin ich arg enttäuscht!!!
    Hab eben erfahren wo S.Oliver seine Produkte herstellen lässt: In Ländern wo Hungerlöhne bezahlt werden – ich schäme mich so einige Kleidungsstücke zu tragen – werde dies ändern!!! und allen menschen, die ich erreiche werde ich dies auch empfehlen!
    Ändern sie dies und ich werde mich wieder um ihre Produkte kümmern.

    M.f.G.
    Peter Peball

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