Teekanne

Unternehmenspolitik gegen Kinderarbeit
Kontrollen der Produktionsstätten
Vorwürfe bzgl. Kinderarbeit
Für "Aktiv gegen Kinderarbeit" relevante Produkte oder Vorprodukte:
Tee -
Branchenzuordnung: Kaffee, Tee -

Marken „Teekanne“, „Teehaus“, „Sir Winston Tea“ und „Friesen Sonne“.

Produktionsorte

Woher kommen die Produkte, Vorprodukte oder Rohstoffe bzw. wo wird produziert?

  • Produziert wird vorwiegend in Deutschland und Österreich.2)

Unternehmenspolitik

Wie ist die allgemeine Unternehmenspolitik bezüglich Kinderarbeit?

  • Auf ihrer Homepage hat die Teekanne Gruppe ihre Unternehmensphilosophie in verschiedenen Leitsätzen formuliert, welche sich v.a. auf Kundenzufriedenheit, Qualitätsanspruch und Wirtschaftlichkeit konzentrieren. Soziale Standards und Arbeitsbedingungen, insbesondere der Teepflücker, oder Kinderarbeit werden in diesen Leitsätzen nicht erwähnt.3)
  • Zitat Teekanne: „Selbstverständlich lehnen wir Kinderarbeit ab und legen großen Wert drauf, dass bei unseren Lieferanten und in unseren Produktionsstätten keine Kinder beschäftigt sind.“2)

Kontrollen

Wie wird die Einhaltung der Unternehmenspolitik oder Richtlinien kontrolliert?

  • Zitat Teekanne: „Gemäß dem Branchen-Grundsatz: ‚trade not aid‘ respektieren wir zunächst die legale, kulturelle und soziale Autonomie unserer Partnerländer im Ursprung. Diese sind gleichfalls bestrebt, die Bedingungen zu verbessern. Unser Hauptbezugsland ist Indien, in dem schon 1951 der ‚Plantation Labour Act‘ für Mitarbeiter der Teeindustrie in Kraft getreten ist. Diese gesetzliche Grundlage regelt Mindestlöhne, Arbeitszeiten und soziale Leistungen etc. bis hin zu Verbesserungen des Bildungswesens. Darüber hinaus pflegen wir langjährige Beziehungen zu unseren Lieferanten, mit denen wir in regelmäßigem Kontakt bis hin zu Besuchen und Audits stehen.“2)
  • Der Plantation Labour Act regelt in der Tat soziale Leistungen, wie z.B. die Einhaltung eines Mindestlohns, geregelte Arbeitszeiten, das Recht auf kostenlose Unterkunft auf der Plantage, freie medizinische Versorgung sowie Kindergarten und Schulausbildung für die Kinder. Problematisch ist allerdings, dass die Umsetzung dieser Gesetze nur lückenhaft kontrolliert wird. Außerdem sind „die Sanktionen im Falle der Nichtbeachtung so gering, dass sie die Plantagenbesitzer kaum treffen. […] In Südindien sind die Arbeitsbedingungen auf den großen Plantagen und rund um die Städte relativ gut. Im Norden und Nordosten dagegen leben und arbeiten viele Teepflücker noch immer unter miserablen Bedingungen. “4)

Vorwürfe

Gibt es Vorwürfe zu Kinderarbeit?

  • In direktem Bezug auf die Firma Teekanne und ihre Marken sind uns keine Vorwürfe bekannt.
  • Insbesondere aus Nord- und Nordostindien – woher auch die Firma Teekanne ihre Rohstoffe bezieht – sind jedoch Vorwürfe über miserable Arbeitsbedingungen bekannt. Der von Teekanne zitierte ‚Plantation Labour Act‘ ist in dieser Region nicht wirksam umgesetzt.5)

Reaktionen

Wie reagierte oder reagiert das Unternehmen auf Vorwürfe?

Soziales Engagement

Engagiert sich das Unternehmen herausragend um ausbeuterischer Kinderarbeit entgegen zu wirken?

  • Es liegen uns hierzu keine aussagekräftigen Informationen vor.

Bemerkenswertes

Gibt es Erwähnenswertes (positiv oder negativ) über das Thema „ausbeuterische Kinderarbeit“ hinaus in Bezug auf die Arbeits- und Produktionsbedingungen?

  • In dem vielfältigen Angebot wird mit einer Teesorte von „Teekanne“ der faire Handel unterstützt: Eine Teemischung aus den Ernten von Darjeeling und Nilgiri in Indien trägt das TRANSFAIR-Siegel.3)

 

18/05/2007 23/11

  1. Direkter Kontakt mit Mitarbeitern, persönliche Mitteilungen []
  2. Direkter Kontakt mit Mitarbeitern, persönliche Mitteilungen [] [] [] []
  3. Teekanne Homepage [] []
  4. <a href=“http://www.european-fair-trade-association.org/efta/ []
  5. www.european-fair-trade-association.org/efta/ []

Bedeutung der Farbpunkte

Unternehmenspolitik gegen Kinderarbeit

Firma hat Verhaltenskodex, der sich eindeutig gegen Kinderarbeit auch bei Lieferanten ausspricht, bzw. produziert ausschließlich unter Bedingungen, die Kinderarbeit strukturell ausschliessen.

Firma spricht sich gegen Kinderarbeit aus, hat aber keinen Verhaltenskodex oder ähnliches.

Firma hat weder Verhaltenskodex noch liegen uns andere Aussagen vor, in denen sie sich gegen Kinderarbeit ausspricht oder sie meint, dass die Problematik sie nicht betrifft (dies wird im Firmen-Detail erläutert).

Kontrollen der Produktionsstätten

Es gibt unabhängige Kontrollen in allen relevanten Produktionsstufen bzw. in allen relevanten Stufen der Lieferkette.

Es gibt nur interne,  nur teilweise (das heißt: nicht in allen relevanten Produktionsstufen bzw. nicht in allen relevanten Stufen der Lieferkette) externe bzw. unabhängige oder zweifelhafte externe Kontrollen.

Es gibt keine Kontrollen bzgl. Kinderarbeit oder die Firma macht dazu keine Angaben.

Vorwürfe bezüglich Kinderarbeit

Es gibt keine konkreten Vorwürfe oder es gab Vorwürfe, die aber glaubhaft widerlegt wurden oder sich nicht erhärteten.

Erhärteten Vorwürfen wurde nachgegangen und ‚positiv‘ reagiert. ‚Positiv‘ = Den betroffenen Kindern wird eine Alternative / Entschädigung geboten.

Es gibt ernstzunehmende Vorwürfe und es wird nicht oder ‚negativ‘ darauf reagiert. ‚Negativ‘ = Es gab nur interne Kontrollen, Vorwürfe wurden abgestritten oder die Geschäftsbeziehungen wurden einfach beendet.

Engagement gegen Kinderarbeit

Firma engagiert sich langfristig und aktiv gegen ausbeuterische Kinderarbeit, d.h. nicht nur mit Geldspenden.

Firma engagiert sich im sozialen Bereich, aber nicht direkt in Bezug auf Kinderarbeit oder lediglich mit Geld- oder Sachspenden.

Kein Farbpunkt: Uns liegen keine Informationen über relevantes soziales Engagement der Firma zur Verhinderung von ausbeuterischer Kinderarbeit vor.

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