ThokkThokk

Unternehmenspolitik gegen Kinderarbeit
Kontrollen der Produktionsstätten
Vorwürfe bzgl. Kinderarbeit
Für "Aktiv gegen Kinderarbeit" relevante Produkte oder Vorprodukte:
Baumwolle - Textilien -
Branchenzuordnung: Mode, Bekleidung, Textilien -

Produktionsorte

Woher kommen die Produkte, Vorprodukte oder Rohstoffe bzw. wo wird produziert?

  • Größtenteils werden die Produkte von ThokkThokk in Indien hergestellt. Ihr Produzent verarbeitet ausschließlich Biobaumwolle. Diese stammt von Bauern in Zentralindien, mit denen dauerhaft und eng zusammengearbeitet wird und die dem Fairtrade Programm angehören. Alle weiteren Arbeitsschritte vom Spinnen des Garns bis zur Produktion der Endprodukte führt ihr Partner in Indien selbst in seinem vollständig vertikal integriertem Betrieb durch. Der Hersteller ist Fairtrade und G.O.T.S. zertifiziert.1)

Unternehmenspolitik

Wie ist die allgemeine Unternehmenspolitik bezüglich Kinderarbeit?

  • Das Unternehmen schreibt keinen eigenen Code of Conduct auf, weil sich die einzuhaltenden Regeln durch die GOTS, Fairtrade und SA 8000 Zertifizierungen ergeben und regelmäßig überprüft werden. In dem SA 8000:2008 (Social Accountability) Standard, mit welchem der Hersteller zertifiziert ist, sind die Arbeitsbedingungen, die Umgangsformen mit den Mitarbeitern und der Umgang mit Kinderarbeit genau definiert.2)
  • Ihr Partner erlaubt keine Kinderarbeit in seinen Fabriken und achtet darauf, dass das Verbot von Kinderarbeit eingehalten wird. Er steht auch in regelmäßigem Austausch mit lokalen NGOs, die sich gegen Kinderarbeit und für höhere Mindestlöhne einsetzen. In keiner der Produktionsschritte werden Kinder oder Jugendliche beschäftigt und dies wird auch aktiv nach außen kommuniziert. Zum Beispiel weisen Schilder an den Fabriken darauf hin, dass Kinderarbeit verboten ist, wodurch Kinderarbeit zum Thema auf der Straße gemacht wird und auch benachbarte Fabriken unter Druck gesetzt werden. Die gesamte Produktion ihres Partners in Indien wie auch unser Betrieb in Deutschland sind durch Fairtrade und G.O.T.S. geprüft und zertifiziert. Bei der Auswahl ihrer Partner achtet ThokkThokk gezielt darauf, dass diese Kinderarbeit ausschließen können und sich darüber hinaus, wenn möglich, auch für die Rechte und die Lebensbedingungen ihrer Mitarbeiter und derer Familien einsetzen.2)

Kontrollen

Wie wird die Einhaltung der Unternehmenspolitik oder Richtlinien kontrolliert?

  • Da die gesamte Produktion ihres Partners durch Fairtrade, SA 8000 sowie GOTS geprüft und zertifizert ist, wird dieser regelmäßig von Dritten kontrolliert. Zusätzlich besuchen ThokkThokk Mitarbeiter ihre Partner, um sich immer wieder die Bedingungen in der Produktion anzuschauen. Besuche mehrerer unterschiedlicher Hersteller in der Vergangenheit ermöglichen ihnen auch realistisch einzuschätzen, wie ernst es ein Hersteller meint, was für eine Haltung er gegenüber fairer Herstellung hat und ob eine Produktionsstätte ihren Vorstellungen entspricht.2)
  • Das Unternehmen kontrolliert (nach unserer Einschätzung) nicht alle relevanten Produktionsschritte. Um ausbeuterische Kinderarbeit für ein Endprodukt möglichst ausschließen zu können, müssen alle relevanten Produktionsschritte kontrolliert werden. Relevant sind Produktionsschritte in Ländern oder Regionen, für die bekannt ist, dass ausbeuterische Kinderarbeit in diesem Bereich regelmäßig vorkommt. Dies betrifft auch Vorprodukte über die gesamte Produktions- und Lieferkette hinweg, die das Unternehmen von Zulieferern bezieht.

Vorwürfe

Gibt es Vorwürfe zu Kinderarbeit?

  • Bisher gibt es keine Vorwürfe gegen ThokkThokk oder ihren Partnerbetrieb.2)
  • Woher genau die Baumwolle in den Produkten des Unternehmens stammt, ist uns nicht bekannt. Ein Großteil der Baumwolle auf dem Weltmarkt stammt aus Indien, Pakistan, Usbekistan und Ägypten. Von hier sind ernsthafte Vorwürfe über ausbeuterische Kinderarbeit im Baumwollanbau und Baumwollernte bekannt geworden.
  • Die Textilien des Unternehmens wurden (womöglich) in asiatischen Ländern wie Indien und Bangladesh oder (womöglich) in südafrikanischen Ländern wie Lesotho oder Swasiland produziert. Aus diesen Ländern wird immer wieder über Kinderarbeit bei der Textilproduktion berichtet.
  • Ob das Unternehmen Produkte aus solchen Produktionsstätten oder Plantagen bezieht oder nicht, hat es uns nicht mitgeteilt. Soweit das Unternehmen keine wirksamen Kontrollen seiner eigenen Produktionsstätten und der seiner Vorlieferanten durchführen lässt, kann Kinderarbeit nicht ausgeschlossen werden.

Reaktionen

Wie reagierte oder reagiert das Unternehmen auf Vorwürfe?

  • Sollte bei einem Hersteller Kinderarbeit vorkommen, würde ThokkThokk sofort die Geschäftsbeziehungen mit diesem Hersteller beenden. Desweiteren würden sie in so einem Fall recherchieren, wie es dazu kommen konnte. Gegebenfalls erachten sie es für sinnvoll eine lokale NGO vor Ort zu beauftragen, das Ganze zu untersuchen und rechtliche Schritte einzuleiten, da sie mit Gesetzen und Regeln vertraut sind und wissen wie vorgegangen werden müsste.2)

Soziales Engagement

Engagiert sich das Unternehmen herausragend um ausbeuterischer Kinderarbeit entgegen zu wirken?

  • Ihr Partner engagiert sich neben fairen Produktionsbedingungen auch für seine Mitarbeiter und deren Familien. So wird z.B. den Kindern der Angestellten eine schulische Bildung ermöglicht, falls sie nicht die Möglichkeit haben, selbst für die Kosten aufzukommen.2)
  • Darüber hinaus arbeitet ThokkThokk seit Juli 2014 mit der örtlichen NGO SAVE (Social Awareness and Voluntary Education) zusammen, die sich seit über 11 Jahren aktiv gegen Kinderarbeit einsetzt und monatlich mehr als 50 Kinder aus Notsituationen befreit und auch eine 24/7 Hotline für Kinder in Notsituationen betreibt. In Notfällen wird zu jeder Tages- und Nachtzeit sofort ausgerückt, um dem Kind zur Hilfe zu kommen. Seit 1993 befreite SAVE 27.172 Kinder zwischen 11 und 15 Jahren aus den Fabriken Tiruppurs in Indien. ThokkThokk finanziert eine sogenannte „Bridge School“, die Kinder mit Bildungsdefiziten zum einen für den Übertritt auf eine staatliche Schule vorbereiten soll und zum anderen soll sie den Kindern ein geregeltes Umfeld mit einer täglichen Mittagsmahlzeit, regelmäßigen Gesundheitschecks und Ausflügen zu Freizeit- und Kulturangeboten in der Region bieten. Damit möchten sie Kindern ein qualitatives und modernes Bildungsangebot bieten, sodass diese ihr Geld nicht in den Textilfabriken Tiruppurs verdienen müssen.2)

Bemerkenswertes

Gibt es Erwähnenswertes (positiv oder negativ) über das Thema „ausbeuterische Kinderarbeit“ hinaus in Bezug auf die Arbeits- und Produktionsbedingungen?

  • Der Partnerbetrieb von ThokkThokk engagiert sich über die Produktionsbedingungen hinaus besonders auch für die Gesundheit der Mitarbeiter und deren Familien. So wird z.B. aktive Aufklärung zum Thema Aids betrieben, Yoga-Stunden angeboten und eine mobile Klinik unterstützt.2)
  • Baumwolle stammt nur aus biologischen und nachhaltigem Anbau. Der gesamte Produktionsprozess wie auch der Betrieb in Deutschland sind GOTS zertifiziert. Die Bedruckung der Textilien erfolgt in München per Hand.2)

Links und Quellen

  1. E-Mail des Unternehmens an earthlink.de vom 14.10.2014 []
  2. E-Mail des Unternehmens an earthlink.de vom 14.10.2014 [] [] [] [] [] [] [] [] []

Bedeutung der Farbpunkte

Unternehmenspolitik gegen Kinderarbeit

Firma hat Verhaltenskodex, der sich eindeutig gegen Kinderarbeit auch bei Lieferanten ausspricht, bzw. produziert ausschließlich unter Bedingungen, die Kinderarbeit strukturell ausschliessen.

Firma spricht sich gegen Kinderarbeit aus, hat aber keinen Verhaltenskodex oder ähnliches.

Firma hat weder Verhaltenskodex noch liegen uns andere Aussagen vor, in denen sie sich gegen Kinderarbeit ausspricht oder sie meint, dass die Problematik sie nicht betrifft (dies wird im Firmen-Detail erläutert).

Kontrollen der Produktionsstätten

Es gibt unabhängige Kontrollen in allen relevanten Produktionsstufen bzw. in allen relevanten Stufen der Lieferkette.

Es gibt nur interne,  nur teilweise (das heißt: nicht in allen relevanten Produktionsstufen bzw. nicht in allen relevanten Stufen der Lieferkette) externe bzw. unabhängige oder zweifelhafte externe Kontrollen.

Es gibt keine Kontrollen bzgl. Kinderarbeit oder die Firma macht dazu keine Angaben.

Vorwürfe bezüglich Kinderarbeit

Es gibt keine konkreten Vorwürfe oder es gab Vorwürfe, die aber glaubhaft widerlegt wurden oder sich nicht erhärteten.

Erhärteten Vorwürfen wurde nachgegangen und ‚positiv‘ reagiert. ‚Positiv‘ = Den betroffenen Kindern wird eine Alternative / Entschädigung geboten.

Es gibt ernstzunehmende Vorwürfe und es wird nicht oder ‚negativ‘ darauf reagiert. ‚Negativ‘ = Es gab nur interne Kontrollen, Vorwürfe wurden abgestritten oder die Geschäftsbeziehungen wurden einfach beendet.

Engagement gegen Kinderarbeit

Firma engagiert sich langfristig und aktiv gegen ausbeuterische Kinderarbeit, d.h. nicht nur mit Geldspenden.

Firma engagiert sich im sozialen Bereich, aber nicht direkt in Bezug auf Kinderarbeit oder lediglich mit Geld- oder Sachspenden.

Kein Farbpunkt: Uns liegen keine Informationen über relevantes soziales Engagement der Firma zur Verhinderung von ausbeuterischer Kinderarbeit vor.

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