Tom Tailor Group

Unternehmenspolitik gegen Kinderarbeit
Kontrollen der Produktionsstätten
Vorwürfe bzgl. Kinderarbeit
Für "Aktiv gegen Kinderarbeit" relevante Produkte oder Vorprodukte:
Schuhe - Textilien -
Branchenzuordnung: Mode, Bekleidung, Textilien -

Produktionsorte

Woher kommen die Produkte, Vorprodukte oder Rohstoffe bzw. wo wird produziert?

  • Produziert wird vorrangig in Asien (92%).1) Dort verfügt das Unternehmen über ein Netzwerk von über 140 Lieferanten.2) Der Rest der Produkte wird in Europa hergestellt.3)

Unternehmenspolitik

Wie ist die allgemeine Unternehmenspolitik bezüglich Kinderarbeit?

  • Die Tom Tailor Group sagt, dass sie als Mitglied der BSCI an die Einhaltung deren Grundsätze gebunden seien. Dieser Code of Conduct beinhalte alle wesentlichen Standards der International Labour Organisation (ILO). Zu den Grundsätzen zählen unter anderem das Verbot von missbräuchlicher Kinderarbeit. Außerdem werde der BSCI Code of Conduct bei Vertragsabschluss von jedem Lieferanten unterzeichnet.3)
  • Das Unternehmen bezieht sich auf seiner Internetseite oder in der Email nicht auf einen firmeneigenen Code of Conduct, sodass ein Zugriff auf diesen, falls überhaupt vorhanden, nicht möglich ist.

Kontrollen

Wie wird die Einhaltung der Unternehmenspolitik oder Richtlinien kontrolliert?

  • Nach eigenen Angaben werden die Zulieferer vor Vertragsabschluss mit Tom Tailor auf die Einhaltung aller BSCI-Standards überprüft. Danach erfolge die Überprüfung durch akkreditierte Auditoren.3)
  • Es werden Selbsteinschätzungen über die Erfüllung der sozialen Verpflichtungen durchgeführt, die an ein Mitglied von BSCI gemeldet werden.
  • Mitglieder der BSCI oder Organisationen, welche in dessen Sinne operieren, können angekündigte oder unangekündigte Kontrollen in den Geschäftsräumen durchführen.
  • Aber: Dritte und Nicht-BSCI Mitglieder dürfen keinen Zugang zum BSCI-Management Handbuch haben.
  • Das Unternehmen kontrolliert (nach unserer Einschätzung) nicht alle relevanten Produktionsschritte. Um ausbeuterische Kinderarbeit für ein Endprodukt möglichst ausschließen zu können, müssen alle relevanten Produktionsschritte kontrolliert werden. Relevant sind Produktionsschritte in Ländern oder Regionen, für die bekannt ist, dass ausbeuterische Kinderarbeit in diesem Bereich regelmäßig vorkommt. Dies betrifft auch Vorprodukte über die gesamte Produktions- und Lieferkette hinweg, die das Unternehmen von Zulieferern bezieht.

Vorwürfe

Gibt es Vorwürfe zu Kinderarbeit?

  • In direktem Bezug auf dieses Unternehmen bzw. diese Marke sind uns keine Vorwürfe zu Kinderarbeit bekannt.
  • Die Textilien des Unternehmens wurden (womöglich) in asiatischen Ländern wie Indien und Bangladesh oder (womöglich) in südafrikanischen Ländern wie Lesotho oder Swasiland produziert. Aus diesen Ländern wird immer wieder über Kinderarbeit bei der Textilproduktion berichtet.
  • Ob das Unternehmen Produkte aus solchen Produktionsstätten oder Plantagen bezieht oder nicht, hat es uns nicht mitgeteilt. Soweit das Unternehmen keine wirksamen Kontrollen seiner eigenen Produktionsstätten und der seiner Vorlieferanten durchführen lässt, kann Kinderarbeit nicht ausgeschlossen werden.

Reaktionen

Wie reagierte oder reagiert das Unternehmen auf Vorwürfe?

Soziales Engagement

Engagiert sich das Unternehmen herausragend um ausbeuterischer Kinderarbeit entgegen zu wirken?

  • Die Tom Tailor Group ist Mitglied der Tamil Nadu Multi Stakeholder Group (TNMS), die sich gegen die Sumangali-Praxis in Südindien einsetzt.4)

Bemerkenswertes

Gibt es Erwähnenswertes (positiv oder negativ) über das Thema „ausbeuterische Kinderarbeit“ hinaus in Bezug auf die Arbeits- und Produktionsbedingungen?

  •  Zusammen mit anderen Unternehmen hat die Tom Tailor Group die Carbon Performance Improvement Initiative (CPI2) gegründet. Sie wird vom Bundenumweltministerium unterstützt und das Ziel ist, in der Lieferkette CO2 einzusparen.5)
  • Außerdem verwendet Tom Tailor „Organic Cotton“.5)
  • Zusätzlich ist die Tom Tailor Group Mitglied der Initiative “Cotton Made in Afrika” (CmiA). Sie unterstützt afrikanische Bauern mit „Hilfe zur Selbsthilfe durch Handel“.6)

Quellen

 

  1. eMail-Antwort von Tom Tailor an earthlink vom 18.10.2012 []
  2. Geschäftsbericht 2011 – Tom Tailor – aufgerufen am 30.04.2013 []
  3. Email von Tom Tailor an earthlink vom 18.10.2012 [] [] []
  4. Lieferkette – Tom Tailor []
  5. Umwelt – Tom Tailor [] []
  6. Initiativen – Tom Tailor []

Bedeutung der Farbpunkte

Unternehmenspolitik gegen Kinderarbeit

Firma hat Verhaltenskodex, der sich eindeutig gegen Kinderarbeit auch bei Lieferanten ausspricht, bzw. produziert ausschließlich unter Bedingungen, die Kinderarbeit strukturell ausschliessen.

Firma spricht sich gegen Kinderarbeit aus, hat aber keinen Verhaltenskodex oder ähnliches.

Firma hat weder Verhaltenskodex noch liegen uns andere Aussagen vor, in denen sie sich gegen Kinderarbeit ausspricht oder sie meint, dass die Problematik sie nicht betrifft (dies wird im Firmen-Detail erläutert).

Kontrollen der Produktionsstätten

Es gibt unabhängige Kontrollen in allen relevanten Produktionsstufen bzw. in allen relevanten Stufen der Lieferkette.

Es gibt nur interne,  nur teilweise (das heißt: nicht in allen relevanten Produktionsstufen bzw. nicht in allen relevanten Stufen der Lieferkette) externe bzw. unabhängige oder zweifelhafte externe Kontrollen.

Es gibt keine Kontrollen bzgl. Kinderarbeit oder die Firma macht dazu keine Angaben.

Vorwürfe bezüglich Kinderarbeit

Es gibt keine konkreten Vorwürfe oder es gab Vorwürfe, die aber glaubhaft widerlegt wurden oder sich nicht erhärteten.

Erhärteten Vorwürfen wurde nachgegangen und ‚positiv‘ reagiert. ‚Positiv‘ = Den betroffenen Kindern wird eine Alternative / Entschädigung geboten.

Es gibt ernstzunehmende Vorwürfe und es wird nicht oder ‚negativ‘ darauf reagiert. ‚Negativ‘ = Es gab nur interne Kontrollen, Vorwürfe wurden abgestritten oder die Geschäftsbeziehungen wurden einfach beendet.

Engagement gegen Kinderarbeit

Firma engagiert sich langfristig und aktiv gegen ausbeuterische Kinderarbeit, d.h. nicht nur mit Geldspenden.

Firma engagiert sich im sozialen Bereich, aber nicht direkt in Bezug auf Kinderarbeit oder lediglich mit Geld- oder Sachspenden.

Kein Farbpunkt: Uns liegen keine Informationen über relevantes soziales Engagement der Firma zur Verhinderung von ausbeuterischer Kinderarbeit vor.

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