Toshiba

Unternehmenspolitik gegen Kinderarbeit
Kontrollen der Produktionsstätten
Vorwürfe bzgl. Kinderarbeit
Für "Aktiv gegen Kinderarbeit" relevante Produkte oder Vorprodukte:
Coltan - Gold - Kobalt - Kupfer - Elektronische Geräte -
Branchenzuordnung: Elektronik - Energieversorger -
Das Unternehmen hat auf unsere Nachfrage an tanya.quijano@toshiba-teg.com am 15.10.2013 noch nicht geantwortet.

Produktionsorte

Woher kommen die Produkte, Vorprodukte oder Rohstoffe bzw. wo wird produziert?

  • Toshiba bezieht nach eigenen Angaben kein Gold, Wolfram, Zinn oder Tantal aus dem Kongo oder aus den umliegenden, an den Konflikten beteiligten Regionen.1)
  • Toshiba hat Standorte und Zulieferer weltweit. Es lassen sich allerdings keine genaueren Angaben zu der gesamten Produktionskette finden.

Unternehmenspolitik

Wie ist die allgemeine Unternehmenspolitik bezüglich Kinderarbeit?

  • Die „Toshiba Group Standards of Conduct“ verbieten Kinderarbeit innerhalb der Produktionskette.2)    3)
  • 2004 trat Toshiba dem „UN Global Compact“ bei, indem ebenfalls Kinderarbeit untersagt wird.4)

Kontrollen

Wie wird die Einhaltung der Unternehmenspolitik oder Richtlinien kontrolliert?

  • Toshiba führt nach eigenen Angaben selbst Kontrollen in einigen seiner Zuliefererbetrieben durch. Sollten dabei Probleme oder Missstände festgestellt werden, versucht Toshiba diese konstruktiv zu beheben. Auch besteht die Möglichkeit, das Vertragsverhältnis zu kündigen.5)
  • Das Unternehmen kontrolliert (nach unserer Einschätzung) nicht alle relevanten Produktionsschritte. Um ausbeuterische Kinderarbeit für ein Endprodukt möglichst ausschließen zu können, müssen alle relevanten Produktionsschritte kontrolliert werden. Relevant sind Produktionsschritte in Ländern oder Regionen, für die bekannt ist, dass ausbeuterische Kinderarbeit in diesem Bereich regelmäßig vorkommt. Dies betrifft auch Vorprodukte über die gesamte Produktions- und Lieferkette hinweg, die das Unternehmen von Zulieferern bezieht.

Vorwürfe

Gibt es Vorwürfe zu Kinderarbeit?

  • Einer der Zulieferer von Toshiba ist Foxconn6), ein Unternehmen, das wegen unmenschlichen Arbeitsbedingungen und Kinderarbeit schon mehrfach in der Kritik stand.
  • Das Unternehmen lässt Elektronikbauteile (wahrscheinlich) in China fertigen. Aus Chinas Elektronikindustrie gibt es seit einigen Jahren Berichte über Kinderarbeit. Da die Wanderarbeiter mit der zunehmenden Arbeit nicht mehr alleine fertig werden, greift man an der Ostküste Chinas auf Kinderarbeit zurück.

Reaktionen

Wie reagierte oder reagiert das Unternehmen auf Vorwürfe?

  • Es liegen uns hierzu keine aussagekräftigen Informationen vor.

Soziales Engagement

Engagiert sich das Unternehmen herausragend um ausbeuterischer Kinderarbeit entgegen zu wirken?

  • Es liegen uns hierzu keine aussagekräftigen Informationen vor.

Bemerkenswertes

Gibt es Erwähnenswertes (positiv oder negativ) über das Thema „ausbeuterische Kinderarbeit“ hinaus in Bezug auf die Arbeits- und Produktionsbedingungen?

  • Nach eigenen Angaben engagiert sich Toshiba in verschiedenen sozialen Projekten weltweit. Von entwicklungspolitischer Relevanz ist dabei vor allem ein Projekt, in dem seit 2002 in China Grundschulen aufgebaut werden.7)
  • Die NGO „SOMO“ hat schwere Missstände bei den Arbeitsbedingungen in einer Firma in Malaysia gefunden, die nachweislich auch Toshiba beliefert. Die Arbeiter wurden nicht ausreichend bezahlt, sie mussten übermäßig lange arbeiten, ihre Pässe wurden von der Firma eingezogen und ihnen wurden Vorschriften gemacht, die bis in das Privatleben reichten. Kinderarbeit wurde jedoch nicht gefunden. Nachdem SOMO Toshiba mit diesen Tatsachen konfrontierte, teilte das Unternehmen mit, mit dem verantwortlichen Zulieferer Kontakt aufgenommen zu haben. Über weitere konkrete Maßnahmen ist uns nichts bekannt.8)

Links und Quellen

  1. Respecting Human Rights in the Supply Chain – nicht mehr aufrufbar 24.2.15 []
  2. Toshiba Group Standards of Conduct, Abschnitt 15.1.2. – aufgerufen am 13.05.2014 []
  3. Toshibas Corporate Responsibility Report 2013, S. 76 – nicht mehr aufrufbar 24.2.15 []
  4. Toshibas Angaben zum UN Global Compact – aufgerufen am 13.05.2014 []
  5. Toshibas Corporate Responsibility Report 2013, S. 43 – nicht mehr aufrufbar 24.2.15 []
  6. Heise.de, 30.03.2012: Inspektion deckt Missstände bei Apple-Auftragshersteller Foxconn auf – aufgerufen am 13.05.2014 []
  7. Toshibas Worldwide Social Contribution Programs – aufgerufen am 13.05.2014 []
  8. SOMO – Outsourcing Labour – aufgerufen am 24.06.2014 []

Bedeutung der Farbpunkte

Unternehmenspolitik gegen Kinderarbeit

Firma hat Verhaltenskodex, der sich eindeutig gegen Kinderarbeit auch bei Lieferanten ausspricht, bzw. produziert ausschließlich unter Bedingungen, die Kinderarbeit strukturell ausschliessen.

Firma spricht sich gegen Kinderarbeit aus, hat aber keinen Verhaltenskodex oder ähnliches.

Firma hat weder Verhaltenskodex noch liegen uns andere Aussagen vor, in denen sie sich gegen Kinderarbeit ausspricht oder sie meint, dass die Problematik sie nicht betrifft (dies wird im Firmen-Detail erläutert).

Kontrollen der Produktionsstätten

Es gibt unabhängige Kontrollen in allen relevanten Produktionsstufen bzw. in allen relevanten Stufen der Lieferkette.

Es gibt nur interne,  nur teilweise (das heißt: nicht in allen relevanten Produktionsstufen bzw. nicht in allen relevanten Stufen der Lieferkette) externe bzw. unabhängige oder zweifelhafte externe Kontrollen.

Es gibt keine Kontrollen bzgl. Kinderarbeit oder die Firma macht dazu keine Angaben.

Vorwürfe bezüglich Kinderarbeit

Es gibt keine konkreten Vorwürfe oder es gab Vorwürfe, die aber glaubhaft widerlegt wurden oder sich nicht erhärteten.

Erhärteten Vorwürfen wurde nachgegangen und ‚positiv‘ reagiert. ‚Positiv‘ = Den betroffenen Kindern wird eine Alternative / Entschädigung geboten.

Es gibt ernstzunehmende Vorwürfe und es wird nicht oder ‚negativ‘ darauf reagiert. ‚Negativ‘ = Es gab nur interne Kontrollen, Vorwürfe wurden abgestritten oder die Geschäftsbeziehungen wurden einfach beendet.

Engagement gegen Kinderarbeit

Firma engagiert sich langfristig und aktiv gegen ausbeuterische Kinderarbeit, d.h. nicht nur mit Geldspenden.

Firma engagiert sich im sozialen Bereich, aber nicht direkt in Bezug auf Kinderarbeit oder lediglich mit Geld- oder Sachspenden.

Kein Farbpunkt: Uns liegen keine Informationen über relevantes soziales Engagement der Firma zur Verhinderung von ausbeuterischer Kinderarbeit vor.

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