Toys „R“ Us

Unternehmenspolitik gegen Kinderarbeit
Kontrollen der Produktionsstätten
Vorwürfe bzgl. Kinderarbeit
Für "Aktiv gegen Kinderarbeit" relevante Produkte oder Vorprodukte:
Spielzeug -
Branchenzuordnung: Elektronik - Spielwaren -
Das Unternehmen hat auf unsere Nachfrage an kontakt@toysrus.de am 24.10.08 noch nicht geantwortet.

Produktionsorte

Woher kommen die Produkte, Vorprodukte oder Rohstoffe bzw. wo wird produziert?

  • Es liegen uns hierzu keine aussagekräftigen Informationen vor.

Unternehmenspolitik

Wie ist die allgemeine Unternehmenspolitik bezüglich Kinderarbeit?

  • Das Unternehmen spricht sich im Code of Ethics nicht eindeutig gegen Kinderarbeit aus, sondern fordert nur zu fairem und sozialem Handeln auf.1)
  • Im CSR-Report 2002 jedoch wird das Verbot von Kinderarbeit erwähnt.2)

Kontrollen

Wie wird die Einhaltung der Unternehmenspolitik oder Richtlinien kontrolliert?

  • Soweit uns bekannt werden nur intern Kontrollen durchgeführt.3)
  • Das Unternehmen kontrolliert (nach unserer Einschätzung) nicht alle relevanten Produktionsschritte. Um ausbeuterische Kinderarbeit für ein Endprodukt möglichst ausschließen zu können, müssen alle relevanten Produktionsschritte kontrolliert werden. Relevant sind Produktionsschritte in Ländern oder Regionen, für die bekannt ist, dass ausbeuterische Kinderarbeit in diesem Bereich regelmäßig vorkommt. Dies betrifft auch Vorprodukte über die gesamte Produktions- und Lieferkette hinweg, die das Unternehmen von Zulieferern bezieht.

Vorwürfe

Gibt es Vorwürfe zu Kinderarbeit?

  • Im Dezember 2000 wurden laut dem Ministerium für Arbeit bei mehreren Einzelhändlern von Toys „R“ Us Kinderarbeitsrechte verletzt. Dem Unternehmen wurde dafür eine Geldstrafe von $200.000 auferlegt. Zudem wurde gefordert, dass die Arbeitsbedingungen an die Richtlinien des Ministeriums für Arbeit angeglichen werden.4)
  • Das Unternehmen produziert oder bezieht (womöglich) Spielwaren aus China. Von hier sind ernsthafte Vorwürfe über ausbeuterische Kinderarbeit bekannt geworden.
  • Ob das Unternehmen Produkte aus solchen Produktionsstätten oder Plantagen bezieht oder nicht, hat es uns nicht mitgeteilt. Soweit das Unternehmen keine wirksamen Kontrollen seiner eigenen Produktionsstätten und der seiner Vorlieferanten durchführen lässt, kann Kinderarbeit nicht ausgeschlossen werden.

Reaktionen

Wie reagierte oder reagiert das Unternehmen auf Vorwürfe?

  • Ein Pressesprecher von Toys „R“ Us erklärte, dass die Verletzungen, bei denen 14- und 15-jährige Arbeiter zu lange gearbeitet hätten, die Folge von Missverstehen der Kinderarbeitsrechte einiger Manager wären.4)

Soziales Engagement

Engagiert sich das Unternehmen herausragend um ausbeuterischer Kinderarbeit entgegen zu wirken?

  • Es liegen uns hierzu keine aussagekräftigen Informationen vor.

Bemerkenswertes

Gibt es Erwähnenswertes (positiv oder negativ) über das Thema „ausbeuterische Kinderarbeit“ hinaus in Bezug auf die Arbeits- und Produktionsbedingungen?

  • Im Bericht der Schweizer Spielzeug-Koalition zur Umfrage 2006 schneidet Toys „R“ Us sehr schlecht ab. Das Ziel dieser Umfrage war die Verbesserung der oftmals noch sehr schlechten Sozialstandards in der Spielzeugindustrie, wie tiefe Löhne, erzwungene Überstunden, Unterdrückung der Organisationsfreiheit. Toys „R“ Us reagierte nicht auf mehrfache Anfragen und weigerte sich, sich an der Kooperation zu beteiligen.

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05.05.2009 13/51

Links und Quellen

  1. Code of Ethics []
  2. Corporate Responsibility []
  3. Report of Management []
  4. Toys R Us Slapped With 0,000 Fine for Hundreds of Child Labor Violations – Los Angeles Times – aufgerufen am 23.05.2013 [] []

Bedeutung der Farbpunkte

Unternehmenspolitik gegen Kinderarbeit

Firma hat Verhaltenskodex, der sich eindeutig gegen Kinderarbeit auch bei Lieferanten ausspricht, bzw. produziert ausschließlich unter Bedingungen, die Kinderarbeit strukturell ausschliessen.

Firma spricht sich gegen Kinderarbeit aus, hat aber keinen Verhaltenskodex oder ähnliches.

Firma hat weder Verhaltenskodex noch liegen uns andere Aussagen vor, in denen sie sich gegen Kinderarbeit ausspricht oder sie meint, dass die Problematik sie nicht betrifft (dies wird im Firmen-Detail erläutert).

Kontrollen der Produktionsstätten

Es gibt unabhängige Kontrollen in allen relevanten Produktionsstufen bzw. in allen relevanten Stufen der Lieferkette.

Es gibt nur interne,  nur teilweise (das heißt: nicht in allen relevanten Produktionsstufen bzw. nicht in allen relevanten Stufen der Lieferkette) externe bzw. unabhängige oder zweifelhafte externe Kontrollen.

Es gibt keine Kontrollen bzgl. Kinderarbeit oder die Firma macht dazu keine Angaben.

Vorwürfe bezüglich Kinderarbeit

Es gibt keine konkreten Vorwürfe oder es gab Vorwürfe, die aber glaubhaft widerlegt wurden oder sich nicht erhärteten.

Erhärteten Vorwürfen wurde nachgegangen und ‚positiv‘ reagiert. ‚Positiv‘ = Den betroffenen Kindern wird eine Alternative / Entschädigung geboten.

Es gibt ernstzunehmende Vorwürfe und es wird nicht oder ‚negativ‘ darauf reagiert. ‚Negativ‘ = Es gab nur interne Kontrollen, Vorwürfe wurden abgestritten oder die Geschäftsbeziehungen wurden einfach beendet.

Engagement gegen Kinderarbeit

Firma engagiert sich langfristig und aktiv gegen ausbeuterische Kinderarbeit, d.h. nicht nur mit Geldspenden.

Firma engagiert sich im sozialen Bereich, aber nicht direkt in Bezug auf Kinderarbeit oder lediglich mit Geld- oder Sachspenden.

Kein Farbpunkt: Uns liegen keine Informationen über relevantes soziales Engagement der Firma zur Verhinderung von ausbeuterischer Kinderarbeit vor.

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