Shrimps

Bild: © Goumisao - Wikimedia Commons

Betroffene Länder

Fallbeispiel
Arbeit in der Garnelenfabrik
Eine (erwachsene) Arbeiterin aus einer Garnelenfabrik in Bangladesh berichtet in einem Interview über Arbeitsbedingungen und Kinderarbeit. In der Firma wird rund um die Uhr gearbeitet. Insgesamt gibt es 2.000 Beschäftigte. Einige arbeiten in 8-Stunden-Schichten ohne Pause. Vertraglich gebundene Arbeiter arbeiten zwölf Stunden am Stück mit gelegentlichen Pausen von 20 Minuten. Kinder, die mit ihren Müttern zur Arbeit kommen, haben zusammen mit den „Vertragsarbeitern“ die härteste und niedrigste Aufgabe zu erledigen. Sie schälen die rohen Garnelen mit ihren bloßen, ungeschützten Händen. Insgesamt sind in der Firma 100 bis 150 Kinder beschäftigt.1)

Wo wird mit Kinderarbeit produziert?

Ein Drittel der Shrimps, die wir konsumieren, kommen aus Asien und Lateinamerika. Thailand ist der größte Shrimpsexporteur der Welt. Einer Studie von 2006 über Kinderarbeit in Samut Sakhon (Provinz in Thailand) zufolge arbeiten etwa 10.000 thailändische Kinder in der fischverarbeitenden Industrie. Hinzu kommen bis zu 250.000 birmanische Migranten, darunter ebenfalls viele Kinder. Auch China ist ein großer Shrimpsexporteur, ebenso Bangladesh.2)3)4)

Tätigkeiten

Welche Arbeiten werden von Kindern ausgeführt?

Sie fangen und schälen die Shrimps und transportieren Berge von ihnen ab.5)3)

Konsequenzen

Welche Gefahren und Folgen ergeben sich für die Kinder?

Sie sind unsicheren und ungesunden Arbeitsbedingungen ausgesetzt, arbeiten ohne Sicherheitsausrüstung wie Handschuhe oder Scheren.
Für die Massentierhaltung von Shrimps werden die Becken mit Antibiotika, Pestiziden und Düngemittel behandelt. Deshalb leiden die Kinder an Ekzemen. Ihre Hände und Füße schwellen an, da sie bis zu 14 Stunden in dem chemieverseuchten Wasser stehen müssen. Die Kinder haben extrem lange Arbeitstage für wenig Lohn und werden oft von ihren Arbeitgebern erniedrigt.6)2)

Verbraucher-Tipps

Wie können wir gegen Kinderarbeit aktiv werden?

Eine umweltverträgliche Alternative stellen Shrimps mit Biosiegel dar. Die Erzeuger (bisher Betriebe in Ecuador, Peru, Vietnam und Indonesien) verpflichten sich, die Tiere artgerecht zu halten, auf Chemie- oder Antibiotika-Einsatz zu verzichten und den Tieren Öko-Futter zu geben.

Quellen + Links

Über die Environmental Justice Formation kann man sich an einer Shrimps-Kampagne beteiligen.

  1. True-Cost-of-Shrimp []
  2. Nord Süd Forum München [] []
  3. The True Cost Of Shrimps [] []
  4. Die Krabbenpuler von Samut Sakhon []
  5. Environmental Justice Formation: Shrimp farming []
  6. The True Cost Of Shrimps []

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