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Elektroautos aus Kinderarbeit: Kobaltabbau im Kongo

Kinderarbeit DR Kongo Kinder im Osten der Demokratischen Republik Kongo beim Abbau von Mineralien und Metallen  | Bild (Ausschnitt): © ENOUGH Project [CC BY-NC-ND 2.0]  - Flickr Ab Mitte der 2020er werden laut Mobilitätsforschern 15 Prozent der Neuwagen in Deutschland elektrisch betrieben sein – das sind 15 bis 20 Millionen neue Elektroautos im Jahr 2025. Diese gelten als umweltfreundlich, sauber und nachhaltig und damit als Alternative zu herkömmlichen Fahrzeugen. Die sind durch ihren CO2-Ausstoß schlecht für die Umwelt und zudem vom endlichen Rohstoff Erdöl angetrieben. Dass moderne Elektroautobatterien bzw. –akkus aber auch seltene Metalle wie Lithium oder Kobalt benötigen, ist vielen nicht bewusst. Laut Schätzungen wird allein die Automobilindustrie im Jahr 2035 122.000 Tonnen Kobalt für die Akkus von Elektrofahrzeugen benötigen.
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Ghana: Wie wir in Agbogbloshie Europas größte Elektroschrottdeponie geschaffen haben

 Die Mülldeponie Agbogbloshie in Ghana gehört zu den giftigsten Orten der Welt | Bild (Ausschnitt): © Fairphone [CC BY-NC 2.0]  - Flickr Seit dem 02. August dieses Jahres ist in den deutschen Kinos der Film „Welcome to Sodom“ der österreichischen Regisseure Weigensamer und Krönes zu sehen. Der Dokumentarfilm zeigt die größte Müllhalde in Afrika -„Agbogbloshie“- genauer in der Hauptstadt Ghanas, Accra. Hier wird der Elektroschrott, der aus vielen Teilen der Erde ankommt, auf wiederverwertbare Materialien durchsucht.
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Trotz internationaler Aufmerksamkeit ist Kinderarbeit in der Kakaoproduktion noch immer an der Tagesordnung

 Ein Kind bei der Verarbeitung von Kakaobohnen | Bild (Ausschnitt): © Electrolito [CC BY-SA 3.0]  - Wikimedia Commons Geht man in einen Laden, um Schokolade zu kaufen, gibt es eine riesige Auswahl an Marken und Preisklassen. Die Entwicklung der letzten Jahre zeigt, dass immer mehr Hersteller auf fair-trade Siegel setzen, um uns beim Kauf ein gutes Gewissen zu geben. Denn ähnlich wie bei Kaffee findet langsam ein Umdenken statt. So sind bereits vor Jahrzehnten die schlechten Arbeitsbedingungen der Kakaobauern in die Schlagzeilen geraten, was einen Großteil der Firmen dazu brachte, vermehrt auf eine saubere Herkunft zu achten – man wollte ja keinen schlechten Ruf bekommen. Eines der Hauptprobleme in den Herkunftsländern war, dass Millionen Kinder bei der Ernte eingesetzt werden und dabei extremen körperlichen Belastungen ausgesetzt sind. Trotz aller Bemühungen konnte dieser Missstand jedoch bis heute nicht beseitigt werden und gibt immer noch Grund zur Sorge. Letztlich kann fast jede Schokolade aus afrikanischem Kakao mit Kinderarbeit in Verbindung gebracht werden und selbst eine fair-trade Beschriftung gibt keine Garantie, dass Kinder nicht zum Einsatz kamen. Folglich werden nicht nur die Verbraucher bei ihrer Kaufentscheidung verunsichert – man muss leider auch zugeben, dass alle bisherigen Maßnahmen gegen Kinderarbeit im Kakaogeschäft nicht die erwünschte Wirkung gezeigt haben und sich die armutsbedingte Lebenswelt der Bauern trotz erhöhtem Engagement nicht verändert hat.
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Kinder in asiatischen Steinbrüchen arbeiten für unsere Grabsteine

Kind bearbeitet Grabstein Kind in Vietnam arbeitet in einem Steinbruch | Bild (Ausschnitt): ©  ILO in Asia and the Pacific [CC BY-NC-ND 2.0]  - flickr Zwei Drittel der Grabsteine und Einfassungen in Deutschland stammen aus Indien, 150.000 Kinder arbeiten in den Steinbrüchen vor Ort. Bereits im Jahr 2000 hat die ILO eine Konvention zur Bekämpfung dieser, einer der schlimmsten Formen von Kinderarbeit, angenommen. Erst jetzt, 18 Jahre später, sind Fortschritte in den deutschen Bundesländern zu erkennen.
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Nikotinkrank statt Schulbank: Kinder schuften auf Tabakplantagen, um die weltweite Sucht nach Nikotin zu befriedigen

Kinder in Indonesien bringen die Ernte ein In den ärmsten Bauernfamilien Indonesiens ist es eine Selbstverständlichkeit, dass Kinder mit anpacken | Bild (Ausschnitt): © Hugh Derr [CC BY-NC-ND 2.0]  - Flickr Die Zahl der Raucher in Deutschland nimmt immer weiter ab – Gott sei Dank. Selbst die Jugendkultur scheint immer weniger durch verlockende Werbungen der Tabakkonzerne geblendet werden zu können. Zahlreiche Verbote und Abschreckungsmaßnahmen haben dabei eine wichtige Rolle gespielt. Beispielsweise die bekannten Schockbilder auf jeder Zigarettenschachtel. Durch diese wird auf gesundheitliche Risiken wie Krebs, Herzleiden oder Unfruchtbarkeit hingewiesen. Auch die passiven Auswirkungen des Rauchens auf Mitmenschen werden hier nicht ausgelassen. Eine Gruppe wird jedoch vergessen abzubilden – absichtlich? Denn sie ist es doch, die mit den schwersten Gesundheitsschäden des Tabakkonsums zu kämpfen hat. Die Rede ist von den zahlreichen Tabakbauern in den Entwicklungsländern unserer Welt – darunter viele Kinder. Unter schwersten Bedingungen arbeiten diese für einen Hungerlohn, während sie krankmachenden Giftstoffen ausgesetzt sind. Besonders die Jüngsten von ihnen werden dabei nachhaltig geschädigt und können ein kindgerechtes Leben nicht führen – müssen sie ihren Eltern oft doch schon ab fünf Jahren bei der Produktion helfen.
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Vierte Welt-Kakao-Konferenz: Werden den Worten nun endlich Taten folgen?

 Schokolade ist zwar sehr lecker - dahinter verbirgt sich jedoch oft Kinderarbeit und Armut  | Bild (Ausschnitt): © Sonia - L´Exquisit [(CC BY-NC-ND 2.0)]  - flickr Hunderte Variationen von Schokoeiern, Osterhasen aus dunkler, weißer oder Vollmilchschokolade – Vor rund einem Monat war Ostern. Und Schokolade gehört zum Osterfest einfach dazu. Doch das Grundprodukt für die Süßigkeit, Kakao, wird oft zu nicht fairen Bedingungen angebaut. Bittere Armut, Kinderarbeit und ökologische Zerstörung prägen die Kakaoindustrie. Vor allem die Kakaobauern in den Hauptanbauländer Elfenbeinküste, Ghana, Nigeria und Kamerun, von wo 70 Prozent des weltweit angebauten Kakaos stammen, aber auch Staaten in Asien und Lateinamerika sind betroffen.
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