Dänemark

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in Zahlen

  • Gesamtbevölkerung: 5.543.453 Einwohner (Stand: Juli 2012)1)
  • 0-14 Jahre: 17,4%1)
  • keine Statistiken zu Kinderarbeit

Tätigkeiten / Produkte

  • Dänemark ist Ziel- und Durchgangsland für Menschen- und Kinderhandel. Vor allem Frauen und Mädchen aus den zentral- und osteuropäischen Ländern, den baltischen Staaten und der ehemaligen Sowjetunion, Thailand und Afrika werden zum Zweck der sexuellen Ausbeutung ins Land gebracht.
  • In geringerem Umfang werden auch Kinder ins Land verschleppt, um als Diebe zu arbeiten.2)

Allgemeine Rahmenbedingungen

  • Die Arbeitslosenquote beträgt 6,4% (Stand: 2009)
  • 13,4% leben unter der Armutsgrenze3)

Schulbildung

  • Einschulungrate: 100% der Jungen und Mädchen werden eingeschult (2000-2005)4)
  • Schulbesuch ist verpflichtend bis einschließlich der neunten Klasse und kostenfrei – einschließlich der Universität.
  • Alphabetisierungsrate: 99% der erwachsenen Männer und Frauen können lesen und schreiben (Stand: 2003)5)

Ursachen für Kinderarbeit

  • Kinderhandel zum Zweck der sexuellen Ausbeutung6)

Gesetzliche Rahmenbedingungen

  • ILO Konvention Nr. 1057) : ratifiziert am 17. 01. 1958
  • ILO Konvention Nr. 1388) : ratifiziert am 13. 11. 1997 , Mindestalter 15 Jahre
  • ILO Konvention Nr. 1829) : ratifiziert am 14. 08. 2000
  • UN-Kinderrechtskonvention10) : ratifiziert am 19. 07. 1991
  • UN Zusatzprotokoll bewaffnete Konflikte11) : ratifiziert am 27. 08. 2002
  • UN Zusatzprotokoll Kinderhandel12) : ratifiziert am 24. 07. 2003
  • Nationale Gesetze zum Schutz von Kindern:
    Das Gesetz verbietet Menschenhandel und Zwangsarbeit.
    Gesetze verbieten die Ausbeutung von Kindern am Arbeitsplatz; die Regierung hat diese Gesetze in der Praxis erfolgreich durchgesetzt. Das Mindestarbeitsalter liegt bei 15 Jahren, für Teilzeitarbeit bei 13 Jahren. Kinder im schulpflichtigen Alter dürfen nur mäßig anstrengende Arbeiten ausführen, es gelten bestimmte Höchstarbeitsstunden und Bestimmungen zur Gesundheit und Sicherheit am Arbeitsplatz.2)

Bisherige Lösungsansätze

  • Dem nationalen Polizeikommissar untersteht eine Einsatzgruppe gegen Menschenhandel, er unterstützt lokale Polizeidienststellen bei Ermittlungen und bildet Polizisten dahingehend aus, Fälle von Menschenhandel zu erkennen und zu untersuchen. Die Regierung arbeitet bei internationalen Ermittlungen gegen Menschenhandel mit und tauscht Informationen mit Nachbarländern aus.
  • 2005 hat das Ministerium für Soziales offiziell einen Anhang, Kinderhandel betreffend, dem 2002 veröffentlichten Aktionsplan der Regierung zur Bekämpfung von Frauenhandel beigefügt.
  • Die Regierung unterstützt finanziell verschiedene NGOs, die Opfern von Menschenhandel helfen, Hotlines für zur Untestützung der Opfer und zur Vermeidung von Menschenhandel unterhalten und Datenmaterial über das Ausmaß des Problems sammeln. Das Ministerium für Soziales hat zudem eine Anti-Menschenhandel-Anzeigenkampagne in allen großen Zeitungen durchgeführt, eine Hotline und eine Website zu diesem Thema eingerichtet.13)
  1. CIA The World Factbook [] []
  2. U.S. Department of State [] []
  3. World Factbook []
  4. UNICEF []
  5. CIA The World Factbook []
  6. Global March against Child Labour []
  7. Abschaffung der Zwangsarbeit []
  8. Mindestalter 15 Jahre für die Zulassung zur Beschäftigung []
  9. Verbot und Beseitigung der schlimmsten Formen von Kinderarbeit []
  10. Übereinkommen der Vereinten Nationen über die Rechte der Kinder []
  11. Zusatzprotokoll zur UN-Kinderrechtskonvention zum Schutz der Kinder in bewaffneten Konflikten []
  12. Zusatzprotokoll zum Schutz vor Kinderhandel, -prostitution und -pornographie []
  13. U.S. Department of State []

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