Rumänien

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in Zahlen

  • Gesamtbevölkerung: 21.848.504 Einwohner (Stand: Juli 2012)1)
  • 0-14 Jahre: 14,8%1)
  • etwa 1% der Kinder zwischen 5 und 14 Jahren arbeiten (2005)2)
  • jedes fünfte der 5,6 Millionen Kinder in Rumänien arbeitet3)

Tätigkeiten / Produkte

  • Landwirtschaftliche Tätigkeiten, z.B. auch auf Farmen die den Eltern der Kinder gehören, machen rund 90% der Tätigkeiten aus3)
  • Arbeit auf der Straße: Betteln, Autos waschen, Verkauf von Kleinigkeiten, Be- und Entladen von Waren…
  • Prostitution
  • Rumänien ist Ausgangs- und Durchgangsland für Kinderhandel. Frauen und Mädchen werden nach fast ganz Europa verschleppt, um sie dort kommerziell sexuell auszubeuten.4)

Allgemeine Rahmenbedingungen

  • das Durchschnitts- Einkommen in Rumänien ist niedriger als in den meisten anderen Ländern in Südost-Europa, 2011 betrug das Nettodurchschnittsgehalt 355 Euro im Monat5)
  • etwa 20% der Bevölkerung leben unterhalb der Armutsgrenze6)
  • ca. 2% der Rumänen leben von weniger als 1 US- Dollar pro Tag7)
  • Arbeitslosenrate: 6,5% (Stand: Dezember 2012)8)

Schulbildung

  • in Rumänien ist die Schulbildung 10 Jahre lang verpflichtend und kostenlos
  • 92% der Kinder werden eingeschult
  • besonders unter Kindern der Roma- Minderheit ist die Rate der Schulabbrecher jedoch sehr hoch7)

Ursachen für Kinderarbeit

  • Armut
  • viele Kinder werden von ihren Eltern verlassen und sind auf sich allein gestellt

Gesetzliche Rahmenbedingungen

  • ILO Konvention Nr. 1059) : ratifiziert am
  • ILO Konvention Nr. 13810) : ratifiziert am 19.11.1975, Ausnahmeregel: Mindestalter 16 Jahre
  • ILO Konvention Nr. 18211) : ratifiziert am 3.8.1998
  • UN-Kinderrechtskonvention12) : ratifiziert am 28.9.1990
  • UN Zusatzprotokoll bewaffnete Konflikte13) : ratifiziert am 12.2.2002
  • UN Zusatzprotokoll Kinderhandel14) : ratifiziert am 18.1.2002
  • per nationalem Gesetz ist das Mindest- Arbeitsalter auf 16 Jahre festgesetzt, allerdings können Kinder mit Zustimmung ihrer Eltern ab 15 Jahren altersgerechte Arbeit verrichten4)
  • Kinder und Jugendliche unter 18 dürfen nicht nachts arbeiten, keine gefährlichen Arbeiten verrichten und nicht mehr als 6 Stunden pro Tag oder 30 Stunden pro Woche arbeiten4)
  • bei Kinderhandel werden Gefängnisstrafen von 3 bis 15 Jahren verhängt ´(( 2005 Findings on the Worst Forms of Child Labor – US. Department of Labor – aufgerufen am 19.05.2014 ))

Bisherige Lösungsansätze

  • Es wurde ein nationaler Aktionsplan zur Beseitigung von Kinderarbeit entwickelt; die „National Authority for Child Protection and Adoption“ bietet Opfern von Kinderhandel Hilfe an.4)
  • Die Regierung hat ein Schulspeisungsprogramm eingeführt und bietet armen Familien finanzielle Unterstützung für die Schulbildung ihrer Kinder an. Das von der Weltbank unterstützte „Rural Education“ Projekt versucht die Qualität der Schulbildung in ländlichen Gebieten zu verbessern.4)

Bisherige Erfolge

  1. CIA The World Factbook [] []
  2. UNICEF []
  3. Sklaverei im 21.Jahrhundert [] []
  4. 2005 Findings on the Worst Forms of Child Labor – US. Department of Labor – aufgerufen am 19.05.2014 [] [] [] [] []
  5. Auswärtiges Amt []
  6. Millennium Development Goals Indicator []
  7. UNICEF Länderbericht [] []
  8. Auswärtiges Amt []
  9. Abschaffung der Zwangsarbeit []
  10. Mindestalter 15 Jahre für die Zulassung zur Beschäftigung []
  11. Verbot und Beseitigung der schlimmsten Formen von Kinderarbeit []
  12. Übereinkommen der Vereinten Nationen über die Rechte der Kinder []
  13. Zusatzprotokoll zur UN-Kinderrechtskonvention zum Schutz der Kinder in bewaffneten Konflikten []
  14. Zusatzprotokoll zum Schutz vor Kinderhandel, -prostitution und -pornographie []

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