Pakistan: 11-jähriger Kinderarbeiter brutal vom Chef verprügelt

Flagge von Pakistan | Bild: © Public Domain - Wikimedia Commons

In der Stadt Rahim Yar Khan, in der pakistanischen Provinz Punjab, ereignete sich ein schrecklicher Fall von Kindesmissbrauch. Der 11-jährige Muhammad Nasir arbeitete in einem Burger-Laden an der Shahi-Straße bis es letzten Freitag zu der Tragödie kam.

Augenzeugen sahen wie er kopfüber von der Decke hing und von seinem Chef brutal mit einem Kricketschläger verprügelt wurde. Chaudry Niaz, der Ladenbesitzer, hatte den Jungen losgeschickt Tee zu besorgen und als dieser dann „verspätet“ zurückkam, band er ihn  kopfüber an die Decke und fing an auf ihn einzugschlagen. Die Schreie des Jungen erweckten schließlich die Aufmerksamkeit einiger Passanten. „Es war ein schrecklicher Anblick. Der Junge schrie um Vergebung aber der Besitzer schlug einfach weiter zu bis wir ihn stoppten“, so ein Passant. Obwohl sie den Chef aufhalten und den Jungen befreien konnten, nutzte der Schläger die Gelegenheit und ging wieder auf den Jungen los. Erst als die Polizei eintraf, flüchtete der Ladenbesitzer.

Nasir wurde sofort ins Krankenhaus gebracht. Er erlitt schwere Verletzungen am Körper und am Kopf. Die Polizei fahndet derzeit noch nach dem Flüchtigen. Die Staatsanwaltschaft strebt eine Klage wegen Kinderarbeit und Folter an, worauf in Pakistan Rs2000 Strafe (etwa 17 €) und Gefängnis stehen.

Dieser Fall zeigt ein besonderes Problem der Kinderarbeit: Im Gegensatz zu erwachsenen Arbeitern werden Kinder oft leichter Opfer von Gewalt seitens ihrer Vorgesetzen, da sie sich selbst nicht wehren können.

Link zum Artikel (englisch)

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