Kinderarbeit auf Baumwollfeldern: EU stoppt Handelsabkommen mit Usbekistan

Bild: © n.v. -

Die EU blockiert erstmalig aus Menschenrechtsgründen ein Handelsabkommen. 603 Mitglieder des EU-Parlaments stimmten gegen eine Tarifreduktion auf Textilimporte aus Usbekistan. Dies bedeutet eine Verteuerung usbekischer Baumwolle und soll europäische Händler an einem Import hindern. Ende November bereits hatte das EU-Parlament beschlossen, dem Textilabkommen mit Usbekistan nur zuzustimmen, wenn die Tradition der Kinderarbeit auf Baumwollplantagen abgeschafft würde. ILO-Mitarbeiter sollen nun zur Überwachung in den zentralasiatischen Staat geschickt werden. Wie schon häufiger berichtet, werden jeden Herbst ca. 2,7 Millionen Kinder ab neun Jahren zur Baumwollernte von der Regierung zwangsverpflichtet. Sie werden nicht nur für diese Zeit am Schulbesuch gehindert, sondern kommen auch mit giftigen Pestiziden in Berührung. Das Exportgut Baumwolle beschert Usbekistan ein Einkommen von einer Milliarde US-Dollar.

Link zum Artikel

Über nikoletta / EarthLink

Projektmitarbeiterin: "Drogen und Entwicklung", "Facing Finance", "Aktiv gegen Kinderarbeit", "Fluchtgrund". Praktikanteneinarbeitung und -betreuung, Betreuung von Bundesfreiwilligen, Beantragung von Fördermitteln, Blogeinträge, Recherche
Dieser Beitrag wurde unter Politik abgelegt und mit , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.