Verbesserung der Bildungschancen von Mädchen durch technischen Fortschritt

Bild: © GaborfromHungary - morgueFile

Ich wollte immer in die Schule gehen, sagt die 17-jährige Azra, die in Pakistan in der Khyber Pakhtunkhwa Provinz im Norden des Landes lebt. Als das kostenlose mobile Lernprojekt in unserer Gegend eingeführt wurde, war ich sehr aufgeregt. Ich sagte zu meiner Mutter, dass ich unterrichtet werden muss und meine Mutter stimmte mir zu. Sie sagte, dass ich ihr viel geholfen habe und es verdiene. Vor dem mobilen Unterricht konnten ich und viele andere Mädchen nicht ein einziges Wort lesen oder schreiben. Aber jetzt können alle Mädchen, die von dem Projekt profitiert haben, lesen.

Bildung gibt Frauen die Chance, ihr eigenes Leben zu bestimmen. Wenn Frauen Bildung erhalten haben, heiraten sie meist später und haben kleinere und gesündere Familien. Sie erwerben die Fähigkeiten, die sie brauchen, um sich auf dem Arbeitsmarkt behaupten zu können. Außerdem lernen sie ihre Rechte und entwickeln das Selbstbewusstsein, diese durchzusetzen.
Lernprogramme von der UNESCO (Organisation der Vereinten Nationen für Bildung, Wissenschaft und Kultur)1) setzen auf die Hilfe von Mobilfunktechnologien, wie Handys und Tablets, um die Welt in der Gleichberechtigung, nicht nur in der Bildung, voran zu bringen.2)

Die UNESCO veranstaltet diese Woche die „Mobile Learning Week 2015“. Der diesjährige Schwerpunkt ist die Stärkung der Mädchen durch Bildung mithilfe von Mobilfunktechnologien.
Weltweit findet ein enormes Wachstum in der Herstellung und Nutzung von Mobiltelefonen mit Internetzugang statt. Zu viele Frauen und Mädchen allerdings haben keinen Zugang zu den neuen Technologien und können nicht davon profitieren.
Statistiken der UNESCO belegen, dass zwei Drittel der weltweit 781 Millionen Analphabeten und 126 Jugendliche Frauen sind.
Eine Recherche von Intel zeigt, dass fast 25 Prozent weniger Frauen als Männer in Entwicklungsländern Zugang zum Internet haben, in manchen Regionen sogar bis zu 50 Prozent.
Mobilfunktechnologien sind kein Wundermittel, aber sie können die Bildung verbessern. Die Internationale Telekommunikationsunion (ITU) schätzt, dass von den 7 Milliarden Menschen auf der Erde mehr als sechs Milliarden Zugang zu einem funktionierenden mobilen Gerät haben.

Der Erfolg und Enthusiasmus, der von Projekten wie in Pakistan hervorgerufen wird, spiegelt den Lernwillen mit neuen Technologien wider. Weitere Projekte in Mexiko und Nigeria zeigen, dass diese Technologien auch in abgeschiedenen Gebieten oder in indigenen Gemeinden genutzt werden können, um die Qualität des Unterrichts zu verbessern und um den Mädchen und Frauen eine bessere Zukunft zu ermöglichen.3)

  1. Wikipedia: UNESCO; aufgerufen am 05.03.2018 []
  2. UNESCO: Empowering Women and Girls; nicht mehr verfügbar []
  3. UNESCO: Mobile Power for Girl Power; aufgerufen am 05.03.2018 []

Über antonia / earthlink

Nachdem ich im Sommer 2014 mein Abitur gemacht habe, arbeite ich derzeit als Bundesfreiwillige bei earthlink e.V. Im Herbst fange ich mit meinem Humangeografie Studium an. Die Arbeit hier ermöglicht es mir erste Erfahrungen in dem Arbeitsbereich, der mich interessiert, zu sammeln und herauszufinden ob es wirklich das Richtige für mich ist.
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