Auf Reisen: Auf was Sie achten sollten!

Bild: © DearEdward - Wikimedia Commons

Die Urlaubszeit beginnt und auf viele von uns warten spannende Reisen in ferne und nahe Länder. Auf einigen Reisen wird man arbeitenden Kindern begegnen. Sie arbeiten als Straßenverkäufer jeglicher Produkte, in Hotels, in der Gastronomie und im Sextourismus.
Unsicherheit, wie man sich arbeitenden Kindern gegenüber zu verhalten hat, ist nachvollziehbar. Frisch angekommen auf Bali, in Mexiko oder anderswo blickt man in die erwartungsvollen Kindergesichter, die versuchen, Schmuck, Obst oder Wasser zu verkaufen. Mitleid macht sich breit und der Wunsch, durch einen kleinen Kauf zumindest diesem Kind helfen zu können. Wie man am besten handelt, muss man je nach Situation selbst entscheiden.

Generell gesehen wäre es besser, an lokale Kinderhilfsprojekte zu spenden, denn diese können den Kindern helfen, aus der Armut zu entkommen. Kauft man bei den Kindern,  unterstützt man Kinderarbeit. Möchte man nichts abkaufen, kann aber trotzdem nicht einfach weitergehen, bietet es sich an, den Kindern etwas zu Essen oder zu Trinken zu geben. Kinderarbeit ist mit ein Grund für ihre schlechte Situation, denn es nimmt den Kindern eine Chance auf Bildung. Nur wenn sie eine Schule besuchen können, werden sie später besseren Jobs nachgehen können und nicht als Tagelöhner um ihr Einkommen fürchten müssen.

Bei offensichtlicher ausbeuterischer Kinderarbeit oder dem Verdacht von ausbeuterischer Kinderarbeit sollten Sie umgehend Ihren Reiseveranstalter und das Hotelmanagement informieren.

Nach Schätzungen diverser Hilfsorganisationen beuten circa 10 000 Reisende aus Deutschland Kinder sexuell aus. Selbst wenn diese Taten im Ausland stattfinden, können die Täter aufgrund einer extraterritorialen Gesetzgebung auch im Heimatland strafrechtlich verfolgt werden. Damit solche Straftaten verfolgt werden können, sollten Sie bei derart beobachteten Fällen das Bundeskriminalamt (BKA) informieren.1)

  1. Aktiv gegen Kinderarbeit: Auf Reisen, Stand 14.07.15 []

Über Katharina / earthlink

Ich studiere Politikwissenschaften an der LMU München und bin für ein Praktikum bei earthlink e.V., um Erfahrungen in der entwicklungspolitischen Bildung zu sammeln.
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