H&M

Zu H&M gehören die Marken / Firmen:
Cheap Monday

Unternehmenspolitik gegen Kinderarbeit
Kontrollen der Produktionsstätten
Vorwürfe bzgl. Kinderarbeit
Für "Aktiv gegen Kinderarbeit" relevante Produkte oder Vorprodukte:
Baumwolle - Schuhe - Textilien -
Branchenzuordnung: Mode, Bekleidung, Textilien -

Produktionsorte

Woher kommen die Produkte, Vorprodukte oder Rohstoffe bzw. wo wird produziert?

Unternehmenspolitik

Wie ist die allgemeine Unternehmenspolitik bezüglich Kinderarbeit?

  • Sowohl im Verhaltenskodex von 19973), der auf den Richtlinien der ILO und der UN-Kinderrechtskonventionen beruht, als auch im Nachhaltigkeitsbericht 20124), spricht sich das Unternehmen klar gegen Kinderarbeit aus. Die Normen aus dem Verhaltenskodex gelten für alle Lieferanten und Sublieferanten.

Kontrollen

Wie wird die Einhaltung der Unternehmenspolitik oder Richtlinien kontrolliert?

  • Seit 2005 hat H&M ein neues Auditing-System entwickelt, das Full Audit Programm (FAP)5), welches tiefer gehende Kontrollen und bessere Kontrollen der Sublieferanten ermöglichen soll. 2010 wurden 1938 Audits in Fabriken, die für H&M arbeiten, durchgeführt. H&M konzentriert sich auf Kontrollen von den wichtigsten Lieferanten. Neben Kontrollen sei es für H&M auch von hoher Bedeutung, zu Bewusstseinsbildungsprozessen für soziale und ökologische Fragen beizutragen, beispielweise durch Schulungen für das Management aber auch durch Workshops, die etwa die Arbeiter selbst über ihre Rechte aufklären und somit die Basis dafür schaffen, für diese auch selbst einzutreten.6) Das FAP bewertet ob die in der Fabriken existierende Strukturen Menschenrechtsverletzungen vorbeugen. Dies wird seit Dezember 2010 mittels eines neuen Bewertungssystems für Lieferanten (ICoC) gemessen.7)
  • Im November 2007 erklärte ein H&M-Sprecher, dass H&M keine Kontrolle über die Baumwollproduktion habe.8)9)
  • Laut der Sendung “Der H&M Markencheck” gibt es in den Fabriken der Sublieferanten nicht immer unangekündigte Kontrollen. Der Arbeitsmarktforscher Khorshed Alam sagte, das Netz der Sublieferanten könne nicht verlässlich kontrolliert werden, da es viel zu unübersichtlich sei.10)

Vorwürfe

Gibt es Vorwürfe zu Kinderarbeit?

  •  Im Dezember 1997 wurde im schwedischen Fernsehen eine Dokumentation gesendet, in der H&M unter anderem der Kinderarbeit auf den Philippinen beschuldigt wurde.11)
  • Im November 2007 berichtet das schwedische Fernsehen erneut über Kinderarbeit für H&M-Produkte, diesmal bei der Baumwollproduktion in Usbekistan, bei der auch H&M-Produzenten einkaufen.8) 12) Die H&M-Unternehmenssprecherin Annacarin Björne gibt zu, dass dies schon lange bekannt sei, weist aber die Verantwortung für die Produktionsbedingungen in der langen Lieferkette von sich.13)
  • 2010 wurden bei Kontrollen neun Fälle von Kinderarbeit endeckt, vor allem in Fabriken in China.14)
  • Im Mai 2011 veröffentlichte das niederländische Forschungszentrum SOMO (Centre for Research on Multinational Corporation) und das INC (Indian Comittee of the Netherlands) den Bericht “Captured by Cotton”, in dem vier Textilunternehmen in Südindien untersucht wurden, die auch für H&M produziert haben sollen. Es wurden schwere Arbeitsrechtsverletzungen festgestellt, darunter auch Kinderarbeit.15)
  • Im Januar 2012 berichtete die ARD in der Sendung “Der H&M-Check” über die Arbeitsbedingungen bei H&M. Der Vorwurf der Kinderarbeit in Fabriken in Bangladesch, die für H&M produzieren sollen, konnte allerdings nicht eindeutig nachgewiesen werden.16)

Reaktionen

Wie reagierte oder reagiert das Unternehmen auf Vorwürfe?

  •  H&M hat auf die Vorwürfe von 1997 laut konsument.at offensiv reagiert und daraufhin einen freiwilligen Verhaltenskodex erarbeitet.11)
  • Auf die Vorwürfe im November 2007 reagierte eine H&M-Unternehmenssprecherin unter anderem so: H&M könne nur Unternehmen kontrollieren, mit denen direkte Geschäftsbeziehungen bestehen, das seien die Lieferanten und deren Zulieferer. “Mit den Baumwolllieferanten haben wir keine Geschäftsbeziehung.”13)
  • Die Firma sprach sich trotzdem klar gegen Kinderarbeit bei der Baumwollernte in Usbekistan aus. In einer Email an EarthLink vom November 2007 wurde die Situation als “inakzeptabel” bezeichnet. H&M beteiligte sich an einem Meeting zu diesem Thema, welches 2010 von Responsible Sourcing Network, dem Institute for Human Rights und Anti-Slavery International veranstaltet wurde.  Zudem versucht H&M durch die Mitgliedschaft in der BCI17), den Baumwollanbau weltweit zu verbessern und ökologisch, wirtschaftlich und sozial nachhaltig zu gestalten.18)
  • H&M will seinen Einfluss auf die Baumwollproduzenten erhöhen. Dazu fordert H&M alle seine Baumwolle verarbeitenden Lieferanten (z.B. mit eigenen Spinnereien) dazu auf, beim Einkauf und der Verarbeitung von Baumwolle keine Baumwolle zu verwenden, bei der der Verdacht besteht, dass diese unter Einsatz von Kinderarbeit gepflückt worden ist.19)
  • Laut dem von H&M selbst veröffentlichten Ergebnisberichts über eigene Kontrollen bei seinen Lieferanten im Jahr 2010 wurden neun Fälle von Kinderarbeit entdeckt, die Mehrzahl davon in China. Den Kindern wurde daraufhin sofort, je nach individueller Situation, sowohl finanziell, als auch mit Schulbildung, geholfen.14)
  • H&M und andere betroffende Firmen äußerten sich zu den Vorwürfen des Berichts “Captured by Cotton” mit einer gemeinsamen Stellungnahme. Sie zeigten sich besorgt und wollen verschiedene Maßnahmen, darunter das Verbot der Anstellung von ArbeiterInnen unter dem legalen Mindestalter in der Bekleidungsbranche.20)
  • Zu den Vorwürfen der Kinderarbeit in Bangladesh äußerte sich der verantwortliche H&M-Mangager Lampa folgendermaßen: H&M halte sich grundsätzlich immer an die rechtlichen Bestimmungen der Länder, in denen produziert wird. Seien diese unklar, so halte man sich an die Richtlinien der ILO.21)

Soziales Engagement

Engagiert sich das Unternehmen herausragend um ausbeuterischer Kinderarbeit entgegen zu wirken?

  • Seit 1999 setzt sich H&M in Bangladeshs Hauptstadt Dhaka für die Ausbildung junger Menschen ein. Es wurde eine Schule geschaffen, an der jährlich 100 junge Menschen ab 17 Jahren zu NäherInnen ausgebildet werden. Jedem Absolvent ist ein Arbeitsplatz in einer der Zuliefererfirmen von H&M sicher. Ursprünglich war das Projekt für Kinder gedacht, die als Arbeiter in Firmen entdeckt wurden. Dies ist aber heute laut H&M nur noch selten der Fall.22)
  • In der Projektphase von Juli 2008  bis Sommer 2009 unterstützte H&M Unicef bei einem Einsatz in Usbekistan. Das Projekt hatte zum Ziel, die Öffentlichkeit für das Thema Kinderarbeit, vor allem in der Baumwollindustrie, zu sensibilisieren und Schutzmaßnahmen für die Kinder zu konzipieren.23)
  • Seit 2009 arbeitet H&M mit UNICEF in Indien im Rahmen des Programms “All for Children” zusammen. Ziel des Programmes ist es, dass Kinder aus Südindien nicht mehr arbeiten müssen, sondern wieder in die Schule gehen können.24) 9)

Bemerkenswertes

Gibt es Erwähnenswertes (positiv oder negativ) über das Thema „ausbeuterische Kinderarbeit“ hinaus in Bezug auf die Arbeits- und Produktionsbedingungen?

  • Die 2012 bei der ARD ausgestrahlten Sendung “Der H&M-Check” berichtete unter anderem über sehr niedrige Löhne in den Fabriken in Bangladesh. Dies wiederum erhöht die Wahrscheinlichkeit für Kinderarbeit, weil die Eltern die Familie von dem Gehalt nicht ernähren können und deshalb auch die Kinder arbeiten müssen. Zwar hat H&M dazu beigetragen, dass der Mindestlohn verdoppelt wurde, dennoch wurde von Experten kritisiert, dass H&M nicht genügend Druck auf Fabriken und Regierung ausübt, damit dieser noch weiter erhöht wird.21)
  • H&M ist Mitglied in der Fair Labor Association25) und nimmt am Global Compact teil.26)
  • H&M ist außerdem Mitglied der Better Cotton Initiative – BCI.27)
  • H&M unterstützt verschiedene weitere Initiativen im ökologischen
    und sozialen Bereich. Einen Überblick gibt es auf der H&M Webseite
    “About H&M – Sustainability”.28)
  • H&M hat es sich zum Ziel gesetzt, bis zum Jahre 2020 nur noch Biobaumwolle zu verarbeiten.29)
  • Die Firma setzt sich zudem aktiv für Umweltschutz ein.30)

Stand: 06/03/2012

Quellen und Links

H&M Sustainability

  1. H&M Production []
  2. H&M Bericht über das Full Audit Programm []
  3. H&M Code of Conduct; aufgerufen am 28.05.2014 []
  4. Nachhaltigkeitsbericht []
  5. H&M Monitoring and Grading;  nicht mehr verfügbar []
  6. Mitteilung von H&M an Earthlink 20.8.2007 []
  7. H&M Monitoring and Grading; nicht mehr verfügbar []
  8. Bericht bei stern.de [] []
  9. H&M All for Children; aufgerufen am 28.05.2014 [] []
  10. ARD Markencheck H&M;  nicht mehr verfügbar []
  11. konsument.at [] []
  12. ARD Kinderarbeit für Baumwolle in Usbekistan []
  13. Bericht “Angeblich Kinderarbeit bei H&M-Produkten” bei diePresse.com [] []
  14. H&M Bericht über das Full Audit Programm – nicht mehr verfügbar [] []
  15. Bericht “Captured by Cotton” []
  16. ARD Markencheck H&M; nicht mehr verfügbar []
  17. BCI Mitglieder []
  18. E-Mail-Antwort vom 29.11.2007 []
  19. E-Mail-Antwort vom 29.11.2007 []
  20. Bericht “Captured by Cotton” []
  21. ARD Markencheck H&M [] []
  22. H&M Training centre Bangladesh; aufgerufen am 28.05.2014 []
  23. unicef.org []
  24. Unicef All for Children; nicht mehr verfügbar []
  25. fairlabor.org []
  26. unglobalcompact.org []
  27. BCI Mitglieder; nicht mehr verfügbar []
  28. H&M Sustainability []
  29. H&M Baumwolle; aufgerufen am 28.05.2014 []
  30. H&M Be climate smart []

Bedeutung der Farbpunkte

Unternehmenspolitik gegen Kinderarbeit

Firma hat Verhaltenskodex, der sich eindeutig gegen Kinderarbeit auch bei Lieferanten ausspricht, bzw. produziert ausschließlich unter Bedingungen, die Kinderarbeit strukturell ausschliessen.

Firma spricht sich gegen Kinderarbeit aus, hat aber keinen Verhaltenskodex oder ähnliches.

Firma hat weder Verhaltenskodex noch liegen uns andere Aussagen vor, in denen sie sich gegen Kinderarbeit ausspricht oder sie meint, dass die Problematik sie nicht betrifft (dies wird im Firmen-Detail erläutert).

Kontrollen der Produktionsstätten

Es gibt unabhängige Kontrollen in allen relevanten Produktionsstufen bzw. in allen relevanten Stufen der Lieferkette.

Es gibt nur interne,  nur teilweise (das heißt: nicht in allen relevanten Produktionsstufen bzw. nicht in allen relevanten Stufen der Lieferkette) externe bzw. unabhängige oder zweifelhafte externe Kontrollen.

Es gibt keine Kontrollen bzgl. Kinderarbeit oder die Firma macht dazu keine Angaben.

Vorwürfe bezüglich Kinderarbeit

Es gibt keine konkreten Vorwürfe oder es gab Vorwürfe, die aber glaubhaft widerlegt wurden oder sich nicht erhärteten.

Erhärteten Vorwürfen wurde nachgegangen und ‚positiv’ reagiert. ‚Positiv’ = Den betroffenen Kindern wird eine Alternative / Entschädigung geboten.

Es gibt ernstzunehmende Vorwürfe und es wird nicht oder ‚negativ’ darauf reagiert. ‚Negativ’ = Es gab nur interne Kontrollen, Vorwürfe wurden abgestritten oder die Geschäftsbeziehungen wurden einfach beendet.

Engagement gegen Kinderarbeit

Firma engagiert sich langfristig und aktiv gegen ausbeuterische Kinderarbeit, d.h. nicht nur mit Geldspenden.

Firma engagiert sich im sozialen Bereich, aber nicht direkt in Bezug auf Kinderarbeit oder lediglich mit Geld- oder Sachspenden.

Kein Farbpunkt: Uns liegen keine Informationen über relevantes soziales Engagement der Firma zur Verhinderung von ausbeuterischer Kinderarbeit vor.

27 Antworten zu H&M

  1. Schröder sagt:

    Hallo ich habe mir Grade das ganze hier durchgelesen und mich gefragt wie das für Mitarbeiter von h&m oder von egal irgendeiner anderen firma ist, wenn man vor Ort war und direkt z.b vor Ort war und direkt Kinderarbeit oder Bedingungen, dass Leute unter schlechten Umständen da arbeiten mitbekommt oder vielleicht. Davon nur hört, sind die verpflichtet sich da zu melden? Das würde mich interessieren. Ich meine das ist ein Riesen Konzern da wissen doch sicher alle Bescheid was so läuft?!

    • nikoletta / EarthLink sagt:

      Hallo,
      wahrscheinlich kommen Mitarbeiter von namhaften Unternehmen nicht direkt mit Kinderarbeit in Berührung, da die Produktionskette lang und unübersichtlich ist – gerade in der Textilproduktion. Kinderarbeit findet meist bei Zulieferern der Firmen statt, oft sogar bei vorgeschalteten Sublieferanten dieser Zulieferer, die sich der direkten Kontrolle normalerweise entziehen. Da wissen nicht alle Bescheid, häufig kommen solche Fälle nur durch Zufall, regelmäßige Kontrollen oder hartnäckiges Nachforschen ans Licht. Wichtig ist dann, wie darauf reagiert wird!
      Die Kontrollen sollten im besten Fall an eine externe Zertifizierungsorganisation abgegeben werden.

  2. Thomas sagt:

    Ich bin Kunde von Youtailor – dieses Unternehmen verweist auf seiner Website auf die Kampagne Aktiv Gegen Kinderarbeit. Allerdings finde das Unternehmen nicht in der Firmenliste.
    Was ist die Voraussetzung, dass die Firma bei euch in der Liste erscheint?

    • nikoletta / EarthLink sagt:

      Vielen Dank für den Hinweis. Der Verweis von Youtailor auf unsere Kampagnenwebsite ist irreführend, weil trotz eines Verbotes von Kinderarbeit in Thailand diese nicht lückenlos ausgeschlossen werden kann. Das Unternehmen müsste sich in seinen Richtlinien verbindlich gegen Kinderarbeit über die gesamte Zulieferkette hinweg aussprechen (basierend auf den ILO-Kernarbeitsnormen) und dies regelmäßig durch einen unabhängigen und externen Zertifizierer kontrollieren lassen. Wir werden uns so bald wie möglich mit dem Unternehmen in Verbindung setzen, um es in unsere Liste aufzunehmen. Es gibt keine Voraussetzung, da die Bewertung ja sehr unterschiedlich ausfallen kann. Wir recherchieren auf Anregung von Verbrauchern hin, oder auf Initiative der Firmen selbst.

    • alex / EarthLink sagt:

      Hallo Thomas,
      kleiner Nachtrag: YouTailor ist mittlerweile in unsere Firmenliste aufgenommen worden. Zu finden unter https://www.aktiv-gegen-kinderarbeit.de/youtailor/

      Beste Grüße
      alex

  3. Gabriel sagt:

    Ich habe ein Frage bezüglich kaufverhaltens.Wäre es nicht sinnvoll weniger
    H&M textilien in Asien, dafür aber mehr in Europa zu fertigen lassen.
    Ich mein wenn jetzt H&M vielmehr Fabriken in z.B. Deutschlands hätte und dort
    auch fertigen lassen würde, gäbe es nicht doch nur mehr Arbeitsplätze und klar
    es würde alles Teuer werden, sondern würde es doch auch mit der Zeit unserer Wirtschaft verbessern?? Kann mir dazu jemand vielleicht Informationen zukommen lassen oder die Frage beantworten ??

    • Lukas / EarthLink sagt:

      Hallo Gabriel,
      sicherlich gibt es einige Gründe, die dafür sprechen mehr Textilien in Europa und auch in Deutschland fertigen zu lassen. Dort wäre unter Umständen eine Kontrolle der Produktionsbedingungen einfacher. Allerdings ist zweifelhaft, ob in bestimmten Ländern Europas nicht auch ausbeuterische Praktiken eingesetzt würden, um die Kosten zu senken. Die Wirtschaft würde auch hier nur dann profitieren, wenn die Arbeiter anständig bezahlt werden und durch ihre Arbeit den Lebensunterhalt ihrer Familien decken könnten. Das ist selbst in Deutschland nicht selbstverständlich, wo manche Arbeitnehmer noch auf zusätzliche finanzielle Unterstützung angewiesen sind.
      Faire Arbeitsplätze in der Textilindustrie wären in Deutschland sicherlich positiv, sind allerdings für Massenproduktionen wie bei H&M gänzlich unrealistisch. Die produzierte Kleidung würde sich um ein Vielfaches verteuern und so für den Massenmarkt unrentabel werden. Für bestimmte hochwertige Premium-Textilien ist eine Produktion in Deutschland allerdings möglich und wird auch von einigen kleineren Unternehmen praktiziert.

      Die Produktion in Asien ist an sich nicht verwerflich, würde sie unter fairen Bedingungen ablaufen. Die Menschen sind dort oftmals auf die Arbeitsplätze in der Produktion angewiesen. Wichtig wäre es, z.B. für H&M, sicherzustellen, dass die asiatischen Angestellten anständig bezahlt werden und Arbeitsschutzmaßnahmen getroffen werden. Arbeiter müssen in der Lage sein, von dem Lohn, den sie in einer angemessenen Arbeitszeit erwirtschaften, ihrer Famlie ein menschenwürdiges Leben ermöglichen zu können. Dazu gehört zum Beispiel die Kinder zur Schule schicken zu können. Wenn angemessen bezahlt wird müssen Kinder nicht mehr zum Lebensunterhalt beitragen und so würde sich auch die Kinderarbeitsproblematik eindämmen lassen.
      Um das erreichen zu können, müssen Unternehmen strikte Kontrollen einführen und bereit sein, ihren Zulieferfirmen mehr zu bezahlen. Dafür müssen aber auch die Verbraucher willens sein mehr für Produkte auszugeben. Dazu sind manche aber auch nur in der Lage, wenn sie hierzulande anständig für ihre Arbeit entloht werden, wie oben erwähnt. So hängt wieder alles zusammen.
      Ich hoffe, deine Frage damit einigermaßen beantwortet zu haben,
      Gruß, Lukas

  4. Cranberry sagt:

    H&M ändert überhaupt nichts, übernimmt nicht mehr Verantwortung und alles bleibt beim alten. Warum sollte H&M auch etwas ändern? Es kaufen doch alle weiter dort ein. In ein paar Wochen ist der TV-Bericht vergessen und die Leute kaufen die neue Frühjahrs-Kollektion von H&M made in India, China, Bangladesh. Ist ja auch wieder sooo schön.
    Kaum einer will verzichten oder dauerhaft einen höheren Kosten- und Zeitaufwand beim Klamottenkauf auf sich nehmen.
    “Es bringt ja auch nichts, wenn ich da nicht mehr einkaufe”, ist die übelste Ausrede überhaupt. Natürlich bringt das was. Wenn H&M auffällig weniger Umsatz machen würde, würden die ganz schnell was ändern. Schließlich geht es H&M nur um Umsatz und Gewinn. Und in diesem Zusammenhang auch um das Image. Aber irgendwie scheint das auch nicht besonders angekratzt zu sein… Hauptsache David Beckham macht eine top Figur in seinen Spots.

  5. berta moritz sagt:

    Kinderarbeit ist unter allem Niveau!!Es gehört sich das die betroffenen Personen (die Kinder) sich wehren können! Falls dies nicht der Fall ist dann fordere ich die Kinderarbeit sofort zu unterlassen !! Außerdem macht man sich damit strafbar!

  6. Sarah sagt:

    Hallo ,
    ich brauche bis morgen was über H&M :
    Wie wird es Produziert?
    Auswirkung?
    Schulbildung?
    Kinderarbeit?
    Krankenversicherung?
    Wie ist es wenn man auf die Toilette muss ?

    • Lukas / EarthLink sagt:

      Hallo Sarah,
      die uns bekannten Informationen zu H&M bezüglich ausbeuterischer Kinderarbeit findest du oben auf dieser Seite. Die allgemeinen Produktions- und Arbeitsbedingungen würden den Rahmen unserer Website sprengen. Dazu kannst du allerdings viele Informationen von anderen Organisationen und aus Reportagen zu H&M beziehen. Die “Clean Clothes Kampagne” hat hierzu zum Beispiel Daten zusammengetragen (http://www.cleanclothes.at/de/firmen-check/hm/). Die Fair Labor Association hat auch sog. “Indipendent External Monitoring Reports” (http://www.fairlabor.org/fla/go.asp?u=/pub/zTr4&c=1) zu H&M veröffentlicht (auf Englisch), falls du genauere Primärquellen zum Thema benötigst. Du wirst sicher sehr viel zum Thema finden, wenn du bei Suchmaschinen oder in Videoportalen suchst.
      Viel Erfolg bei deiner weiteren Recherche!
      Gruß, Lukas

  7. Lara sagt:

    H&M tut meiner Meinung nach viel zu wenig gegen Kinderarbeit und die Ausbeutung der Menschen, die für diese Firma Kleidung produzieren. So hat man im ARD-Markencheck deutlich gesehen, dass ein Mitarbeiter 35 € pro Monat verdient (bei 12 Stunden Arbeit pro Tag + Überstunden) und dann 32 € für die Miete draufgehen. D. h. von den 5 €, die wir bei H&M für ein T-Shirt bezahlen, kommt viel zu wenig bei den Arbeitern an. Models, Mitarbeiter, Werbung etc. scheinen dann doch wichtiger. Was ich nicht nachvollziehen kann, denn ohne die Arbeiter in Indien, Bangladesh etc. könnten die Produkte nicht ansatzweise so billig verkauft werden.
    Weniger bei H&M etc. einkaufen hilft auch nicht weiter, aber was kann man als einzelner tun?! Ich wäre bereit mehr dafür zu zahlen, wenn ich wüsste, dass auch die richtigen Leute das Geld bekommen.

    • daria / earthlink sagt:

      Hallo Lara,
      als Einzelner kann man erstmal nur sein eigenes Konsumverhalten überdenken und bei Unternehmen nachfragen um Druck auszuüben. Im Bereich Mode, Textilien und Bekleidung haben wir unter dem Pfad “Firmen” -> “Besten-Liste” -> “Faire Mode” eine Liste zusammengestellt.
      Vielleicht hilft sie dir ja weiter…
      Gruß, Daria

    • Lola sagt:

      Danke für den Tip *:
      ich habe mir die Sendung angeschaut und muss sagen dass mich die Arbeitsbedingungen echt geschockt haben !!!!!
      H&M muss echt etwas dagegen tun – weniger geld für werbung und models = mehr für die arbeiter in Bangladesh

  8. Pingback: Kurzfristig überlastete earthlink-Website | earthlink e.V.

  9. Wird nicht angegeben sagt:

    Hallo,
    ich habe lange Zeit nicht bei H&M (u.a.) konsumiert und mache es auch heute nicht, da der Verdacht auf Kinderarbeit mir doch verdächtig hoch schien.
    Laut diesen Angaben aber, gibt es keine großen Bedenken z.B. bei H&M einzukaufen oder habe ich da was falsch verstanden?
    Ich finde diese Seite lobenswert, allerdings bin ich mir oft unsicher und weiß nicht wie ich abwägen soll, wenn ich lese, dass der Verdacht auf Kinderarbeit bestehe, die Firmen sich aber aktiv gegen Kinderarbeit einsetze.
    Es wäre echt super, wenn es auch eine Spalte für “Konsumieren-oder nicht” gäbe in der, wie bekannt mit Farben, gekenzeichnet wird ob es in ordnung sei die Produkte zu konsumieren oder nicht oder ein kleines Statement zu dem an- oder abgeraten wird.
    Liebe Grüße

    • laura sagt:

      ich finde die seite auch gut

    • Bernhard / EarthLink sagt:

      Ob es “in Ordnung ist”, ein bestimmtes Produkt zu kaufen oder nicht, können und wollen wir nicht für andere bestimmen. JedeR KonsumentIn hat eigene moralische und ethische Wertvorstellungen, die individuell in eine Kaufentscheidung einfließen. Diese Website stellt überprüfbare Tatsachen dar und will damit Meinungsbildung und bewusstes Einkaufsverhalten unterstützen.
      So verlockend einfach sich eine “konsumieren-oder-nicht” Empfehlung für den Konsumenten anhört, sie würde zum Einen nicht jedem gerecht werden können. Zum Anderen wollen wir erreichen, dass die Menschen z.B. bewusst auf Produkte verzichten, weil die in ausbeuterischer Kinderarbeit entstanden sind oder sein könnten, und nicht, weil eine pauschale Boykottempfehlung sie dazu auffordert.

      • Tim sagt:

        Ich finde es vollkommen richtig das diese “Konsumentscheidung” nicht angegeben wird, weil ich die sachlichen Informationen z.B. über Firmen lieber haben und meine Entscheidung dann eigenständigt treffen möchte. Was mich allerdings auch verwirrt ist das, als Beispiel H&M, die Kriterien dafür sprechen bei H&M zu kaufen da sie zwar der Kinderarbeit beschuldigt wurden sich aber nun dagegen einsetzen und Präventionsmaßnahmen ergreifen (der Konsument belohnt dann dieses Verhalten). Dies steht jedoch im Widerspruch zu dem bereits erwähnten Bericht von der ARD “Marktcheck” wo zumindest die Vermutung nahe liegt das H&M-Zulieferer weiterhin Kinder beschäftigen. Ich habe H&M auch eine Zeitlang boykottiert bin mir nun aber auch nicht mehr sicher ob das nötig ist

    • Lola sagt:

      ich würde mir auch so eine spalte wünschen da ich mir sehr unsicher bin ….*:

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